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11.2.24

Go East! ... or short 39 glipses behind the you know what ...

 ... well, the headline says already far too much about the humongous ignorance and the insatiable thirst of the author. No real news, I fear! To prevent me from writing even more nonsense ... which is absolutely impossible to achive, I'd like to keep this introduction as short as possible!  39 glimpses in 2023 were far too many to process in an adequate manner. As you are about to see right after this ... (having written that, there were quite a few spectacular viewings with tons of unique character and captivating flavour patterns ... so I'd go for it, if I were you) ...

18.2.18

Pinots aus TasKatLuxSlo

Von Schreibfäulnis durchtränkte Pinot-Monate liegen hinter mir! Irgendwie kriege ich diesen neuen Fehlton nicht weggeschönt. Da ich aber einige sehr lohnenswerte „Pinots weit weg“ nicht so einfach vom Tisch wischen möchte, soll es heute zu einer geballten Nachlieferung an Flaschen kommen. Dieses mal schicke ich meine Zunge nach Tasmanien, in den Nordosten Spaniens, das kleine Luxemburg um abschließend im voralpinen Slowenien einen komplex-jugendlichen Abgang zu finden.

 
Dalrymple Bicheno Pinot Noir 2012, Tasmania

Transparenz mit hellem, aber etwas blutig wirkendem, Granat, welches sehr glänzend und farblich sehr durchgängig wirkte, zeigte sich in meinem Glas. Die Nase wirkte mir ein wenig zu parfümiert, aber sicherlich auch nicht unangenehm. In den Vordergrund spielten sich nicht ganz dunkle Kirschen, sowie ziemlich würzige und sehr saftige Pflaumen. Eher im Hintergrund zeigten sich etwas überrösteter Kaffee, recht angenehmes Unterholz und ein ein stärkerer Hauch von Eiche. Am Gaumen wirkte der Tasmanier erstaunlich würzig, ähnlich von den Aromen, darüber hinaus zwar noch etwas voller … glücklicherweise aber nicht wärmer. Das sich im Hintergrund tummelnde Zündholz und der etwas angetäuschte Stich Karamell waren keinesfalls störend, so ganz meins waren diese Attribute dann aber auch nicht. Insgesamt ein wirklich überzeugender Pinot aus Tasmanien! Viel Dichte, viel Lange und mehr Komplexität als meine zu kurze Verkostungsnotiz vermuten lässt. Etwas körperbetonter und wolllüstiger – sicherlich zu dramatisch formuliert, glücklicherweise - als die anderen Pinots von Dalrymple. Dennoch ohne weiteres eine sehr anständige ***** Abwechslung aus der neuen Welt.


Castell D'Encus Acusp Pinot Negro 2013, Costers del Segre

Aus nicht ganz so fernen Gefilden kam der mittlerweile in hiesigen Weinkreisen nicht ganz unbekannte Acusp mit viel Tranzparenz und sehr hellem Rubinrot daher. Der Wasserrand erschien mir bemerkenswert groß. Auch die sehr spielerische Viskosität ist mir positiv aufgefallen. Seine Nase zeigte sich sehr frisch, schlankheitlich und sehr animierend. Sehr subtil sich einbringende Himbeeren zeigten neben frisch geschnittenen Rosen, etwas Zündholz (schon wieder?), milden mediteranen Kräutern und trockenem Laubwerk ihr schon fast volles Potential. Das in diesem noch sehr jungen Wein etwas doch und hoffentlich noch zu vital wirkende Holz sollte ich nicht verschweigen. Aber naja, sonst passte alles sehr gut! Der sehr jugendlich anmutende Gaumen wurde beherrscht von Himbeeren, dunklem Pflaumensaft – beides ein anfänglich ein wenig brausepulverhaft, einer sehr lebendigen Säure und einer verständlicherweise sehr babyhaften Textur, welche bei dem einen oder anderen (zu) frühen Schluck gewisses Nervungspotential inne hatte. Das hört sich aber wesentlich kritischer an, als es in Wirklichkeit war. Noch recht zurückgefahrenes Laubwerk, schüchterne Rosenblätter, etwas Brennessel und die eine oder andere Spur an Zimt, zeigten, dass von diesem Pinot durchaus viel in Zukunft zu erwarten sein dürfte. Insgesamt für ein südeuropäischen Pinot ein sehr feingliedriger und kühler Vertreter mit aufkommender Eleganz und Komplexität. Wie erwähnt aber noch sehr grün hinter den Ohren. Ebenfalls ein sehr anständiger ***** und überraschender Pinot Noir.

