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1.1.25

Happy New Year! Ninfa Platinum Brut Nature Reserva 2017 & Friends, Tejo

 


A Happy New year to everybody out there … with a to its dry bones reduced and rather yeast shy Pinot Noir Fizz from calcerous shores of Tejo River not all too far from Lisboa. With some air its really reserved character of chilled red fruits, very mild cinnamon buns, fresh and slightly unripe nuts and delicate yeasts opend up a bit. Just a bit! After another while the near by Atlantic ocean chose to say Hi with a whispering salty and slightly fish-saucy voice - a very delicate whiff of fish sauce of course. Probably a fizz for more calmer occasions I suppose. Not bad at all! I actually liked it quite a bit! Just a bit too lean and too quite! Most certainly pretty much the opposite of the much more well known fellow to the left ... which was definitely more suitable! Anyway … Happy New Year!!!

1.1.21

Happy New Year! Ninfa Espumante Blanc de Noirs Brut Nature Reserva 2014, Tejo


Happy New Year Everybody!!!

There could be worse ways to end a certainly rather "intereresting" year full of fresh air, zero travelling, far too much hiking in the wilderness, homecooking and probably far too much wine ... I assume! Hopefully the year ahead will be a bit less "interesting"! I think the fresh air can stay! That is probably quite healthy! Same for the wine ... of course not really healthy! The dizzy hiking and home cooking!? I don't konw: probably dispensable! Perhaps overall a bit more "pedestrian" wouldn't be too bad at all ...  Anyway, "interesting" or "pedestrian": there will be one constant value in my palatal universe: Pinot Noir, of course! This time a suprisingly crisp and resolutly lean Pinot Noir Fizz from Alto Alentejo in the backyard of Portugals capital Lisboa! Its colour showed youthful pale reflexes with a hint of shiny straw yellow. The mousse was lively, vibrant and certainly resolute. In a quite convincing manner. The Ninfa Espumante's nose seemed quite reluctant to pamper my olafactory senses at first. It took quite a while to show its whole bounty of relatively restraint fragrances which reminded me of red ripe apples, woodruff, yellow grapefruit, yarrow and pink roses. The palate was much more talkative - as already mentioned - right from the beginning. The apples very juicy and snappy sour, the grapefruit rather citric and the woodruff luckily not all too voluptuous. In the first hours I've certainly missed some Danish influence .... This shortcoming eased after some, or a bit more than just some, hours. Then it's body showed the right portion of fat on it's rips. Some marzipan pastry, brioche ... no, better some Pasteis de Belem ex all too much vanilla ... and a quite convincing mouth-feel provided this astounding Pinot Noir fizz the right kick! Definitely a quite convincing and overall very decent ***** start of 2021! More of this will be most welcome throughout the coming 365 days.

8.6.19

Und ein weiterer wilder Mix von "Pinots weit ... naja, oder auch nicht ganz so weit ... weg"

 
Nach mittlerweile gewohnt langwierig anhaltender Schreibabstinez, soll es heute meiner Zunge mal wieder gestattet sein, den einen oder anderen Ausflug, in mehr oder weniger weite Pinot Länder, zu unternehmen. Dieses mal geht es als erstes nach Portugal – naja, wahrscheinlich nicht so sehr für seine wenigen, aber dennoch erwähnenswerten, Pinots berühmt! Danach nach Italien – und das weder nach Südtirol noch ins Trentino. Dann Polen – Jaa, welches sicherlich noch viel weniger durch international pinotisierende Berühmtheit glänzt. Weiter ab nach Argentinien – auch nicht so ganz das Pinot'dorado, wenn ich das mal so schreiben darf! Dann gehn Norden steuernd nach Oregon – immerhin mal was eher Herkömmliches und nicht ganz so Pinotxotisches! Und zu guter Letzt geht es zu einer mehrheitlich pinotträchtigen Unbekannten - ins nachbarschaftliche Luxemburg!


