30.12.15

The Ojai Vineyard Pisoni Vineyard Pinot Noir 1996, Santa Lucia Highlands



Zwischen den Jahren, so nennt man das glaube ich … obwohl ich diese Umschreibung nicht ganz verstehe benutze ich sie trotzdem mal, kann man sich als Pinot Explorationist schon mal was zumuten! Das mag sich zunächst ein wenig negativ anlesen. Soll es wohl in finaler Konsequenz auch sein. Doch an Spannung in vielerlei Hinsicht, können es nur wenige der von mir vorgestellten „Pinot weit weg“ mit dem heutigen aufnehmen. Dieser stammt vom Granit und Quarz dominierten Pisoni Vineyard in den Santa Lucia Highlands etwas südöstlich von Monterey. Der Hersteller meines Pisoni Vineyard Pinot Noir 1996 sind die Syrah, Pinot und Chradonnay Spezialisten Helen und Adam Tolmach von Ojai Vineyards im Santa Barbara County. Angebaut wurden die Trauben aber von der „"Monterey County Grower Mafia"* Legende Gary Pisoni. Mittlerweile wird der Wein aus dieser Lage von Ojai seit mehr als zehn Jahren nicht mehr hergestellt. Warum? Weiß ich nicht! Ist auch nicht so von Wichtigkeit! Denken kann ich mir so einiges! Das steht aber auf einem anderen Blatt! Jetzt soll erst einmal verkostet werden …

24.12.15

Merry Christmas everybody with the Little Baby Jesus Wine ... again!



Merry Christmas everybody!!! Again with the Little Baby Jesus Wine 2002 from Bouchard Pere & Fils. I know it is getting boring! But just a bit. Well, actually the wine just perfecly fine and downright very decent ***** indeed. Only one pity: already finished ... Next year it's gonna be something else! Promise!

23.12.15

Vinarija Čokot Experiment Prokupac 2012, Zapadnomoravski



Heute möchte ich einen Wein vorstellen, der genau in die aktuell vorherrschende Jahreszeit passt. Sonst erliege ich ja gerne dem neugiergesteuerten vinophilen Antizyklismus. Heute aber, passt es wirklich! Was könnte in der Weihnachtszeit besser sein als ein warmer, nusscremiger, blaubeerig-brombeeriger und weich vanillig-holziger Prokupac? Ihr wisst nicht was Prokupac ist? Ich bis vor kurzem auch nicht! Also kein größeres Problem ... Prokupac ist eine in Serbien weit verbreitete autochtone Rebsorte deren Kultivierung bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden kann. Sie lässt sich in nahezu jeder Weinregion dieses noch recht unbekannten Weinlandes finden. Mein Prokupac kommt aus der Region Zapadnomoravski im westlichen Morava Gebiet. Der Hersteller ist das lokal durchaus sehr bekannte Weingut Čokot. Das für den Wein verwendete Traubenmaterial stammt von ca. 60 Jahre alten auf kalk-, sand- und silikatreichen Böden kultivierten Reben. Nach einer kurzweiligen Kaltmazeration wurde die Maische in großen Holzfässern spontan vergoren und anschließend in Barriques ausgebaut. Anscheinend wurde der Wein weder im Weinberg noch im Keller geschwefelt. Das mag den Namen des Weines. Experiment, wohl erklären. Ich muss zugegeben, dass ich zu diesem Thema widersprüchliche Angaben im Netz gefunden habe. Weiter, und viel wichtiger, ist es mir persönlich auch komplett egal: ob, wieviel, wieso, weshalb, warum geschwefelt wurde… jetzt wird erst einmal getrunken!

12.12.15

Happening Now Tasting 33: La Crotta Di Vegneron Pinot Noir 2013, Vallée d'Aoste





For my thirty-third „Happening Now Tasting“ I have arbitrarily chosen another northern Italian Pinot Noir! Actually, for some inexplicable reasons I only taste Italian Pinots in my trusted Happening Now mode! Anyway, this time I am going for one with a considerable amount of presumed „Joie de vivre“. Hence, it has to come from Vallée d'Aoste. As you can imagine in such a mountainous Alpine terrain like in Aosta there isn't too much space for stuff like viticulture. On a mere (and wildly scattered) surface of approximately 250 hectares French(/Swiss) varieties like Pinot Noir, Gamay, Petite Arvine, Chardonnay and autochtonous Petite Rouge are calling the shots. Today's Pinot Noir 2013 was produced by the cooperative society La Crotta di Vegneron in Chambave. The grapes were cultivated on a wide range of vineyards situated between 450 and 650 meters above sea-level. The predominant type of soil are morainic and loosly sandy solis with medium speep slops. After harvest in the middle of September 2013 the grapes underwent a pre-fermentative cold maceration for 24 hours and were subsequently fermented for approximately 10 days in stainless steel. The aging time, as well in stainless steel, took another 8 months. So I am rather positive to assume: this one will be a crisp, fruitful and easy drinking Pinot!? Well, we'll see! Right now ...

11.12.15

Domaine Carneros Avant Garde Pinot Noir 2002, Carneros



Über einen Stillwein eines Champagnerhauses, dass zumal nicht wirklich zu meinen Favorisierten gehört und um dem allen noch eine Krönung aufzusetzen mal nicht aus der Champagne stammt, würde ich normalerweise mir nicht die Mühe machen etwas schreiben zu wollen. Im heutigen Fall ist Lage eine etwas andere. Dehalb eine ungewoht kurze VKN (oh je, die Kürze beginnt jetzt schon ...). Warum das so ist erzähle ich vielleicht etwas später. Vielleicht auch nicht ... (was wahrscheinlicher ist, da ich es sicherlich vergessen werde ... das Alter eben)

Um mein gewohnt rätselhaftes Gefasel vom Anfang zu lüften komme ich besser erst einmal zu der Vorstellung des besagten Stillweins. Wie es zu erwarten war handelt es sich bei ihm um einen Pinot Noir. Ein Pinot Noir aus dem Hause Taittinger. Naja, um etwas korrekter zu sein, von dem zumeist schäumenden Projekt von Taittinger in Kalifornien: der Domaine Carneros im Napa Valley. In den späten 1980er Jahren, nach fast zehn Jahre unermüdlicher Suche, erwarb Claude Taittinger ca. 55 Hektar Weinland in Carneros. Auch in Carneros liegt der Fokus auf Schaumweinen aus traditionellen Champangner Rebsorten. Nachvollziehbar würde ich meinen! Doch auch Stillweine aus Pinot Noir, sowie ein paar eher vernachlassungswürdigen Rebsorten, machen einen respektablen Teil der Produktion aus. Nachdem ich nun endlich den Bogen geschlagen habe kann ich mit dem eigentlichen Objekt der „Untersuchung“ fortfahren: dem Domaine Carneros Pinot Noir Avant Garde 2002. Viel zu sagen habe ich über den Wein nicht wirklich. Endlich mal! Nur soviel: das Traubengut stammt aus nicht weiter spezifizierten Lagen in Carneros, nach der Lese wurde es in großen offenen Holzbottichen vergoren und anschließend für 10 Monate in gebrauchten französischen Barriques ausgebaut. Wie der erfahrene Weinfreund anhand dieser spärlichen Informationen schon lesen kann, mag es sich wohl eher um einen Wein handeln der in der hausinternen Hierarchie in Kniehöhe angesiedelt ist. Trotz alledem, also Alter - Herkunft - Hierarchie - etc., stand er bombig gut da ...