 
Keyser-Kohll Pinot Noir 2014, Coteaux d'Ehnen

Aus doch sehr nahen Gefilden, dessen Weine es eher selten über Mosel, Sauer und Our nach Teutonia schaffen, kommt der nächste Pinot Noir. Auch der Luxemburger hatte viel Strahlkraft! Diese aber aus wesentlich dunkler Farbgebung heraus emittierend. Farblich ging er schon eher in Richtung Granat. Transparenz war dennoch gegeben. Die Nase zeigte viel kalten Rauch, feine Holzkohle, kräftige dunkle Kirschen und straffe Würze von Thymian und etwas schwarzem Pfeffer. Wie die zwei ersten Attribute vermuten lassen, kam das Barrique in diesem ebenfalls jungen Wein noch relativ stark raus. Am Gaumen zeigte sich viel saftige und vitale Schwarzkirsche. Dazu ebenfalls reichlich Rauch, sowie feine Holzkohle und stramme Würze. Sein Tannin war erstaunlich knackig und die Säure sehr präzise. Abgang zeigte sich sehr herb-freundlich und respektabel lang. Stilistisch ganz offensichtlich in Richtung Frankreich orientiert! Vielleicht nicht gerade der vielschichtigste Pinot Noir, doch sehr viel ernsthafte Pinot-Freuden für erschreckend wenig Geld bekommt man hier allemal in Glas. Für mich absolut anständig **** …. vielleicht sogar (in einiger Zeit) mit Tendenz gen sehr anständig *****. 


Marjan Simcic Pinot Noir 2013, Goriška Brda

Und zum Abschluss geht es nochmal über die Alpen in Richtung Südosten. Simcic's Pinot Noir aus 2013 präsentierte sich für pinotige Verhältnisse sehr dunkel mit wenig Glanz. Die Nase zeigte sich zunächst recht schüchtern. Die fruchtige Prägung wirkte sogar zunächst etwas matschig und warm. Im Vordergund standen dunkle Kirschen, Thymian, Rauch und ungewöhnlicherweise eine reichhaltige Portion an Lakritze. Nach ungefähr fünf Stunden machte der Pinot mehr auf. Nun wirkte er ziemlich maskulin expressiv mit Düften die an Erde, Laub, Kaffee und etwas Moschus erinnerten. Auch die vorher errochene Wärme trat etwas in den Hintergrund. Am Gaumen wirkte er in den ersten Stunden sehr hart, wild und tanninbetont. Säure zeigte sich nicht ganz so roh. Von den Aromen her viel mehr Unterholz als in der Nase, dunkle Kirschen (hier weit weniger warm als in der anfänglichen Nase), viele schwarze Oliven, etwas Lakritz und viel eher kühlem Rauch. Nach wiederum ungefähr fünf Stunden wirkte das Tannin etwas freundlicher. Ein knackigen Punch hat sich dieser sehr junge Pinot dennoch über die zwei Verkostungstage bewahren können. Was die Frucht betraf zeigten sich die dunklen Kirschen und stärker aufkommendes Cassis ganz leicht konfitürig. Für mich hart an der Grenze zu eher unangenehmen Gefühlsregungen. Diese wurde aber glücklicherweise nicht überschritten. Sonst zeigte der Pinot wesentlich mehr Komplexität als in den ersten Stunden. Viel ernsthafte und straffe pfeffrig-thymian'ige Würze gepaart mit Blut, Oliven, Rauch und laubig-erdigen Aromen. Auch der Abgang zeigte sehr viel Potential für ein zukünftiges Genusserlebnis. Betonung auf zukünftig bezieht sich eigentlich auf den gesamten Wein! Lieber noch gute fünf Jahre liegen lassen und nicht so doof-neugierig agieren wie ich. Aber einer "muss" es ja schließlich machen. Sicherlich ein  anständiges **** Pinot Erlebnis, welches wohl nicht wirklich einer meiner stilistischen Präferenzen so richtig entspricht! Er hatte trotzdem was. Eben etwas wilder und draufgängerisch-körperbetonter!