Cortes de Cima Pinot Noir 2014, Alentejano



Beginnen möchte ich mit Portugal! Wie schon erwähnt sicherlich kein sonderlich pinot-zentriertes Weinbauland. So langsam dürfte ich von jedem Pinot Portugals ein oder zwei Schluck probiert haben. Naja, fast möchte ich annehmen. Wie dem auch sei! Um dem Ganzen die außergewöhnliche Krone aufzusetzen geht es auch noch in die Region Alentejano. Einem der berüchtigten Wein-Glutöfen Portugals! Doch nicht ganz! In Alentejano gibt es überschaubar viele Weingärten, die weit ab vom Kerngebiet an der kühlenden Atlantikküste angelegt wurden. Seit 2008 kultiviert das nicht ganz unbekannte Weingut Cortes de Cima in der Nähe von Vila Nova de Milfontes Rebsorten, die im heißen Kerngebiet von Alentejano wohl kaum eine Chance hätten. Darunter auch mein erster Pinot Noir!


Farblich zeigte sich der Cortes de Cima Pinot 2014 sehr mustergültig. Enorm transparent und sehr dem optimalen Rubinrot entgegen strebend. Den etwas ungewöhnlich breit angelegten Wasserrand sollte ich wohl nicht unterschlagen. In der Nase zeigte er viel Rauch, der sich mit der Zeit glücklicherweise ins nasale Gesamtbild ein- und unterordnete. Weiter zeigten sich reichlich saftige Schwarzkirschen, etwas Zartbitterschokolade, Zimt und interessanterweise auch Etwas, dass mich an Rosenwasser erinnerte - glücklicherweise aber nicht all zu kräftig und schon gar nicht kitschig-penetrant wie auf so mancher Oma-Toilette. Nun gut, weiter im Text. Darüber hinaus zeigte sich auch viel Jod - was wiederum aufgrund seiner Herkunft nicht sonderlich überraschend war, etwas Minze und im Falle Pinots eine überraschende Prägung von schwarzer Oliven. Am Gaumen zeigten sich ähnliche Attribute, wobei hier das Jod mit reichlich Meersalz ergänzt wurde und noch wesentlich kraftvoller auftrat. Auch die letztgenannten Oliven waren am Gaumen etwas intensiver. Sonst zeigten sich ein stürmischer Hauch an recht staubiger Erde und nach einigen Stunden Aromen, die an Orangenschale und hie und da die eine oder andere Pflaume erinnerten. Von seiner Struktur her, zeigte sich der Cortes de Cima angenehm feingliedrig und irgendwie auch ein wenig leichtfüßig, sowie beschwingt. Warum "irgendwie"? Nun ja. Diese Aussagen mögen auch ein wenig durch perspektivisches Kopfkino bedingt sein, denn das momentan vorhandene zünftig-scharffkantige Tannin, lässt sicherlich nicht geradewegs auf solche luftig-galanten Eigenschaften schließen. Insgesamt ein durchaus anständiger**** Pinot Noir, den man sogar mit gewisser Phantasiefähigkeit als ein solchen erschmecken könnte. 


Tenuta Mazzolino Pinot Nero 2013, Oltrepò Pavese




Aus der Lombardei konnte ich einen jungen Klassiker zuletzt trinken. Die Tenuta Mazzolino aus Oltrepò Pavese ist zwar wesentlich bekannter für ihre Spumante – was ja nicht weiter verwunderlich ist – und ihren holzwürzigen-kräftigen Chardonnay. Der Pinot Nero 2013 zeigte Reflexe von Rubin, im Kern doch noch etwas dunkler und am Rand schon ganz leicht ins ziegelfarbenengehende verfärbend. Im Vergleich zu allen anderen Pinots war er wohl der dunkelste und schleierhafteste Vertreter. In der Nase präsentierte er sich sehr duftig und expressiv. Granatapfel, Pilze, getrocknetes Laub, lehmige Erde in Hülle und Fülle, Jod, Eisen und leicht dörrig-rosinige Noten standen im Vordergrund. Am ersten Tag waren auch die Röstaromen vom 30% neuen französischen Holz recht deutlich zu erriechen. Am zweiten Tag konnte sich die Substanz des Weines durchsetzen und das Holz dort hin verweisen, wo es hingehört. In den Hintergrund! Am Gaumen zeigten sich neben dem Granatapfel Aromen von Hagebutte und reifen Himbeeren. Dazu die schon erwähnten Pilze, das Laub, gar nicht so wenig Kaffee, Thymian lastige Würze, etwas Blut, Jod und Eisen und ebenfalls recht viel Röstaromen. Dass erwartbar kräftige und recht krude Tannin gepaart mit einer für 2013 typisch zünftigen Säure konnte so erwartet werden. Am zweiten Tag war alles, wie auch das Holz, nicht mehr so wild und ungestüm, wie direkt nach dem Öffnen. Seine kräftige Erdigkeit präsentierte sich am Gaumen weniger schlammig und von Anbeginn dem Gesamtbild eher unterordnend. Insgesamt ein rustikal-robuster, erdiger und kraftvoller Rough-Neck Pinot Noir, der mich zeitweise an ein Morey-St-Denis Village aus einem warmen Jahrgang erinnerte. Ich würde ihm noch einige Jahre Flaschenruhe geben. Momentan, trotz aller zupackenden Rustikalität, ein sicherlich durchweg anständiger**** Pinot Nero aus der südlichen von Herbstgefühlen geprägten Lombardei … doch angemerkt sei, für Freunde von sehr fruchtlastigen und samtigen Pinots welche zudemauch noch reich an ärmlicher Struktur sind, wird ein solcher Pinot nie wirklich viel Freude entfachen.