29.11.15

Vitkin Pinot Noir 2011, Judean Hills




Nachdem mir vorvorvooorgestern der Genuss einer Flasche NSG von dem mir hochhold geschätztem JFM durch niederträchtig heimtückischen Kork'ismus verwehrt wurde, habe ich mir gedacht, dass ich in meinem aufgehend verderbendem Schmerz auch gleich zu etwas greifen kann, dass gewohnt anstrengende „Pinot weit weg“ Verkostungsarbeit bedeuten könnte. Nicht als Strafe! Vielleicht zur Frustbewältigung!? Anstrengend sollte die Verkostung zu meinem gedämpften Entzücken dann doch nicht sein. Wenn der starke Holzeinfluss nicht gewesen wäre, hätte der Vitkin Pinot Noir 2011 sogar als ein recht veritabel konsolidierendes Trostpflästerchen herhalten können. Naja, jetzt greife ich etwas vor. Das sollte ich mal lieber lassen. Hoffentlich habe ich mit diesem Vorgriff noch niemanden abgeschreckt. Das wäre schade! Naja, erst müssen die gewohnt langweiligen Vorabinformationen durch-litten werden. Dann gibt es was Flüssiges ...

Bei Vitkin handelt es sich um einen eher kleinen und sehr gut etablierten Platzhirsch in der israelischen Weinszene. Bekanntheit konnte Vitkin vor allem durch seine Weine aus Cabernet Franc, Carignan, Riesling (!) und den Late Harvest Dessert Wein zumeist aus Riesling, Viognier und Colombard erlangen. Gegründet wurde das Weingut als Teil der Rutenberg-Belogolovsky Farm in der seit 1930 bestehenden Siedlung Vitkin vor gar nicht so langer Zeit. Erst im Jahr 2001 erfüllten sich Doran und Sharona Belogolovsky, sowie Sharona's Bruder Assaf Paz, nach vielen Jahren an Weinerfahrungen im Ausland den Wunsch ein eigenens Weingut in der Heimat zu gründen.  Bei der Ausrichtung auf eine für Israel verhältnismäßig kleine Betriebsgröße (jährlich werden zwischen 30000 und 40000 Flaschen produziert) und einer Konzentration auf lokal nicht ganz so verbreitete Rebsorten ist es über die Jahre hinweg geblieben. Auch mein heutiger Pinot Noir 2011 dürfte sicherlich zu einer "Gattung" Wein gehören, wie man sie in Israel nicht all zu oft auffinden mag. Gewachsen sind die Reben für diesen "Pinot weit weg" auf sehr kreidig-kalkigen und kargen Böden in den Hochlagen des Judäischen Berglands. Vergoren wurden die Trauben mit eigenen Hefen für ca. 16 Tage in Edelstahltanks. Der sich anschießende Ausbau in bis zu 40% neuen französischen 350 Liter Holzfässern dauerte nur ganze 10 Monate.


25.11.15

Château Belá Riesling 2012, Štúrovo



It has been a while since my last encounter with this beautiful bold little ode to Riesling. I suppose it was the vintage 2007 or 2008. Then and today I was and am impressed by the heavy lushness and determined density of this Riesling from Slovakia. Well, of course there is the influence of Egon Müller from Germany's prominent winery Scharzhof in Wiltingen to guarantee quality in the vineyards and the cellar. Putting this fact aside there is a unique character to this Riesling which you probably cannot find in other regions or other Rieslings in this very wine world! I mean a certain close to brachial rich glazy boldness combined with refined elegant flowery impressions. Sounds contradictiv? Well, fair enough! Anyway, I start blathering lyrical wine-speak. We really don't want to read this! Don't we? Let's drop some rudimentary knowledge about Château Béla first! Château Belá is a joint venture of Egon Müller, as already mentioned, and family Krokow(-Ullman), Egon Müller's wife is a born Krokow, as well as the local vintner Miroslav Petrech. Since 2001 they produce Riesling (and some Cabernet Sauvignon and even Pinot Noir – well that would be a treat for a Pinot lover like me - for quite a while) from a few calcerous hectares in Štúrovo region in the south-west of Slovakia. 


14.11.15

Alpha Estate Pinot Noir 2010, Amynteon



Vernünftige Menschen, zu denen ich leider nicht gehöre, dürften sich bei der folgenden Post fragen warum um Himmels Willen jemand aus einem so reichhaltigen und voll mit Überraschungspotential aufgeladenem Weinland wie Griechenland ausgerechnet einen Pinot Noir öffentlich trinken muss!? Tja, was soll ich sagen? Ich kann wohl nicht aus meiner explorationsgetriebenen Haut raus, nehme ich an!? Einer „muss“ es einfach wagen um die angestrebte nicht ansatzweise gesamtabdeckenden „Pinot weit weg“ Dokumentation zu erlangen. Wie dem auch sein ... Mein heutiger „Pinot weit weg“ stammt aus dem griechischen Teil Makedoniens im Norden des Landes. Um genauer zu sein im nordwestlichen Makedoniens in der Weinregion Amyntheon (Florina). Auf der Höhe zwischen 620 bis 710 m über dem Meeresspiegel hat das Weingut Alpha Estate vor einigen Jahren tatsächlich damit begonnen Pinot Noir Klone anzupflanzen. International bekannt wurde das 1997 von dem erfahrenen Winzer Makis Mavridis und dem Önologen Angelos Iatridis gegründete Weingut für seine modern anmutenden Weine aus der regionalen Rebsorte Xinomavro und ihrem je nach Jahrgang etwas anders zusammengesetzten Spitzencuvée Alpha One. Doch auch den Pinot Noir gibt es mittlerweile seit einigen Jahrgängen. Nach der Ernte wurden die Pinot Noir entrappt und ohne angequetscht zu werden einer Kaltmazeration unterzogen. Nach der Fermentation wurde der Wein für ca. 12 Monate in Allier Barrique Fässern ausgebaut um anschließend in gewaltig schweren Flaschen abgefüllt zu werden.

31.10.15

Neudorf Vineyards Tom's Block Pinot Noir 2012, Nelson




Anhand des oberhalb befindlichen Fotos dürfte es für das informationsvernetzungsfähige Auge nicht all zu schwer zu erraten sein was heute Abend von Wichtigkeit ist!!! Trotz aller anstehender und unausweichlich triumphal-freudvoller Zerstreuung, welche auf den Schlachtfeldern von Twickenham und natürlich auch dem hier vorherrschenden schwäbischen Suburbia zur Geburt gebracht werden wird, soll auch heute Abend mal wieder "Pinot weit weg" im Mittelpunkt des Geschehens stehen! Zu Ehren des alten und des auf's unausweichlichste neuen Rugby Union Weltmeisters gibt es heute Abend einen leider mangels vorhandener Auswahl viel zu jungen Pinot Noir von einem mehr als nur soliden Erzeuger von Chardonnay und Pinot Noir basierten Weinen aus dem "Land der langen weißen Wolke“. Schon seit 1978 betreibt die Familie Finn in der kleinen Weinbauregion Nelson an der Nordspitze der Südinsel das Weingut Neudorf Vineyards. Zu Anfangs wurde viel mit heute eher für die Region exotisch anmutenden Rebsorten wie Chenin Blanc und Cabernet Sauvignon experimentiert. Sicherlich misslang auch so einiges. Doch heute, mit über 30 Jahren Erfahrung, haben sich die Weine aus Burgunder Rebsorten von Judy und Tim Finn zu den begehrtesten Gewächsen ihrer Gattung im gesamten Lande gemausert.

Mein heutiger Pinot Noir namens Tom's Block aus dem Jahr 2012 stammt von Traubengut das auf mehrheitlich tonhaltigen Moutere Kies Böden und zu einem kleinen Teil (ca. 10%) auf Waimea Kies Schwemmböden kultiviert wurde. Aufgrund widriger Wetterverhätnisse in Frühling und Sommer fiel die Ernte im Jahr 2011/2012 eher überschaubar aus. Dank eines darauf folgenden Indian Summers (oder im übertragenen Sinne eines „Goldenen März“) konnten die Finn's zwischen dem 4. April und 1. Mai sehr viel-versprechende Qualitäten lesen. Nach der Ernte durchlief das Traubengut eine kurzzeitige macération à froid, danach wurde entrappt um anschließend mit eigenen Hefen in offenen Holzbottichen bei maximalen 32° C vergoren zu werden. Der Ausbau in 25% neuem, sowie 75 % gebrauchten, französischem Holz dauerte dann noch weitere zehn Monate. Genug der trockenen und wie meist zu langatmigen wirr-faselichen „Vorfreude“! Jetzt wird es etwas flüssiger …


26.10.15

Oregon Pinot ... Gris, nur mal so zur Abwechslung



Meine vinophilen „On the Oregon Trail“ Ausgüsse sind bekanntlich hinsichtlich verschiedener Eigenschaften eher von Rot geprägt. Pinot geht aber auch „grau“ … oder,  besser bleich. Aus purer Neugier habe ich mich letztens auf zwei Pinot Gris von zwei der namhaftesten Weinhersteller des Willamette Valley eingelassen. Zum einen auf den Three Vinyards Pinot Gris 2011 von Chehalem Wines und zum anderen auf Den lokale Klassiker, den Dundee Hills Oregon Pinot Gris 2012 von The Eyrie Vineyards.

Das Traubengut für den Pinot Gris 2011 von Chehalem stammt aus den Lagen Ridgecrest Vineyard (17%, Ribbon Ridge AVA), Stoller Vineyard (64%, Dundee Hills AVA) und Corral Creek Vineyard (19%, Chehalem Mountains AVA). Die Ernte der Trauben erfolgte im Jahr 2011 etwa drei Wochen später (Ende Oktober bis Anfang November 2011) als in durchschnittlichen Jahren. Doch glücklicherweise hielt sich der im Herbst aufkommenden Regen in Grenzen und führte nach der Meinung von Chehalem Weinmachers Harry Peterson-Nedry zu:

„... one of the best vintages of the last twenty years emerge. Resulting wines are fully ripe, rich, deep, dark AND carry low pHs/high acids and low alcohols, which bodes exceptionally well for long aging, food friendliness and a reputation that makes similar years, like 1999 and 2008, humble“

Nach der Ernte wurden die Trauben entrappt und im Stahltank vergoren (mit den Reinzuchthefen VL3 und X5) und für eine kurze Zeit ausgebaut.

Das Traubengut für den Eyrie Pinot Gris 2012 stammt von unterschiedlichen gen Süden und Südosten ausgerichteten Weinbergen in den Dundee Hills (The Eyrie, Sisters, Rolling Green, Daphne und Tukwilla Vineyards). In diesen herrschen zumeist die an anderen Stellen schon mehrfach erwähnten Jory- und Woodburn Böden vor. Vor dem vierstündigen Pressvorgang in klassischen Korbpressen wurden die Trauben entrappt. Vergoren (mit eigenen Hefen) und ausgebaut wurde der Pinot Gris in kleinen Stahltankbehältern. Genug dem Vorgeplänkel, lasst uns jetzt mal schauen wie mir die beiden gefallen haben ...


25.9.15

Azienda Agricola Elisabetta Dalzocchio Pinot Nero 2009, Trentino



Auch italienisch sprechenden Pinot Noirs, ähm ... natürlich Pinot Neros, sollen an meiner virtuellen Verkostungsstation nicht zu kurz kommen! Leider kann ich einen Wein, wie den heutigen, meiner Zunge eher selten aussetzen, da Elisabetta Dalzzochio's Pinot Nero im Trentino, und seit einigen Jahren weit darüber hinaus, einen ganz besonderen Ruf genießt. Wie ich (erst) jetzt weiß … durchaus zurecht! Aufgrund überschaubarer Menge, insgesamt werden durchschnittlich jedes Jahr nur rund 8000 Flaschen produziert, ist es eher ein seltenes Vergnügen diesen Wein verkosten zu dürfen. Auf ihrem gerade mal 2 Hektar kleinen Weinberg, in der Nähe von Rovereto unweit der nördlichen Spitze des Gardasees, baut Elisabetta nur Pinot Noir – für nur diesen einzigen Wein - an. Die vorort herrschende Höhenlage und Bodenformation eignet sich laut Elisabetta sehr gut für Pinot. Ihr erster Jahrgang war 1995 und seit 2001 wird ihr Weinberg durchgehend nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Die Trauben für meinen noch jungen 2009er Pinot Nero wurden für 18 bis 20 Tage entrappt und im unzerdrückten Zustand in großen offenen Eichenholzbottichen vergoren und anschließend für 18 Monate in Allier und Troncais Barriques ausgebaut. Bevor ich mich zum wiederholten male in den gewohnten Floskelwolken verstricke, sollte ich lieber anfangen mir den ersten Schluck zu genehmigen …

20.9.15

Happening Now Tasting 32: António Bernardino Paulo da Silva Cazal da Azenha Tinto 2006, Colares




My tongue's voyage to explore wine-growing regions with hyper autochthonous and scarcely existing grape varietals is about to come to an end. The origins of my final wine are the sandy dunes of Sintra in Colares region north-west of Lisbon. The home to the legendary and nowadays super scare Ramisco grape! Only a very few hectares of those sinkholed pre-phylloxera vines are left in Colares. Why sinkholed, and why where those vines able to survive? Well, sinkholed because all vines in this region of the Extremadura need protection from the salty winds which are constantly „crashing“ in from the neighboring Atlantic. And survived? Jus because of the sandy soils and cliff'y terrain on Sintra's coast which prevented the phylloxera bug from spreading. So, let's recap: Today I will have wine from very old vines, which was produced by António Bernardino Paulo da Silva, a respectfully well aged vintner, which is "ultimately" - at least at the moment - a downright infant! The frequent absorbers of my blog might be aware of such ill guided practices in case of António Bernardino Paulo da Silva wines. So, let’s have a first sip of toady’s “Happening Now Tasting” wine:

17.9.15

Shea Wine Cellars Shea Vineyard Pinot Noir 2011, Willamette Valley



Nach ungesund langer Abwesenheit führt mich meine Zunge heute endlich mal wieder in das Willamette Valley! Da es sich beim heutigen Wein um einen Pinot Noir aus dem ungewöhnlichen Jahr 2011 handelt, möchte ich heute auch etwas ungewohnt mit einem Zitat beginnen:

„In 2011 we experienced the coolest growing season since the birth of Oregon’s wine industry in the 1960s. Fortunately, autumn rain held off allowing us to harvest dry fruit from mid - October into early November – our latest harvest ever. Long, slow flavor development is what winemakers hope for, and we got it in spades. Cool - vintage wines retain lots of acidity. That’s a good thing. Acidity makes the wine bright, food friendly and long - lived in the cellar. Our 2011 wines are full of elegant, old world complexity and character.“

Meiner – zugegeben kaum anhand erwähnenswerten Zungenerfahrungen belegbarer – Meinung nach, gibt diese Einschätzung von Shea Wine Cellars die Verhältnisse im Jahr 2011 ziemlich gut wieder. Wobei die Aussage des letzten Satzes sich gleich noch zeigen dürfte.

