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31.10.25

Happy Halloween Happening Now Tasting: Clos de Torribas Reserva 2017, Penedes

 

This Halloween Happening Now Tasting ought to get highly personal. Back in those days long long ago as a young student of numerous subjects I happened to consume this very Catalan on a regular basis. Of course different vintages back then. I could image that I must have been young, not all too poor (because this one wasn't out of the lowest shelf ... actually I think back then it was even more expensive than nowadays ... which is hard to comprehend) and of course quite dumb back then. The latter might not have altered all too much I am afraid. Unfortunately I have no witty explanation why I showed such bizzare behaviour to rebuy this Tempranillo that often. Probably too long ago. I haven't had it since ... and now I am quite curious what I've been drinking in those not so good old days. That's why I'd like to give it a go ...

18.2.18

Pinots aus TasKatLuxSlo

Von Schreibfäulnis durchtränkte Pinot-Monate liegen hinter mir! Irgendwie kriege ich diesen neuen Fehlton nicht weggeschönt. Da ich aber einige sehr lohnenswerte „Pinots weit weg“ nicht so einfach vom Tisch wischen möchte, soll es heute zu einer geballten Nachlieferung an Flaschen kommen. Dieses mal schicke ich meine Zunge nach Tasmanien, in den Nordosten Spaniens, das kleine Luxemburg um abschließend im voralpinen Slowenien einen komplex-jugendlichen Abgang zu finden.

 
Dalrymple Bicheno Pinot Noir 2012, Tasmania

Transparenz mit hellem, aber etwas blutig wirkendem, Granat, welches sehr glänzend und farblich sehr durchgängig wirkte, zeigte sich in meinem Glas. Die Nase wirkte mir ein wenig zu parfümiert, aber sicherlich auch nicht unangenehm. In den Vordergrund spielten sich nicht ganz dunkle Kirschen, sowie ziemlich würzige und sehr saftige Pflaumen. Eher im Hintergrund zeigten sich etwas überrösteter Kaffee, recht angenehmes Unterholz und ein ein stärkerer Hauch von Eiche. Am Gaumen wirkte der Tasmanier erstaunlich würzig, ähnlich von den Aromen, darüber hinaus zwar noch etwas voller … glücklicherweise aber nicht wärmer. Das sich im Hintergrund tummelnde Zündholz und der etwas angetäuschte Stich Karamell waren keinesfalls störend, so ganz meins waren diese Attribute dann aber auch nicht. Insgesamt ein wirklich überzeugender Pinot aus Tasmanien! Viel Dichte, viel Lange und mehr Komplexität als meine zu kurze Verkostungsnotiz vermuten lässt. Etwas körperbetonter und wolllüstiger – sicherlich zu dramatisch formuliert, glücklicherweise - als die anderen Pinots von Dalrymple. Dennoch ohne weiteres eine sehr anständige ***** Abwechslung aus der neuen Welt.


Castell D'Encus Acusp Pinot Negro 2013, Costers del Segre

Aus nicht ganz so fernen Gefilden kam der mittlerweile in hiesigen Weinkreisen nicht ganz unbekannte Acusp mit viel Tranzparenz und sehr hellem Rubinrot daher. Der Wasserrand erschien mir bemerkenswert groß. Auch die sehr spielerische Viskosität ist mir positiv aufgefallen. Seine Nase zeigte sich sehr frisch, schlankheitlich und sehr animierend. Sehr subtil sich einbringende Himbeeren zeigten neben frisch geschnittenen Rosen, etwas Zündholz (schon wieder?), milden mediteranen Kräutern und trockenem Laubwerk ihr schon fast volles Potential. Das in diesem noch sehr jungen Wein etwas doch und hoffentlich noch zu vital wirkende Holz sollte ich nicht verschweigen. Aber naja, sonst passte alles sehr gut! Der sehr jugendlich anmutende Gaumen wurde beherrscht von Himbeeren, dunklem Pflaumensaft – beides ein anfänglich ein wenig brausepulverhaft, einer sehr lebendigen Säure und einer verständlicherweise sehr babyhaften Textur, welche bei dem einen oder anderen (zu) frühen Schluck gewisses Nervungspotential inne hatte. Das hört sich aber wesentlich kritischer an, als es in Wirklichkeit war. Noch recht zurückgefahrenes Laubwerk, schüchterne Rosenblätter, etwas Brennessel und die eine oder andere Spur an Zimt, zeigten, dass von diesem Pinot durchaus viel in Zukunft zu erwarten sein dürfte. Insgesamt für ein südeuropäischen Pinot ein sehr feingliedriger und kühler Vertreter mit aufkommender Eleganz und Komplexität. Wie erwähnt aber noch sehr grün hinter den Ohren. Ebenfalls ein sehr anständiger ***** und überraschender Pinot Noir.