Adoria Vineyards Pinot Noir 2016, Zachowice



Vorab erwähnt sollte ich wohl zugeben, dass dieser Adoria Vineyards Pinot Noir 2016 aus Zachowice - die wohl traditionsreichste Weinbauregion Polens, erst mein zweiter polnischer Pinot überhaupt war. Der erste war halt eben der erste, dieser sollte - nein muss - keine weitere öffentliche Erwähnung finden! So überaus begeisternd war dieser! Solche eine verdrießliche Anspielung muss ich bei meinem zweiten polnischen Pinot, also dem heutigen, nicht bemühen. Der Adoria Pinot Noir 2016 zeigte sich in meinem Glas sehr transparent, mit ganz leichtem Schleier und einer Tönung die mehr ins Granat als ins Rubin ging. Die Nase wirkte auf mich zunächst sehr vom Rauch geprägt. Darüber hinaus zeigten sich sehr kräftige Düfte die mich an rote Johannisbeeren, leicht diffus wirkende kühle grüne Würze, Shitake-Pilze und leider ein wenig zu viel Karamell erinnerten. Nach einigen Stunden intergrierte sich das Karamell ein wenig. Dazu gesellten sich auch auch schüchtern wirkendes feuchtes Moos und eine gewisse Salzigkeit (ja ja, ich weiß: Salz riecht nicht ... was soll's). Am Gaumen fiel mir zu aller erst die überaus intensive und heftigst-knackige Säure auf. Nichts für schwache Mägen! Mir hat sie sehr gefallen, aber auch ein klein wenig zu Schaffen gemacht. Sonst zeigten sich zur Nase ziemlich deckungsgleiche Attribute. Die roten Johannisbeeren waren kühl und präzise. Die Würze ebenfalls ein wenig diffus. Das Karamell zeigte sich glücklicherweise eindeutig schwächer. Dafür schlich sich ein mir etwas zu aufgesetzter Vanilleton ins Gesamtbild. Matschige Erdigkeit und ein kräftiges Stückchen Eisen trugen ihr rustikales Bißchen zum Ganzen bei. Insgesamt wirkte der polnische Pinot am Gaumen wesentlich kommunikationsfreudiger als es die Nase zunächst ankündigte. Gefallen hat er mir, wenn auch weniger aufgrund seiner unterentwickelten Charmeur-Qualitäten oder seiner eher bäuerlichen Eleganz. Er präsentierte sich eben als ein kerniges und rustikales Mitglied der Pinot Familie. Ohne weiteres ein sicherlich noch anständiges**** Pinoterlebnis.


Bodegas Chacra Sin Azufre Pinot Noir 2016, Patagonia




Wenn die Rede von Pinot Noir aus Patagonien ist, kommt man an Bodegas Chacra der Familie Incisa della Rocchetta kaum vorbei. Seit Jahren produzieren sie wohl die bemerkenswertesten Pinots aus der Region Neuquén im nördlichen Teil Patagoniens. Der Sin Azufre - der Name ist hier Programm, also kein Schwefel - ist das jüngste Mitglied der Pinot Familie von Chacra. Für argentinische Pinots, auch die anderen Gewächse von Chacra, kommt der Sin Azufre 2016 enorm transparent und orange-rubinrot daher. In der Nase zeigten sich energiegeladene Erdbeeren. Auch sehr würzige von vermeintlichem Feuerstein - die Reben sind auf eisenhaltigen Lehmböden kultiviert worden, geprägte Attribute stechen hervor. Im würzigen Zentrum tummeln sich Aromen die mich an Melisse und schüchterne Minze erinnern. Neigungen die an das Erbrochene von Erzgebiergsziegen erinnern - eine bei mir nicht ganz so selten vorkommende Assoziation bei Natural Wines - schucht man bei dem Sin Azufre glücklicherweise vergebens! Diese nicht vorhandene Wahrnehmung kommt ebenfalls am Gaumen zum tragen. Rein aromatisch ist die Erdigkeit etwas ausgeprägter und die eine oder andere geröstete Kaffeebohne lässt sich auch entdecken. Der restliche Eindruck ist sonst ziemlich deckungsgleich mit der Nase. Die kühle Charakteristik, beträchtliche Spannung und seine Leichtigkeit, die der Natural-Argentinier ausstrahlt, sind überzeugend und animierend. Die Säure zwar auch, doch ist sie momentan noch etwas sehr nervös und jugendlich widerborstig. Ein wenig sollte sich das in den nächsten Jahren noch legen. Für mich gehört der Sin Azufre zu den spannenderen und erinnerungswürdigeren Pinots aus dem Hause Chacra. Sicherlich ein anständiger****, wenn nicht sogar in einiger Zeit sehr anständiger***** Pinot mit viel Frische und wenigen naturalen Schattenseiten - was überhaupt und keinensfalls nicht heißen soll, dass Natural Wines generell von Schatten geplagt sind, doch wie jeder weiß, gibt es leider sehr sehr viele sehr zweifelhafte Weine in dieser nicht weiter klar definierten Produktionskategorie/-philosophie ....


Winderlea Vineyards and Winery Dundee Hills Vineyard Pinot Noir 2014, Dundee Hills




Der Winderlea Dundee Hills Vineyards Pinot Noir 2014 zeigte sich am ersten Tag nicht von seiner besten Seite. Am zweiten Tag präsentierte er um so mehr freudeerzeugende Oregon-Funk-lastige herkunftstypische Eigenschaften die mich versöhnen konnten. Farblich blieb er über die zwei Verkostungstage natürlich unverändert. Sehr transparent, eher etwas dunkler und mit einer recht knallig-leuchtenden Farbe ausgestattet. Was die Nase betrifft war er am ersten Tag sehr sehr zurückhaltend. Abgesehen von Laub, Pilzen, ganz schüchtern wirkende dunkle Kirschen - dafür aber etwas verwirrende grüne Banane, war der Wein zunächst sehr stark vom Holz geprägt. Ähnliches spielte sich auch am Gaumen ab. Hier zwar mit etwas mehr Frucht, mehr dunkelbeerig als kirschig, und leider mit erstaunlich softem Tannin und magenfreundlicher Säure „verwöhnt“. Glücklicherweise entwickelte sich der Dundee Hills Pinot Noir  über Nacht in eine wesentlich ansprechendere Richtung. In der Nase wesentlich mehr Expression von dunklen Kirschen, etwas Cassis, viel Laub, wild(-schweinisch)em Wacholder und Thymian, auch etwas Pfeffer und feinen getrockneten Pilzen. Auch am Gaumen in ähnlicherer Richtung verwandelt. Das Holz war ebenfalls ein wenig stärker aus dem Fokus gerückt. Am zweiten Tag insgesamt ein harmoniegeprägter, saft-und kraftbetonter Dundee Hills Pinot mit durchaus richtig anständigen**** Qualitäten. Versöhnen konnte er mich am zweiten Tag. Begeistern eher weniger ...


Domaine Henri Ruppert Pinot Noir Barrique 2015, Coteaux de Schengen




Der zweifelsohne naheste aller heutigen „Pinots weit weg“ - genauer, nur ein beachtlichen Steinwurf über die Mosel bei Schengen weg, ist der Pinot Noir Barrique 2015 der Domaine Henri Ruppert. Für mit der Region Vertraute: Das Raumschiff links neben der Autobahnbrücke! Dieser ziemlich dunkle und etwas trübe wirkende Pinot kam in den ersten Stunden relativ teutonisch anmutend um die Ecke. Mit viel Holz, viel Rauchspeck und samtiger Fruchtigkeit forderte er meine Zunge heraus. Eine Neigung zur süßlichen Zuckrigkeit fehlte ihm glücklicherweise schon von Beginn an. Wie dem auch sei! Nach ca. sechs Stunden und am Folgetag legte sich die schreinerphile Neigung beträchtlich und das rauchige Fleisch verschwand komplett! Jetzt zeigte sich viel saftig Pflaume, feine und durchaus passende Würze, leicht matschige Erdigkeit, angenehmer Rauch und ganz guter Druck. Das präsente, aber nicht weiter sonderlich harte Tannin und die lebendige Säure konnten micht durchaus überzeugen. Von eigentlicher Komplexität konnte beim Pinot Noir Barrique kaum die Rede sein. Von solider und gradliniger Qualität mit nun eher französischem Einschlag ganz sicher. Mit genügend Belüftung ein durchaus anständiges**** Pinotvergnügen!

15.11.17

Leichte Weisslichkeiten aus Lusitanien



Über die letzten Wochen habe ich einige zur Leichtigkeit neigende weisse Portugiesen verkostet ... und natürlich getrunken. Folgend nun eine kleine und für meine Verhältnisse ungewohnt kurze (glücklicherweise) Zusammenfassung ... 

22.5.17

Quinta de Sant'Ana Pinot Noir 2014, Lisboa



With today's post my absolutely non-disturbing Pinot-dependency is getting more and more obvious! I really must be totally Pinot-driven! Well, to most of you this won't be real news. Anyway, but who on earth is drinking Pinot Noir from a wine country with such a rich and diverse bounty of grape varietals like Portugal??? This, or something like this, must have been on the mind of the clerk in a rather well known wine shop in Lisbon a couple of weeks ago when I explicitly asked for all Portugese Pinot Noirs they have. Perhaps he even had something a bit more "graphic" on his mind. Well, I surely would have deserved such thoughts. Ok, let's stop this Pinot-induced-paranoia and conclude with another filling anyway … Today's Pinot Noir is my third from Portugal in total. The first one was the remarkable Casal Sta. Maria Pinot Noir 2011 a bit north-west of Lisbon. And there was Niepoort's slightly tricky Projectos Pinot Noir 2011 from Douro region. Today, I am back in Lisboa. Round about 30 minutes north of the Portugese capital the Quinta da Sant'Ana produces an assessable range of wines made from quasi locals like Verdelho, Alvarinho or Touriga Nacional as well as "aliens" like Merlot, Pinot Noir and Riesling since the year 2004. The grapes for my Pinot Noir were culitvated on steep slopy calcareous-clay soils in a quite cool hill region just about 12km from the Atlantic Ocean. The grapes were hand-picked, partly crushed by traditional foot treading in Lagares and macerated before allowing natural yeasts to begin the fermentation in stainless steel tanks. The subsequent one year ageing took place in used French barriques. And here we go. Pinot No. 3 from Portugal ...

29.12.16

Casal Sta. Maria Pinot Noir 2011, Lisboa



Ich bin schwer der Annahme verfallen, dass die wenigsten von uns, sofern wir es überhaupt soweit schaffen sollten, nicht die Absicht hegen mit 96 Jahren ein Weingut gründen zu wollen bzw. ein Weingut aus dem Dornröschenschlaf erwecken zu wollen. So, oder in etwa so, hat es sich im Jahr 2006 zugetragen, als Baron Bodo von Bruemmer die Adega Casal Santa Maria gründete. Von Bruemmer ist 1911 als Nachfahre deutscher Aristokraten im russischen Zarenreich zur Welt gekommen, nach der Oktoberrevolution in Deutschland und vornehmlich der Schweiz aufgewachsen und aus gesundheitlichen Gründen in den 1960er Jahren in die westlich von Lissabon gelegenen Region Colares übergesiedelt. Dort angekommen fing er zunächst an Araberpferde zu züchten. Mit großem Erfolg! Nach einer schweren (und gut überstandenen) Operation im Jahr 2006 entschloss er sich, bzw. erpendelte er sich (so wird es zumindest kolportiert), ins produzierende Wein-Business einzusteigen. Seitdem produziert er unter Mithilfe seinen Winemakers António Figueiredo aus drei kleinen Weingärten in der vom kühlenden Atlantikklima geprägten Region Colares Weine aus Ramisco, Malvasia, Arinto, Chardonnay … und natürlich Pinot Noir! Vor eingen Wochen ist von Bruemmer 105jährig von uns gegangen. Anlass genug ihm zu Ehren meinen ersten portugiesischen Pinot Noir überhaupt zu verkosten. 