Aber jetzt nochmal von vorne! Wie gewohnt: Bei meinem heutigen „Pinot weit weg“ handelt es sich um den Estate Pinot 2011 von dem eben schon erwähnten Produzenten Shea Wine Cellars. Hergestellt wurde dieser aus zwölf unterschiedlichen Blocks des mittlerweile in Oregon sehr berühmten ca. 55 ha großen Shea Vineyard nahe Newberg zwischen den AVAs Dundee Hills und Yamhill-Carlton. Doch nur in etwa 25 % der Ernte werden von Shea Wine Cellars selber in meist fünf unterschiedlichen Pinots verwertet. Wie in den USA nicht unüblich wird der große Teil der Trauben an andere Weinproduzenten in Oregon und sogar in Kalifornien verkauft (bzw. nach spezifischen Kundenvorgaben auch kultiviert). Jetzt aber wirklich zurück zu meinem Pino! Geerntet wurde das Traubenmaterial zwischen dem 23. Oktober und 2. November 2011. Sogar für oregonesischen Verhältnisse eine recht späte Ernte würde ich meinen. Bei den geernteten Klonen handelte es sich hauptsächlich um Wädenswil- (was man meiner nicht ganz so unerfahrenen Meinung nach klar spürte) und Pommardklone. Aber auch einige eher jüngere Dijon Klone 777, 114 und 115 haben den Weg für den Estate in die Presse gefunden. Ausgebaut wurde er in zu 48 % neuem französischem Holz. Genug der Informationen! Nach so langer Oregon Pinot Durststrecke sollte ich es mit meiner zielfreien Info-Ansammlung nicht übertreiben:

5.9.15

Schweizer Allerlei Spezial: MÉMOIRE & FRIENDS 2015



Schon eine geraume Weile seit meinem letzten „Schweizer Allerlei“ Verkostungsbericht her, odr! Leider ... „Schuld“ mag wohl die sich für mich wein-fatal auswirkende Aufhebung der Mindestwechselkursbindung zum schwachen Euro sein. Demnach konnte ich in den vergangenen Monaten zur Steigerung der eher reserviert-dynamischen 1,8 prozentigen Exportrate Schweizer Weins kaum etwas beitragen. Zu meinem Glück gab es am vergangenen Montag ein weiteres Mémoire & Friends Grand Tasting der Swiss Wine Connection im altehrwürdigen Kongresshaus zu Zürich. Wohl einer der besten Möglichkeit eines jeden Jahres bzw. Jahrgangs literweise neue Eindrücke in Sachen Schweizer Wein zu absorbieren. Bei über 170 anwesenden Weinproduzenten aus allen Landesteilen und einem gerade mal fünfstündigen Verkostungszeitfenster aufgrund Fehlplanung meinerseits, musste ich bei dem dieses jährigen Grand Tasting hart umrissene Prioritäten setzen. Abgesehen von einigen evergreen'isch anmutenden Vorspeisen weißer Couleur von Louis Bovard, Luc Massy und der Domaine La Colombe aus dem Waadt und der einen oder anderen süßen Nachspeise in Form von Grain Noble Marsanne aus dem Wallis musste ich mich dazu anhalten meine bei leicht mollig warmen Temperaturen geforderte Zungenkonzentration auf die Roten Schweizer auszurichten. Im Zungenfokus standen in erster Linie Pinot Noir aus deutschsprachigen Kantonen, dem Wallis und natürlich der Drei-Seen-Region, Merlot (inkl. Cuvées) aus dem Tessin sowie nur leider einem reinsortigen Gamay aus dem Kanton Genf. Die zum teil oft großartigen Syrah aus dem Wallis und der restlichen Romandie musste ich leider nahezu auslassen. Am Rande erwähnt seinen aber die viel versprechenden und durchweg kühl-kernig wirkenden 2013er Syrah von Simon Maye, Histoire d'Enfere und der Domaine Les Hutins. Zugegeben keine wirklich großen Überraschungen für Kenner der Schweizer Weinszene. Ich muss vorwarnen, dass es zu ähnlichen Nicht-Überraschungen für besagte Fachleute im weiteren Verlauf meines kurzen Verkostungsberichts kommen wird. Bevor ich nun im Stakkatostil meine Eindrücke wiedergeben möchte, sollte ich darauf hinweisen, dass ich mich nur auf meine rein subjektiven und positiven Zungenerlebnisse beschränken möchte. Eine weitergehende Auseinandersetzung mit so mancher Enttäuschungen von mir bekannten und unbekannten Erzeugnissen würde an dieser Stelle ganz einfach den Rahmen sprengen.


27.8.15

Cline Cellars Cool Climate Pinot Noir 2010, Sonoma Coast



Mein Durst nach Budget-„Pinots weit weg“ ist fortwährend ungestillt! Ob das auch nach dem folgenden Pinot noch so sein wird, dürfte sich nach einigen Zeilen von meinen bekannten inhaltsarmen Informationsanhäufungen erst noch zeigen. Wie dem auch sei, heute soll es einen Cool Climate Pinot Noir aus dem Jahr 2010 von Cline Cellars geben. Einem Hersteller der meist mit Zinfandel Weinen in Verbindung gebracht wird. Insbesondere dem Ancient Vines Zinfandel welcher aus Trauben von mehr als 100 Jahre alten Reben hergestellt wird. Besagter Cool Climate Pinot Noir stammt von Traubengut aus dem Lazy C Vineyard in Petaluma Gap an der Sonoma Coast. Auf der Webseite von Cline Cellars wird diese Gegend aufgrund ihrer regelmäßigen Regenfälle – damit dürften sie den Sommer des Jahrs 2015 wahrscheinlich nicht meinen - und reichlichen Nebelentwicklung mit Lagen im Elsass verglichen. Meiner Ansicht nach ein etwas gewagter Vergleich … nehme ich an. Weiter im Text: die Trauben werden per Hand gelesen, komplett entrappt in Edeltahlbehältern vergoren und anschließen für 10 Monate sowohl in bis zu 40 % neuem mild getoastetem französischen Eichenholz als auch in gebrauchtem amerikanischem und osteuropäischen Holz ausgebaut. Trotz einem beträchtlichen Aufwand bei der Vinifizierung ist dieser Sonoma'ese in einem für kalifornische Verhältnisse sehr günstigem Preisbereich von etwas unter 20 Euro verortet. Mal schauen wie er sein wird und ob er zu Konsequenzen bei meiner Budget-„Pinot weit weg“ Exploration führt ...


25.8.15

Arte Vini PN Pinot Noir 2013, Morava



Ein Hauch von September 2008 weht derzeit über die Handelsparkette dieser Welt. Bei so manchem zur Hysterie neigendem Verhalten von Mensch und Algorithmus könnte es ratsam sein mehr Pinot Noir zu trinken ... bzw. vielleicht diesen selbigen auf entsprechende Server zu kippen. In besagtem September 2008 hat es mir sicherlich auf die eine oder andere Weise geholfen mit fest umklammertem Pinotglas diesen stürmischen Zeiten gelassener entgegen zu trinken. Naja ..., nachdem aber in den letzten Tagen viel Geld verbrannt wurde, unter anderem auch die Einlagen meiner imaginären „Pinot weit weg“-Kostenstelle, möchte ich mich in den kommenden Wochen etwas stärker auf Budget-„Pinots weit weg“ konzentrieren. Mein erster führte mich vor einigen Tagen nach Mähren. Klar, nicht sooo weit weg ..., aber trotz aller Nähe sind tschechische Weine in deutschen Landen kaum bekannt. Leider, denn dieser Südmähre zeigte solide, glücklicherweise sehr sehr trockene und auf ansprechende Weise ausbalancierte Qualitäten. Dazu aber gleich mehr. Hergestellt wurde besagter PN Pinot Noir 2013 von dem in Nový Šaldorf-Sedlešovice (oder in deutsch Neuschallersdorf-Edelspitz) ansässigen Weingut Arte Vini unter der Kellerregie des Geisenheim Absolventen René J. Vrátil. Und so war er mein erster Budget Pinot …

6.8.15

Happening Now Tasting 31: Weingut Stadlmann Zierfandler Anninger 2013, Thermenregion



So far on my "Happening Now Tasting" voyage throughout autochthonous Europe I have been to places like Galliac, Sardegna, Württemberg, Euskadi and a few days ago to beautiful Crete. This time I'd like to make a quick stopover in one of Austria's most diverse viticulure areas called Thermenregion. This Thermenregion (= somthing like thermal baths region, originating from Aquae resp. today's Baden bei Wien) is situated right on the southern outskirts of Vienna. The predominant soil is mosty fine-grained sandy loam and localy substantial layers of limestone. On just about 2100 hectears of land grape varieties like Rotgipfler, Zierfandler, St. Laurent, Pinot Noir, Neuburger, Zweigelt and Portugieser contribute to a wide spectrum of flavours and unique characteristics. One of the masters of those „not so well known“ grape varieties is Johann Stadlmann and his son Bernhard from Weingut Stadlmann in Traiskirchen. My autochthonous choice for today is Stadlmann's crisp entry level Zierfandler Anninger from 2013. Zierfandler might be the auto'-signature grape variety of Thermenregion. On just 85 hectares around Gumpoldskirchen this rich in extract and late ripening natural decendent of Roter Veltliner x something Traminer'sh can show plenty of meaty character and tender aromatics of exotic fruits and spicy lemons. Let's have a look ...

3.8.15

Happening Now Tasting 30: Domaine Zacharioudakis Vidiano 2013, Κρήτη



With the following post I'd like to approach the versatile cosmos of autochthonous Greek grape varieties. Like in my previous hyper-auto' “Happening Now Tasting” posts I need to limit myself to just one "pure" varietal. Unfortunately! This time I found it really difficult to choose One from such a rich "national" bounty. Well, anyway … my selection fell on a varietal with rich body, transfixing creamy taste, a diva-like attitude (in the vineyard - mostly), robust juiciness and of course as originally intended minuscule quantities. A varietal often considered as Greece’s version of Viogner. Its name? Vidiano!? Ohh yeeaass, I admit it! Prior to my challenging choice I have not even heard of it (either) …! Vidiano is grown in small scale (apparently just about 70 hectares) on the island of Crete. Especially around the area of Rethymnon and Heraklion. My Vidiano from 2013 derives from rocky, calciferous as well as sloping highland grounds in the area of the Messara Plain south of Heraklion. It's producer? The locally well known and impressively established (check the website) Domaine Zacharioudakis. The grapes for this Vidiano where organically cultivated and underwent an apparently unusual – at least for wines from Vidiano – five months ageing in French oak barrels. Let's check it out ...


27.7.15

Bouchard Finlayson Galpin Peak Pinot Noir 2004, Walker Bay



Manchmal kann ich getrost meiner Lieblingsbeschäftigung - dem Faulenzen - nachgehen ohne Gewissensbisse entwickeln zu wollen. Es ist mal wieder „Pinot weit weg“ Nachverkostungszeit!. Daher bedarf es glücklicherweise keinerlei Einleitungsgefasellei. Im Spätsommer 2010 probierte ich das erste mal einen Bouchard Finlayson Galpin Peak Pinot Noir 2004. Damals mochte mir dieser wegen seiner Hitzigkeit, seines Alkoholismus und aufgrund seines schwach gezügelten Tanninterrors nicht sonderlich gefallen. Ein Eintrag auf der Webseite von Bouchard Finlayson den ich erst neulich entdeckt habe, mag die etwas „spezielle“ Art des 2004 Galpin Peak erklären: „... Vintage 2004 is perhaps the most full bodied and robust Pinot Noir vintage to date. It was a vintage which ripened up very rapidly and presented a challenge to winemaking skills...“. Vor wenigen Tagen nun machte ich einen weiteren Anlauf … 

23.7.15

Cusumano Pinot Nero 2008, Sicilia



Wenn der mitlesende Pinotenthusiast unerwarteter Weise mal das Verlangen nach einem Dampfhammer Pinot mit reichlich vom Alkohol unterbauten muskulösem Körper, herb definierter Würze und fleischig-ländlich-männlicher Rustikalität haben sollte, dürfte der heutige „Pinot weit weg“ gerade der richtige Kandidat für solch ein Power-Bedürfnis sein. Der Pinot Nero 2008 des wohlbekannten sizilianischen Weinproduzenten Cusumano erfüllt die beschriebenen Anforderungen mit Bravour. Gewachsen ist das noch recht junge Traubengut für meinen heutigen Pinot in den gen Nordosten ausgerichteten Hochlagen (bis zu 800 Meter über dem Meeresspiegel) auf Cusumano's Tenuta di Ficuzza in der Region Piana degli Albanesi etwas südlich von Palermo. Der Ausbau war eher von ungewöhnlich kurzer Dauer. Nur acht Monate in gebrauchtem französischen Eichenholzfässern. Na, lass uns mal schauen wie sich so ein Power-Pinot im Detail präsentiert hat …

6.7.15

Happening Now Tasting 29: Señorío de Astobiza Astobiza Txakoli 2014, Txakoli de Álava



Wouldn't have thought to be such a resolute dry season'ist! It's been about a fortnight since last drop of wine. Can you believe that?! Well, I can't, ... anyway ... I guess temperatures well in the very upper thirties might have helped a bit with my uncanny determination. But I digress ... as always… today, I'd like to contiune with my exploration of hyper-autochthonous varietals. This time I am going for some rare stuff from Spain. Well, concerning this wine some might disagree, but that is another story! (At least) Today, Hondarribi Zuri and the Basque country are still in the very North of Spain. Hondarribi Zuri – I am rather glad not to have a videoblog cause I have no idea how to pronounce that – is actually The white grape variety of the Spanish Basque Country. It is cultivated on slightly more than 100 ha in the tiny Basque DO's of Txakoli de Álava, Getariako Txakolina and Bizkaiko Txakolin. My Hondarribi Zuri from 2014 comes from Txakoli de Álava. It was produced by the still relativly new, however already very well renowned Señorío de Astobiza winery in the town of Okondo, in the Jandiola area. Enough dryness for today! Still pretty hot and lazy out- and inside! Let's have the first sip ...

19.6.15

Happening Now Tasting 28: Weingut Graf Adelmann Urban trocken 2012, Württemberg



Guys, let me tell you something! As you all – well, probably – know! At the moment I am working off some hyper autochthonous and scarce grape varietal stuff. One, for a start, from each grand wine growing nation. So far I had this Prunelart fellow from Galliac in France and a Sardenian called Nieddera! Today, I'd like to taste a Teutone wine made from an at least equally hyper-autochthonous and rare grape varietal! And now to the telling part! It was quite an unexpected difficult task to detect a varietal which complys with my specific and of course super subjective requirements! Well, for instance there is Blauer Gänsfüßer from Pfalz region. Unfortunately this fellow is also still scarcely resident in Jura under the name Argant. So, not suitable! Another one, this time from Württemberg, could have been highly suitable. The name? Blauer Affenthaler! Unfortunately this stuff is close to impossible to buy. Just a few vines left. Pity! Wines from much better distributed varietals would have been Blauer Silvaner from Franken or Gelber Orleans from Pfalz / Rheingau or even a rather famous and super ancestral varietal called Heunisch. But these would have been kinda boring, far too well known and already rather well covered and most importantly probably far labour-intensive to procure for a lazy guy like me. So, I just popped over to my extended neighbourhood and grabbed a bottle of the even more scarce Urban or Blauer Urban. About a hundert years ago Urban was a pretty wide spread grape varietal in the South-West of Germany, in Northern Italy (probably its origin), in a very few areas of Austria and Hungary. Today, only two wine producers offer pure “monovarietal” wines made from Urban. One of these producers is the well renowned winery of Graf Adelmann in Württemberg region. Enough typing for today! Here we go, let me introduce you Urban ...


16.6.15

Dutton-Goldfield Winery Pinot Noir Dutton Ranch 2007, Russian River Valley



Bei meinem heutigen „Pinot weit weg“ dürfte sogar der nicht ganz so kosmopolitische Pinotfreund nicht der Gefahr erliegen ihn mit einem herkömmlichen - was auch immer das bedeuten mag – Oregonesen, oder wohl (!?) auch keinem Teutonen und schon sicher nicht mit eine Burgunder zu verwechseln. Jedes Molekühl des Dutton Ranch Pinot Noir 2007 von Dutton-Goldfield sprach mit einem ausgeprägten Sonoma Akzent mit leicht russischem Einschlag zu mir. Dazu aber gleich mehr!

Beim Dutton Ranch Pinot handelt es sich um einen vornehmlich von Djon Klonen geprägten Wein aus sechs Einzellagen des höhergelegenen und kühleren Green Valley's - stark vom Meer geprägtes nebliges Klima; vorherrschender feinsandige Tonboden mit Sandsteineinlagerungen namens Goldridge – und zwei wärmeren Lagen in Morelli Lane – bringt anscheinend eher zur Opulenz neigend Weine hervor - und Freestone - eher zu intensiven Würzigkeit neigend. Die Trauben aus den unterschiedlichen Lagen werden getrennt vergoren und im Schnitt zehn Monate in französischen Barriques ausgebaut. Das Alter und die Herkunft der verwendeten Fässer sind abhängig von der jeweiligen Einzellage und des jeweiligen Jahrgangs. Um die Trockenheit in diesem schon wieder zu langen Einführungstext nicht überreizen zu wollen möchte ich dem Detailinteresssierten hinsichtlich solcher Informationen die enorm informative Webseite von Dutton-Goldfield ans Herz legen. So, jetzt gibt’s aber Stoff …


6.6.15

Happening Now Tasting 27: Vini Contini Nieddera 2011, Valle del Tirso



Here we go! Today it is time for my second exploration of a hyper-autochthonous grape variety. Last time I presented Galliac’s rusty-raunchy delicacy Prunelart from Domaine Plageoles. This time I’d like to make a quick stroll to Sardinia’s Valle del Tirso to introduce you guys to the “little black one” or Nieddera. Nieddera, a varietal I haven’t heard about till recently, is almost exclusively cultivated in Province of Oristano on the sandy and slightly loamy banks of Sardinia’s longest river Tirso. Today Nieddera is cultivated on no more than approx. 110 ha. Its actual origin isn’t certain at all. Most ampelographic studies assume its origin in Phoenicia or Carthage. But enough of my profund history lesson! Today’s specimen from 2011 was produced by one of Sardinia’s larger producers Contini. Those "little black ones" were fully destemmed, fermented, pressed - obviously - and aged for appox. 12 months in barrique barrels. What do you say?! Let’s shut up and have a sip … hell I am excited!

31.5.15

Vinařství Kraus Rulandské Modré Roučí Mělincké 2004, Mělincké



Da sitze ich nun, zur inspirativen Gedankenlubrikation mit einem Glas recht nettem bayrischen Bodensee Pinot – ja, sowas gibt es wirklich, dazu aber später mehr - neben meiner linken Hand drappiert – und natürlich auch trinkend, und versuche vergeblich meinen unerschöpflichen Vorrat an Pinot Expertise anzuzapfen. Doch bei meinem heutigen „Pinot weit weg“ mag dieses lubrikierte Anzapfen leider nicht so ganz gelingen. Auch nicht weiter verwunderlich, da ich zum einen keinerlei Pinot-Erfahrung im Degustationsfeld Nordböhmen habe und zum anderen zeigen sich erhebliche Defizite meinerseits bei der Entzifferung des möglicherweise sehr informativen Rückenetiketts sowie den meisten internetgestützten Informationsquellen. Ich enttäusche mal wieder mit meiner Unfähigkeit auf ganzer Linie… ich weiß! Aber nicht weiter überraschend für den regelmäßigen Leser! Wenn ich schon keine – zumindest für mich verwertbaren - Informationen über den heutigen Rulandské Modré Roučí Mělincké 2004 von Vinařství Kraus aus Mĕlnik finden konnte, so habe ich immerhin wenige Spuren an Information über die Weinregion und das eigentliche Weingut einsammeln können. Mĕlnik, nicht zu verwechseln mit dem wahrscheinlich berühmteren bulgarischen Melnik oder dessen regionaler Rebsorte, ist eine Kreisstadt am Zusammenfluß von Elbe und Moldau ca. 40 km nördlich von Prag. Die meisten Weinberge liegen auf einer durchschnittlichen Höhe von 200 m über dem Meeresspiegel. Karge Kalksteinböden mit höheren Anteilen an sandigem Ton sind in der Gegend  um Mĕlnik vorherrschend. Das Weingut von Vilém Kraus, nebenbei erwähnt eines der namenhaftesten Weingüter in Nordböhmen, verfügt mittlerweile wieder über ca. 22 Hektar Anbaufläche. Auf dieser werden vornehmlich klassisch mitteleuropäische Rebsorten wie Riesling (Ryzlink rýnský), Traminer, Grauburgunder und Pinot Noir kultiviert. Weitere einstens zeitgenössische Klassiker wie Dornfelder lass ich mal lieber unerwähnt. Genug dem unverhohlenen Anführen meines Nichtwissen! Jetzt gibt's Pinot aus Tschechien ...
 

18.5.15

De Ponte Cellars Dundee Hills Pinot Noir 2010, Dundee Hills



Aufgrund vorzüglicher Verbindungen pinotphiler Art gen Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika, ist mir vor wenigen Tagen dank Dan und Chas von wineisseriousbussiness.com ein weiterer sehr erwähnenswerter oregonesischer Pinot Noir zu Teil geworden. Zwar nötigte mich das Wetter, eine sicherlich so nicht eingeplante und mehrheitlich pinotfeindliche Dreissiggradhitze, in die Tiefen meines kühlen Weinkellers, doch die äußeren Umstände konnten mich nicht ins „Schwitzen“ bringen. Die erwartete Qualität des Weines vielleicht doch ein wenig …! Genug dem Vorgeplänkel. Sechs Zeilen des gewohnten Geschwafels dürften ausreichend sein!



Mit meinem heutigen „Pinot weit weg“ begebe ich mich nach längerer Pause zurück in die Dundee Hills. Der Einstiegswein von De Ponte Cellars, einem von Scott und Rae Baldwin im Jahr 2001 mit wenigen Hektaren Dijon Klonen und Melon den Bourgogne - mittlerweile ist es ein wenig mehr - gegründeten Weingut, aus dem Jahr 2010 wurde auf für die Dundee Hills typischen Jory Böden kultiviert und für 12 Monate in 20 % neuem Holz ausgebaut. Direkt nach dem Einschenken (und ehrlich geschrieben auch schon davor, Dank der gelegentlichen Analysen der De Pont Weine von Dan und Chas) wurde mir klar, dass es sich bei diesem Wein um eine wirklich gelungene oregonesisch-burgundische Symbiose handelt. Diese Behauptung ist all zu weit hergeholt, da die Weinmacherin Isabelle Dutartre eine umtriebige Bourguignonne ist. Jetzt aber zum flüssigen Teil der Post ….

14.5.15

Happening Now Tasting 26: Domaine Plageoles Le Prunelart 2009, Gaillac




On the “Happening Now Tasting” posts ahead I plan to send my tongue on a voyage of discovery to wine-growing regions with hyper autochthonous and scarcely existing grape varietals. Today I'd like to start with a “test subject” from the South-West of France. In Galliac there is a variety named Prunelart. Prunelart is a small-berry and dark blue variety which is almost extinct. Until the phylloxera crisis Prunelart was one of the most widespread varietals in Galliac. Today only 10 to 12 hectares are still in cultivation in the entire Sud-Ouest. Prunelart shows distinct similarities to Malbec. Genetically (alongside Magdeleine Noire des Charentes the co parent of Malbec) as well as aromatically (I'll taste the possible resemblance soon). The main reason for Prunelart's imminent extiction - besides the effects of phylloxera - might be its capricious nature. Especially Plasmopara viticola and Botrytis cinerea are two of its unfortunate frequent visitors.

Today's “test object” was produced by Bernard Plageoles of Domaine des Tres Cantous (or just Domaine Plageoles). The densely cultivated vines (approx. 5000 vines per hectare) are growing on gravely loamy soils in Galliac region. After fermentation the „Le Prunelart“ 2009 was aged for 12 months in concrete tanks on its lees. Well, let's have a curious look …

30.4.15

Kendall-Jackson Pinot Noir Vintner's Reserve 2010, California



Heute stelle ich mich ausnahmsweise mal als ein williges und neugieriges Opfer von gekonntem, wenn auch nicht subtilen, Product Placement zu Verfügung. Über das vergangene Jahrzehnt konnte man allwöchentlich wahrnehmen, wenn man das nun wollte, dass in Chalie Harper's Malibu Beach House, neben dem guten alten Radeberger Bier, oft ganz halb-diskret Produkte der Firma Kendall-Jackson auf dem Küchetisch vorzufinden waren. Ich muss zugeben, noch nie zuvor von KJ je einen Wein probiert zu haben, da diese auf dem deutschen Markt nicht sonderlich gut distribuiert sind. Obwohl, wie an der Farbe zu erkennen war meist eher Califonia Chardonnay von Chalie's "herausgevordertem" Bruder Allen oder seinen Mikro-Lebensabschnitts-Genossinen konsumiert wurde, musste / durfte ich - man wird am Ende sehen wie sich meine Zufriedenheit äußern wird - zum wiederholten male ein Opfer meines "Pinot weit weg" Neugierismus werden und zu einem selbigen greifen. Daher gibt es heute Kendall-Jackson Vintner's Reserve Pinot Noir aus dem Jahr 2010! Lasst uns mal schauen ob es eher eine "Pflichtaufgabe" oder doch ein Vernügen war ...

23.4.15

Moser Family Cabernet Sauvignon Changyu Winery 2010, Ningxia



你们好 und ein zünftiges SERVUS der sich fortschreitend konzentrierenden Leserschaft dieses Weinblogs ;-)! Endlich geht es mal wieder um Wein der nicht alle Tage auf mitteleuropäischen Mittagstischen zu entdecken ist. Nun ja, letzteres dürfte sich doch auf mehrere vorgestellte Weine dieses Blog's beziehen. Aber genug der Faselei! 
 
Bei meinem heutigen Wein handelt es sich um einen chinesischen Österreicher oder einen österreichischen Chinesen oder einen Volksrepublikanischen Homo austriacus oder einfach nur um Cabernet Sauvignon aus der Provinz Ningxia der unter der Mitarbeit von Lenz Moser, einem nicht ganz unbekannten Weinhändler und Produzenten, in einem Chateau von China's traditionsreicher Changyu Winery entstanden ist. Gegründet wurde Changyu in Yantai schon vor mehr als 100 Jahren. Doch erst seit gut 20 Jahren im Zuge der Öffnung der chinesischen Wirtschaft expandiert das mittlerweile gigantische Unternehmen in die unterschiedlichsten Landesteile des Reichs der Mitte (aktueller Stand sechs Chateaus – was wörtlich zu nehmen ist - in unterschiedlichen Provinzen). Die Trauben für den Moser Family Cabernet Sauvignon 2010, den man getrost als einen Zweitwein des Hauses bezeichnen könnte, stammen aus der weinbezogen sehr aufstrebenden zentral-chinesischen Provinz Ningxia. Das eigentliche Weingut Changyu Moser XV wird nach der Ningxia Klassifikation (angeleht an die  1855er Klassifizierung), ja die gibt es seit dem Frühjahr 2014 wirklich, als eines von zehn 5th Growth Weingütern gelistet. Seit eingen Jahren werden auf ca. 75 Hektaren werden in einer Höhe von 1100 Metern über dem Meeresspiegel Cabernet Sauvignon und Merlot Trauben nach ECOCERT Richtlinien angebaut. Na dann lasst uns doch mal schauen wie er denn nun war ...


17.4.15

Happening Now Tasting 25: Līgatne Vīna Brūkleņu pussaldais vīns, Gauja Latvia



I am not quiet sure how to start this post. I better keep it short and let the tasting note speak for itself. Might be the best way to handle something like that! Just a few facts in advance: First – I never ever had something like that before in my life, which makes me a perfect expert to assess this indeed pretty special stuff; Second: I really don't know what to expect from this stuff, haven't encountered too many cowberry wines so far; Third: the berries for this "wine" from Līgatne Vīna were harvested in the area of the National Park of Gauja, mostly woods and swamps, in central Latvia, were fermented for approx. 12 months and the juice haven't been enriched at all; Fourth: What the hell ... let's see how this stuff is rocking ….

9.4.15

Beaux Frères Pinot Noir 1993, Willamette Valley




Eins vorab! Ich habe (leider) keine Ahnung wie das Jahr 1993 in Oregon hinsichtlich Wetter, Ernte und weiteres so gewesen sein mag … und ich bin, wie es der gelegentliche Leser verstehen mag, viel zu faul solche mühsamen Recherchen anzustrengen. Nur eins: es soll wohl nicht das aller beste Jahr gewesen sein ... Nun ja ... wichtiger ist was dem pinot-beflissenen Weinfreund bei seiner Grundausbildung hin zum Pinot-"Fanatiker" möglicherweise nicht entgangen sein mag. Sprich, die Kenntnis darüber, dass es sich bei einem dieser Beaux Frères (franz. für Schwäger), die dem Weingut den Namen verliehen haben, um eine nicht ganz unbekannte Persönlichkeiten des Weinkosmos handelt. Diese Persönlichkeit ist niemand geringeres als Robert M. Parker Jr. Seines Zeichen Weinpapst oder Ähnliches. Der andere, und mittlerweile auch nicht gerade unbekannte, beau-frère ist Michael Etzel. Zweiterer, also Michael Etzel, war es, der 1986 beschloss auf dem Grund einer ehemaligen Schweinefarm in Ribbon Ridge Weinreben anbauen zu wollen. Dazu benötigte er finanzielle Unterstützung, die er dank der Hilfe seines beau-frère aus Maryland erhielt. Die ersten Jahre verkaufte Etzel, der auch als Weinmacher fungiert, den Großteil seiner Ernten an namenhafte Nachbarn wie Ken Wright oder Dick Ponzi. Erst im Jahr 1991 begannen die Beaux Frères eigenen Wein im größeren Stil zu produzieren. Schon ab dem ersten Jahrgang zeichneten sich ihre Weine durch hohe Konzentration, durch viel Extraktion und durch lange Fasslagerung (im Schnitt 36 Monate) mit hohem Neuholzanteil aus. Eine Herangehensweise die mir in den meisten Fällen persönlich nicht sonderlich entgegenkommt. Da ich bis zu meinem heutigen „Pinot weit weg“ nur junge Weine von Beaux Frères verkosten konnte - die mir nicht sonderlich zusagten, habe ich mich um so mehr gefreut – gefreut im Sinne von pseudowissenschaftlichem Neugierigkeitswahn - einen sehr gereiften Beaux Frères Pinot Noir aus dem Jahr 1993 in die Hände zu bekommen. Na genug gefaselt, dann lasst uns doch mal gucken wie er so war dieser "Parker Pinot" …

23.3.15

Casal da Azenha Vinho de Mesa Branco 2008, Colares Lisboa



Looking at the photo and headline above some of you might think I really must be a wine molesting monster! I'd understand completely, if you think so! Honestly, how can I possibly dare to drink such a wine at a such virgin-like stage!? This stuff is supposed to be consume in 10, 20, 30 or whatever years ... Well I guess, I am appalled by my courage to publicly admit such a horrid sin! I am aware of the durability of grand old Antonio Bernardino Paulo da Silva wines. Having written all of that … Today I just don't care! I am highly happy with myself! Because this shit was like a metaphorical sip of the Atlantic Ocean! Intensely driven by stern, elaborate and salty (literal ones) mineral characteristics! More about that a little bit later ...

First, I'd like to introduce you to some wine related facts. This Casal da Azenha Vinho de Mesa Branco 2008 from nearly ninety year old Antonio Bernardino Paulo da Silva is a living evergreen'ish monument of Portuguese white wine. As far as I know this one is a blend made from autochthonous grape varietals like Arinto, Bical as well as Malvasia (plus a few minor shares)! The origin of this very old style blend is Colares Region directly situated on the Atlantic Ocean just west of Lisbon. The ungrafted vines are cultivated on sandy vineyards with substantial layers of lime, chalk and basalt. The aging took place in large mahogany barrels for at very least three years. Well, after all this 2008 is the current edition. Let's have a sip ...


18.3.15

Domaine de la Côte Santa Rita Hills Pinot Noir 2012, Santa Rita



Das ich in diesem Blog nicht ständig und unablässig dem Oregon-Pinot-Trail folge, habe ich mich letztens dazu hinreißen lassen, mir bei einem semi-lokalen Weinhändler einen durchaus berüchtigt-speziellen, wenn nicht sogar interessant-hervorstechenden, Pinot Noir aus Oregon's südlichen Nachbarstaat, der eine oder andere geographie-bewanderte Leser dürfte wissen welchen nicht ganz unbedeutenden Wein-Bundesstaat ich meine, kaufen zu "müssen". Meine spezielle Wahl viel auf einen Pinot Noir eines Weingutes aus den vom Meer und Nebel gekühlten Santa Rita Hills an der Central Coast. Sonderlich lange besteht dieses besagte, und noch gar nicht genannte, Weingut nicht. Erst im Jahr 2007 begannen der Weinmacher Sashi Moorman und der Sommelier Rajat Parr, sowie einige Geschäftspartnern, mit dem Aufbau eines neuen Pinot-Projekts mit dem klangvollen und vielleicht auch etwas sehr programmatisch gewollten Namen: Domaine de la Côte! Aus ca. 16 ha sehr eng bestockten von Silex dominierten Weinbergen, welche früher zu Evening Land Vineyards gehörten, erzeugt das Team des Weingutes aus „selection massale californique“ Reben gerade mal drei unterschiedliche Pinots. Dabei handelt es sich um zwei Einzellagenweine namens Bloom's Field und La Côte, sowie meinen heutigen Appellations-„Pinot weit weg“: St. Rita Hills Pinot Noir 2012. Dieser wurde aus Traubengut von sechs unterschiedlichen Weinlagen der westlichen Santa Rita Hills erzeugt. Wichtig zu wissen ist, dass alle Weine von Sashi Moorman auf erstaunlichste Weise arm an Alkohol sind – mein heutiger hatte 12,5 %, dass bis auf den St. Rita Hills die Weine mit 100% Ganztraubenvergärung erzeugt werden – der St. Rita Hills wird mit ca. 50% ganzen Trauben vergorenen – und des weiteren sei anzumerken, dass alle Weine für ca. 20 Monate in gebrauchten Barriques ausgebaut werden. Jetzt aber genug der trockenen Verkündigungen und überlangen falsch gestellten Satzkonstruktionen. Lasst uns schaun wie er den nun war …