26.10.13

Movia Gredic Exto 2009, Goriška Brda




Nach meinem ersten lehrreichen Ausflug in das pinot’ige Kroatien, soll es mich heute in ein nördliches Nachbarland verschlagen: Slowenien! Die bisher besprochenen slowenischen Weine konnten mich größtenteils von ihrer Qualität und frischen Charakteristik mehrheitlich durchweg überzeugen. Heute gibt es weder Riesling, noch Sipon oder gar Sauvignon. Heute soll es mit ExTo etwas lingualistisch exzentrischer werden. ExTo ist die bei Movia hausübliche Abkürzung für den veralteten Begriff: Tokajer. Demnach also Ex Tokajer! Bei besagtem ExTo handelt es sich um einen reinsortigen Wein aus dier Rebsorte Sauvignonnasse oder Friulano oder Sauvignon Vert uvm. - kurz und vollkommen oberflächlich formuliert - je nach Lingua und Örtlichkeit ein anderer Name. Genug dieser erbärmlichen Namensheranführungsversuche! Was gibt es sonst noch über diesen bis jetzt immer noch unbenannten Wein – nun aber (!) ExTo Gredic 2009 von Movia – zu berichten? Zum 1en, der Produzent! Wahrscheinlich eines der berühmtesten und zum Teil berüchtigtsten Weingüter Sloweniens: 22 ha groß, biodynamische Bewirtschaftung seit 1989, grenzübergreifende Weinberge in Brda und dem Collio und stark auf klassische slowenische Rebsorten konzentriert. Zum 2ten, die Rebsorte! Sauvignonnasse wird im Gegensatz zum benachbarten Friaul nur in der Region um Brda angbaut. Diese spätreifende und sehr „farbig“ wirkende Sorte neigt zu kräftigen, reichhaltigen, oft sehr komplexen, und leider auch manchmal zu ziemlich alkoholischen Weinen. Die beiden letzten Merkmale und seine "Farbigkeit" konnte man auch im heutigen Wein nachvollziehen. Durchaus sehr viel Komplexität und nicht wirklich erkläglich viel, aber dennoch etwas zu viel für meinen zarten Gaumen, Alkohol. Mehr dazu, nach dem „Mehr dazu“...

28.6.12

Nose-Heavy Dry Roughness: Dveri Pax Šipon 2009, Štajerska


Today’s Sipon, or its internationally better known Hungarian brother Furmint, comes from one of the most renowned wineries in Slovenia: Dveri Pax in Maribor region. Far better known for its crisp and subtle Sauvignon Blanc and Renski Riesling wines, I most definitely had to grab this for another autochthons adventure. Well OK, in Slovenia Sipon/Furmint might be not that overwhelmingly adventurous. What else to know about this wine: it is part of the Benedict series (standard wines for quick consumption), the grapes were cultivated on sand and loam soils in Ljutomer-Ormoz region and the aging took place in stainless steel.


14.4.12

Kupljen Renski Rizling Selection Mon Royal 2009, Jeruzalem-Svetinje and a Couple of Classics 2009 from Emrich-Schönleber

Today I had my first Riesling from Slovenia. Again from Kupljen in Jeruzalem. Alongside this personal novelty I had a couple of Emrich-Schönleber Rieslings 2009 from Nahe region in Germany. Let’s see how the Renski Rizling will put up a good show against the classics.


5.3.12

Freshly mixed White from Jeruzalem: Conrad Fürst & Söhne Fürst Pod Stolpom 2010, Podravje


The Fürst Pod Stolpom is a white blend produced by a jolly young cooperation between the Fürst and Gross families with the central aim to revive the once well know Fürst winery and wine merchant in Slovenian Styria. The traditional winery was founded in the early 19th century by the Bavarian immigrant Ernst Fürst. Until the family’s displacement in 1945 the winery developed to become one of the largest wine producers in Styria. Eventually in 2004 the families started to cultivated new grapes and opened for business. The grapes for today’s wine where grown on Jeruzalem and Haloze soil. Two of the most famous vineyards in all of Slovenian Styria. Apparently the 2010 was their first vintage ever and was already well received by the famous Slovenian wine critic Robert Gorjak. As I already mentioned today’s wine is a white blend which was composed of 55% Sipon (better known as Furmint), 25% Sauvignon Blanc and 20% of Pinot Blanc.


29.1.12

La Slovénie .......huit points: Kupljen Modri Burgundec 2007 Selection, Jeruzalem-Svetinje

My first Pinot from Slovenia! Grown on the fair slopes of the Jeruzalem Hill in Stajerska and aged for 16 months in 600 l barrels, this Pinot impressed me with its simplicity and buoyancy.