20.9.15

Happening Now Tasting 32: António Bernardino Paulo da Silva Cazal da Azenha Tinto 2006, Colares




My tongue's voyage to explore wine-growing regions with hyper autochthonous and scarcely existing grape varietals is about to come to an end. The origins of my final wine are the sandy dunes of Sintra in Colares region north-west of Lisbon. The home to the legendary and nowadays super scare Ramisco grape! Only a very few hectares of those sinkholed pre-phylloxera vines are left in Colares. Why sinkholed, and why where those vines able to survive? Well, sinkholed because all vines in this region of the Extremadura need protection from the salty winds which are constantly „crashing“ in from the neighboring Atlantic. And survived? Jus because of the sandy soils and cliff'y terrain on Sintra's coast which prevented the phylloxera bug from spreading. So, let's recap: Today I will have wine from very old vines, which was produced by António Bernardino Paulo da Silva, a respectfully well aged vintner, which is "ultimately" - at least at the moment - a downright infant! The frequent absorbers of my blog might be aware of such ill guided practices in case of António Bernardino Paulo da Silva wines. So, let’s have a first sip of toady’s “Happening Now Tasting” wine:

23.3.15

Casal da Azenha Vinho de Mesa Branco 2008, Colares Lisboa



Looking at the photo and headline above some of you might think I really must be a wine molesting monster! I'd understand completely, if you think so! Honestly, how can I possibly dare to drink such a wine at a such virgin-like stage!? This stuff is supposed to be consume in 10, 20, 30 or whatever years ... Well I guess, I am appalled by my courage to publicly admit such a horrid sin! I am aware of the durability of grand old Antonio Bernardino Paulo da Silva wines. Having written all of that … Today I just don't care! I am highly happy with myself! Because this shit was like a metaphorical sip of the Atlantic Ocean! Intensely driven by stern, elaborate and salty (literal ones) mineral characteristics! More about that a little bit later ...

First, I'd like to introduce you to some wine related facts. This Casal da Azenha Vinho de Mesa Branco 2008 from nearly ninety year old Antonio Bernardino Paulo da Silva is a living evergreen'ish monument of Portuguese white wine. As far as I know this one is a blend made from autochthonous grape varietals like Arinto, Bical as well as Malvasia (plus a few minor shares)! The origin of this very old style blend is Colares Region directly situated on the Atlantic Ocean just west of Lisbon. The ungrafted vines are cultivated on sandy vineyards with substantial layers of lime, chalk and basalt. The aging took place in large mahogany barrels for at very least three years. Well, after all this 2008 is the current edition. Let's have a sip ...


12.9.14

Avidan Winery Fringe Pinot Noir 2009, Jerusalem Hills



Nicht mein erster Pinot Noir aus Israel, doch mein erster Pinot Noir aus einem Kibbutz! Und mein erster Wein aus den Jerusalem Hills überhaupt! Diese Selbstauskunft mag dem Leser gleich einmal vermitteln, dass ich offensichtlich über recht wenig verlässliche Pinot Erfahrung aus diesem Teil der Weinwelt verfüge. Immerhin ist mein heutiger Fringe Pinot Noir 2009 der Avidan Winery schon mein vierter israelischer Pinot. Leider erst der zweite, der an dieser Stelle im Onlinekosmos Erwähnung findet. Die beiden anderen wurde es wegen fotoloser Dämlichkeit meinerseits verwehrt hier erwähnt zu werden. Nun aber genug der über-kokettierenden Selbstanklage! 

Mein heutiger Wein stammt, wie schon erwähnt, aus einem Kibbutz. Genauer formuliert aus der Hand von Shlomo und Tzina Avidan im Kibbutz Eyal östlich von Netanya in zentralen Sharon Region. Das eigentlich Traubengut für den Fringe Pinot Noir stammt aus den etwas südlicher gelegenen Jerusalem Hills. Seit dem Jahr 2000 produzieren Shlomo Avidan, einst unter anderem auch Weinmacher bei Israels berühmtesten Weingut Margalit, und seine Ehefrau Tzina ihren eigenen Wein. Die ersten vier Jahre in den eher beschränkten Verhältnissen einer Garage und seit 2004 innerhalb des Kibbutz Eyal mit einer etwas größeren Produktionsmenge von 20000 bis 30000 Flaschen Wein pro Jahr. Die Aushängeschilder des Weinguts sind zweifellos ihre roten Cuvées und insbesondere ihr Shiraz Reserve. Mein Pinot Noir von Avidan wird erst sein 2008 in nur sehr kleinen Mengen auf die Flasche gebracht und erfreut sich noch nicht der Berühmtheit wie seine roten Brüder und Schwestern. Mal schau' wie er sich geschlagen hat ...


25.2.14

Portugal's Plenty Primeira Parte



As you guys already know in recent weeks (or months, actually) I made a couple of palatal journeys to Switzerland. At least one pending part ahead, I'd like to start another palatal trip. This one will bring me to Portugal's Plenty. Today I'd like to start this personal voyage to the Lusitanian wine bounty with vinhos from the two most well know viticulture regions: Dao and Douro. For starters there was the equally famous and very reasonable Tinto from Quinta das Maisas 2008 and the well distributed Casa de Santar Reserva 2003. From Douro a little bit more north I spent a little while with the still very juvenile Terra a Terra Reserva Tinto 2009 and the Teutonically implulsed Campo Ardosa 2003 from Quinta da Carvalhosa. Let's take a peek ...

7.1.14

Happening Now Tasting 9: Jose Maria Da Fonseca Terras Altas Garrafeira Tinto 1992, Dao





Like the frequent reader of this blog might have already realized – the author is lazy. Some lazy snobby wine-bastard! So, no real surprise that I have no detailed research outcome at hand. Several reasons: Reason No. 1: José Maria da Fonseca is a humongously large and super well known wine producer with domains all over Portugal -> so, no need for an introduction! Reason No. 2: I assume Dão is a prominent name for all interested readers. The others won't come far enough to read this very sentence - I guess! I think, I can permit myself to anticipate: Those dropouts miss something!!! Reason No. 3.: Due to my overall wine oriented incompetence I simply could not find a lot input about this very well know wine! Well, in my defense … apparently, since 1996 there is a substantial difference compared to today's Terras Altas wines from J.M.d.F. So, not that easy to proper info. The only knowledge I can drop is: grown on slate soil and red blend of the autochtonous grape varieties: Jaen, Alfrocheiro Preto, Cabernet Sauvignon (obviously no auto') and Touriga Nacional. Anyway, at least not so much reading today! I hope I can keep up this conciseness in the future ;-)



31.10.13

Happening Now Tasting 7: Sociedade Agrícola do Carneiro Pactus Touriga Nacional 2008, Regional Lisboa




Hi there fellows! Once again it is time for some “Happening Now Tasting” material! This time I'd like to enter the realm of the grand variety Touriga Nacional. No doubt there are magnificent dry products from Douro, Dao and all the others. Today however, it is capital - and surroundings - time. Until 2009 all wines from this large and not so well received region were mostly named after the historical central province Extremadura. Nowadays there are a few VRs surrounding the capital city. More precisely today's wine comes from the Lisboa VR. It is a 100% short term fermented and aged (8 to 10 days resp. approx. 6 months) Touriga Nacional from approx. twelve year young vines. The vines were cultivated on clayey-calcareous soils of Quinta do Carneiro in Alenquer about 50 km north of Lisbon. Let's check it out … if it is going to make my Halloween Night!?!

6.8.13

Sociedade Agricola do Vale de Joana Grou 2005, Alentejano




It's been a while since my last publicly drunk Portugese red blend. For today’s wine I made a little imagined detour to Alentejano in sweltering hot centre of Portugal. The Grou 2005 wine is a red blend made from the autochthonous grape varietals Aragonez (Tempranillo), Alicante Bouschet, Touriga Nacional and Trincadeira. It was produced by a local cooperative in Cabecao and aged in French oak for a couple of months. What else is important to know? Enormously heavy bottle, pretty heavy wine and plenty of solid matter within. Let’s check this heavy fellow out …

30.12.12

Quinta Nova Grainha 2008, Douro





Heute gibt es bei mir ausnahmsweise mal einen passenden Wein zur entsprechenden Jahreszeit. Wobei, dieses Jahr scheint der ausklingende Dezember gar nicht so kalt zu sein, daher ist es mit der beabsichtigten Passgenauigkeit doch nicht so weit her … Aber was soll’s! Er wurde geöffnet und musste einfach weg ;-). Na ja, wenn alles, dass weg muss sich so präsentieren würde hätte ich keine Probleme eine Restweinverwertungstelle zu eröffnen ;-)! Aber Spaß bei Seite! Der Grainha 2008 von der Quinta Nova, einem Weingut das es meiner Meinung versteht anspruchsvolle, vielleicht etwas modernistische und sehr zugängliche Weine zu produzieren, ist ein Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roiz, Tinta Barocca und Touriga Franca.

31.10.12

Lusitanian Fizz: Quinta das Bágeiras Bruto Natural Rosé 2010, Bairrada

Quinta das Bágeiras is situated in the mostly misjudged viticulture area of Bairrada. It was established in the early 1990s by winemaker Màrio Sérgio Alves Nuno. Besides his traditional and impressing still wines this Quinta acquired a certain reputation for its espumantes. My recently tasted sparkling was made of Baga (is the typical Bairrada grape varietal which produces pretty tannic wines with proper acidity) and produced in Brut Natural (without dosage) style. As a matter of fact today’s fizz was my second or third sparkling wine from Portugal. I guess I can’t see any reason to complain about neither of them. Let’s check this one out:



12.10.12

Too Classical? Caves São João Porta dos Cavaleiros Reserva Seleccionada 1995, Dao


Something aged for a change? There we go: The Porta dos Cavaleiros Reserva Seleccionada from Caves São João, one of the oldest large wine cellars in Bairrada, is one of the Dao Classics. In general this wine is produced from the autochthonous grape varietals Touriga Nacional, Jaen, Baga and Bastardo and sometimes stored in large Portuguese oak barrels and following bottle-aging for up to 10 years and more. Depending on the maturity and mellowness of the actual vintage.

6.10.12

More White from the West: Bacalhoa JP Azeitao Branco 2010, Peninsula de Setubal and a Old Acquaintance from Palatinate

Today was probably the last summer-like day over here in the South of Germany! The last chance for another crisp white from the Iberian Peninsula. So far I had quite a lot of positively surprising wines made of Godello, Albariño and so on. However this one was probably the most polarizing and most problematic wine. At least for me! I mean the Bacalhoa JP Azeitao Branco 2010 from Peninsula de Setubal not so far from Lisbon. More precise: a white blend made of Moscateis (the Setubal version of Moscatel) and Fernao Pires (a very common autochthons grape varietal mostly in Tejo and Bairrada regions).

19.8.12

Quick BBQ Interlude: VR Francisco B. Fino Montefino Reserva Tinto 2004, Alentejano and some Ale-Alejandro, Ale-Alejandros

Outside it was well beyond 35 C! So, a BBQ seemed to be the best pretence to get decently plastered. For such an occasion Tempranillo based wines seemed relatively adequate. At least for me. That is why it got to be one Portuguese from Alentejano and two well known evergreens from Ribera del Duero.



17.7.12

Untamed Down-to-Earth Etheral Powerdrink: Quinta Vale Dona Maria Van Zellers Rufo 2008, Douro


Once more back to Douro! I guess, one of my most favourite viticulture areas on the globe. This time it had to be a red blend from one of the most highly regarded Port Quintas: the Quinta do Vale Dona Maria owned by the legendary Cristiano van Zellers. Today’s wine is his basic red blend called Rufo which was created of a whole bunch of varietals (Touriga Nacional approx. 60%) and aged in stainless steel.


11.6.12

White Floral Douro Spice: Quinta Nova Pomares Douro Branco 2010, Douro

After my last endless blather I’ll cut it short. At least this time! Phew, what a relief! Well, today’s wine is the Pomares Branco from Quinta Nova. It is a white blend composed of the autochtonous varietals Viosinho (well known for light, floral and acidic wines), Gouveio (probably identical to Verdelho Branco, well known for its hearty and stronger in alcohol character + some stronger botrytis tendencies) and Rabigato (other name: Rabo de Gato, or kitten tail, is well known for its muscat’y character and slight tendency to produce wines with high alcohol volume).