Vernünftige Menschen, zu denen ich
leider nicht gehöre, dürften sich bei der folgenden Post fragen
warum um Himmels Willen jemand aus einem so reichhaltigen und voll
mit Überraschungspotential aufgeladenem Weinland wie Griechenland
ausgerechnet einen Pinot Noir öffentlich trinken muss!? Tja, was
soll ich sagen? Ich kann wohl nicht aus meiner
explorationsgetriebenen Haut raus, nehme ich an!? Einer „muss“ es
einfach wagen um die angestrebte nicht ansatzweise gesamtabdeckenden
„Pinot weit weg“ Dokumentation zu erlangen. Wie dem auch sein ...
Mein heutiger „Pinot weit weg“ stammt aus dem griechischen Teil
Makedoniens im Norden des Landes. Um genauer zu sein im
nordwestlichen Makedoniens in der Weinregion Amyntheon (Florina). Auf
der Höhe zwischen 620 bis 710 m über dem Meeresspiegel hat das
Weingut Alpha Estate vor einigen Jahren tatsächlich damit begonnen
Pinot Noir Klone anzupflanzen. International bekannt wurde das 1997
von dem erfahrenen Winzer Makis Mavridis und dem Önologen Angelos
Iatridis gegründete Weingut für seine modern anmutenden Weine aus
der regionalen Rebsorte Xinomavro und ihrem je nach Jahrgang etwas
anders zusammengesetzten Spitzencuvée Alpha One. Doch auch den Pinot
Noir gibt es mittlerweile seit einigen Jahrgängen. Nach der Ernte
wurden die Pinot Noir entrappt und ohne angequetscht zu werden einer
Kaltmazeration unterzogen. Nach der Fermentation wurde der Wein für
ca. 12 Monate in Allier Barrique Fässern ausgebaut um anschließend
in gewaltig schweren Flaschen abgefüllt zu werden.