 
Keyser-Kohll Pinot Noir 2014, Coteaux d'Ehnen

Aus doch sehr nahen Gefilden, dessen Weine es eher selten über Mosel, Sauer und Our nach Teutonia schaffen, kommt der nächste Pinot Noir. Auch der Luxemburger hatte viel Strahlkraft! Diese aber aus wesentlich dunkler Farbgebung heraus emittierend. Farblich ging er schon eher in Richtung Granat. Transparenz war dennoch gegeben. Die Nase zeigte viel kalten Rauch, feine Holzkohle, kräftige dunkle Kirschen und straffe Würze von Thymian und etwas schwarzem Pfeffer. Wie die zwei ersten Attribute vermuten lassen, kam das Barrique in diesem ebenfalls jungen Wein noch relativ stark raus. Am Gaumen zeigte sich viel saftige und vitale Schwarzkirsche. Dazu ebenfalls reichlich Rauch, sowie feine Holzkohle und stramme Würze. Sein Tannin war erstaunlich knackig und die Säure sehr präzise. Abgang zeigte sich sehr herb-freundlich und respektabel lang. Stilistisch ganz offensichtlich in Richtung Frankreich orientiert! Vielleicht nicht gerade der vielschichtigste Pinot Noir, doch sehr viel ernsthafte Pinot-Freuden für erschreckend wenig Geld bekommt man hier allemal in Glas. Für mich absolut anständig **** …. vielleicht sogar (in einiger Zeit) mit Tendenz gen sehr anständig *****


Marjan Simcic Pinot Noir 2013, Goriška Brda

Und zum Abschluss geht es nochmal über die Alpen in Richtung Südosten. Simcic's Pinot Noir aus 2013 präsentierte sich für pinotige Verhältnisse sehr dunkel mit wenig Glanz. Die Nase zeigte sich zunächst recht schüchtern. Die fruchtige Prägung wirkte sogar zunächst etwas matschig und warm. Im Vordergund standen dunkle Kirschen, Thymian, Rauch und ungewöhnlicherweise eine reichhaltige Portion an Lakritze. Nach ungefähr fünf Stunden machte der Pinot mehr auf. Nun wirkte er ziemlich maskulin expressiv mit Düften die an Erde, Laub, Kaffee und etwas Moschus erinnerten. Auch die vorher errochene Wärme trat etwas in den Hintergrund. Am Gaumen wirkte er in den ersten Stunden sehr hart, wild und tanninbetont. Säure zeigte sich nicht ganz so roh. Von den Aromen her viel mehr Unterholz als in der Nase, dunkle Kirschen (hier weit weniger warm als in der anfänglichen Nase), viele schwarze Oliven, etwas Lakritz und viel eher kühlem Rauch. Nach wiederum ungefähr fünf Stunden wirkte das Tannin etwas freundlicher. Ein knackigen Punch hat sich dieser sehr junge Pinot dennoch über die zwei Verkostungstage bewahren können. Was die Frucht betraf zeigten sich die dunklen Kirschen und stärker aufkommendes Cassis ganz leicht konfitürig. Für mich hart an der Grenze zu eher unangenehmen Gefühlsregungen. Diese wurde aber glücklicherweise nicht überschritten. Sonst zeigte der Pinot wesentlich mehr Komplexität als in den ersten Stunden. Viel ernsthafte und straffe pfeffrig-thymian'ige Würze gepaart mit Blut, Oliven, Rauch und laubig-erdigen Aromen. Auch der Abgang zeigte sehr viel Potential für ein zukünftiges Genusserlebnis. Betonung auf zukünftig bezieht sich eigentlich auf den gesamten Wein! Lieber noch gute fünf Jahre liegen lassen und nicht so doof-neugierig agieren wie ich. Aber einer "muss" es ja schließlich machen. Sicherlich ein  anständiges **** Pinot Erlebnis, welches wohl nicht wirklich einer meiner stilistischen Präferenzen so richtig entspricht! Er hatte trotzdem was. Eben etwas wilder und draufgängerisch-körperbetonter!

11.5.17

Biu de Sort Negre Pinot Noir 2015, Costers del Segre



INOX and Pinot Noir aren't a very fashionable combo these days, I think. Well, at least in case of sincerely mentionable wines of certain quality. Living in south-west Germany I am perfectly aware that there are plenty of Pinots which were fermented and aged in stainless steel ... and possibly even heated-up in steel. I really don't want to get into details. It's just too sad ...Today, I would like to refer to a respectable Pinot which were simply kissed by cold steel. I have to admit, I don't know many. On a recent trip to Barcelona I had the pleasure to encounter such a respectable one. The Biu de Sort Negre 2015 produced by Batlliu de Sort in the small Catalan wineregion of Costers del Segre is one nice example that Pinot from steel can be pretty enchanting. First, let me tell you something about Costers del Segre. I assume that not every wine geek on the globe is all too familiar with this relatively new wine region (DO was est. 1988). Costers del Segre is located in the province of Lleyda in the very west of Catalonia. It is a rather scattered region which stretches out over the entire central west of Catalonia (approx. 4500 hectares). The climate of the region is somehow extreme. In winter it is getting easily below 0° C. In summer equally easily over 35° C. Heavy rainstorms (aka snowstorms), droughts, hail and spring frosts are well know as well. The soils of the region are dominated by meagre dark lime soils. So were the vines for the Biu Negre 2015 cultivated on calcerous soils at an elevation of approx. 850 m above sea-level in Sort - Pallars Sobirà (right next to Andorra) which is by the way already in the high Pyrenees. Fermentation took place in large INOX deposits and subsequent ageing in INOX took about 10 months. Let's have a look how this Pinot made in steel was ...

1.1.14

Happy New Year: Agustí Torelló Mata Rosat Trepat Brut Reserva 2009, Cava





Happy New Year Everybody!!!


Like every New Year’s Day I’d like to present to you guys out there a sparkling wine. As always a kind of Fizz I am not very familiar at all. So, accept my apologies for all the ignorance I am about to write right now! Please! It is my first Trepat sparkling after all.

What is Trepat? Trepat is a late ripening, large-berried and pretty frail red Spanish grape variety which is primarily grown in the D. O.’s of Cava, Conca de Barberà and Costers del Segre in Catalonia. In most cases it is used for Rosé and of sparkling Rosé wines – just like my New Year’s Fizz. The producer of my Trepat is one of the biggest and most renowned names in the Cava business: Agustí Torelló Mata. In 1959 he started to open up his own Cava winery. Before this new challenge he was involved in several other Cava ventures. Today, the Agustí Torelló Mata winery is famous for its eccentrically looking flagship fizz Krypta, just the bottle not the actual wine, and its intense and highly balanced Brut Nature from traditional grape varietals. Let’s check out today’s Rosat Trepat Brut Reserva from 2009: