1.1.26

Happy New Year with my first fizzy Sangiovese ... and a few not so shabby compains


Happy New Year everybody with my very first fizz made from 100% Sangiovese. The Chiaro di Bolle Methodo Classico Brut 2021 from the hilly area around Arezzo in the umbrish influenced south-central part of Tuscany appeared surprisingly pale yellow with some pretty vigerous vital mousse. In the nose I got slightly kitschy Amarena cherries, buttloads of sage, a few wild white flowers and traces of citric fragrances. On the palate it appeared relatively lean and stingy sharp equippted aromas of red cherries, sage, white pepper, shy shortbread and some really lively acid. With its 6,5 g residual sugar it seemed a bit heavy on the sweeter side. However not in a awkward way! Actually it was rather useful alongside tons of seafood and most certainly quite an unusual first timer experience. Quite so la-la*** decent**** I should say ...

Happy 2026! May it be less shitty than 2025!!! 

24.12.25

Adelsheim Willamette Valley Pinot Noir 2021, Willamette Valley

Bei meinem diesjährigen weihnachtlichen „Pinot weit weg“ aus Willamette Valley handelt es sich um den Einstiegswein des für oregonesische Verhältnisse traditionsreichen Weinguts Adlesheim. Im Jahr 1971 begannen die Weinpioniere mit künstlerischem Background Ginny und David Adelsheim mit hart ihrem Erspartem Weine aus der Region um Newberg zu produzieren. Zunächst nur für den erweiterten Eigenverbrauch. Spätestens 1978, mit den ersten Pflanzungen in den Chehalem Mountains südlich von Portland, begannen sie durchzustarten. Die Trauben für meinen heutigen Wein stammten zu 90% aus eigenen Weinbergen im gesamten nördlichen Willamette Valley ...

14.12.25

Dalwhinnie Three Valleys Pinot Noir 2020, Tasmania

Für die vorweihnachtliche Zeit habe ich mir wie alle Jahre wieder vorgenommen ein paar „Pinots weit weg“ aus meinem Portfolio palatal abzuarbeiten. Den Beginn soll ein Kandidat aus einem mit stetig ansteigenden Wonnegefühlen ausgestatteten bayerngroßen Eiland machen: Tasmania! Schon seit einigen Jahren zeigen Pinots von Tassie immer mehr was für ein Potential in dieser Insel liegen kann. Wobei erwähnt werden sollte, dass im Großraum Hobart schon seit über 200 Jahren Wein angebaut wird. Nur meist mit nicht so feinen Vitis Vinifera Bewohnern wie Pinot Noir. Dieser edle Geselle fühlt sich erst seit den 1950iger Jahren so richtig heimisch und hat sich mittlerweile auf mehr als tausend Hektaren ausgebreitet. Das schon erwähnte Potential haben mittlerweile auch so manche namenhafte Weinproduzenten vom hoch solventen Festland gemerkt. Im heute vorliegenden Fall handelt es sich um das migrantische Projekt von Dalwhinnie Wines aus den südlichen Pyrenäen in Victoria welche sonst sehr auf kühle Shiraz und würzige Chardonnays spezialisiert sind. Seit wenigen Jahren produziert Dalwhinnie Pinot Noir aus den von ergiebigem Regen und schneidigen Wind beschützten südöstlichen Subregionen Coal River Valley, Derwent Valley und Huon Valley. In der Tat stellen Regen und Wind im bergig waldigen Westen und Norden der Insel die größten Probleme für den Weinbau dar. Schwer vorzustellen wenn man bedenkt was sonst die glutofenartigen klimatischen Voraussetzungen im restlichen Australien so sind ...

31.10.25

Happy Halloween Happening Now Tasting: Clos de Torribas Reserva 2017, Penedes

 

This Halloween Happening Now Tasting ought to get highly personal. Back in those days long long ago as a young student of numerous subjects I happened to consume this very Catalan on a regular basis. Of course different vintages back then. I could image that I must have been young, not all too poor (because this one wasn't out of the lowest shelf ... actually I think back then it was even more expensive than nowadays ... which is hard to comprehend) and of course quite dumb back then. The latter might not have altered all too much I am afraid. Unfortunately I have no witty explanation why I showed such bizzare behaviour to rebuy this Tempranillo that often. Probably too long ago. I haven't had it since ... and now I am quite curious what I've been drinking in those not so good old days. That's why I'd like to give it a go ...

23.5.25

Wo Wunder schon geschehen, da möchte der Fussball erst noch hin ... oder einfach wie ich meine Vorsätze gerne zum Schmelzen gebracht habe

Nicht nur im Fußball macht das kleine Saarland zwischen Frankreich und Restdeutschland in den vergangenen Tagen auf sich aufmerksam! Im Gegensatz zum beschaulichen Elversberg-Spiessen – so scheint die Gemeinde mit dem kleinen sich momentan zutragenden Fußballwunder zu heißen - spielt eine dem Weinfreund nicht ganz unbekannte Weinhandlung in Saarwellingen schon seit vielen Jahren in der 1. Liga des nationalen Weinhandels mit! Zu Ehren ihres 30igsten Geburtstages hat besagte Weinhandlung in der vergangenen Woche vielerlei Verkostungen und darüber hinaus eine an Größe, Qualität und Organisationsstärke schwer zu toppende Weinmesse veranstaltet. Letztere Veranstaltung habe ich leider kognitiv nicht in ihrer Gänze miterleben können obwohl ich physisch durchaus anwesend war. Dieser durchaus verdrießliche Umstand begründet sich in der Teilnahme an einer vorabendlichen pinotfeuchten Raritätenverkostung meinerseits über die es nun zu berichten gilt! 

Aber kurz vorab: ich bin mir durchaus bewusst, dass ich an gefühlt einhundertzweiundfünfzig Stellen in meinem Weinblog stets darauf hingewiesen habe bloß nie über Weine meines geliebten Burgunds je schreiben zu wollen! Natürlich habe ich mich an diesen Vorsatz nie vollumfänglich gehalten. Dennoch möchte ich heute an dieser Stellen diesen Vorsatz unbedingt und vollen Bewußtseins brechen! Selten hatte meine Zunge während besagter Raritätenverkostung die Möglichkeit in einem passendem Rahmen solch eine hochkarätige Pinotkonzentration an Güte und offensichtlicher Ballung geniessen zu können. Solch eine Erfahrung kann und darf ich nicht so einfach in den Spucki der Geschichte sich ergießen lassen! Selbstverständlich gilt meine Rechtfertigung immer noch, dass Andere es wesentlich gekonnter vermögen mehr Expertise zu diesem Thema beitragen zu können. Dennoch, verlogener Koketterie meinerseits Vorschub leisten zu wollen, sollte ich erwähnen, dass meine Zunge in diesem Feld der Weinfreuden auch nicht all zu unbedarft sein dürfte. Aber genug davon ... Ich werde im Folgenden versuchen meine Eindrücke dieser pinotfeuchten Erlebnisse - plus drei Chardonnays welche natürlich auch Erwähnung finden sollen - so kurz wie irgend möglich zu halten. Natürlich wird dies ein unmögliches Unterfangen …ist ja eh klar!

Weiter sollte man es mir im folgenden Versuch eines an meinen Resthaaren komplett herbeigezogenen komparatistischen Ansatzes nachsehen, dass mein Hintergrundwissen was den Fußball im und aus dem Saarland betreffend vergleichsweise wenig Wissenssubstanz vorweisen kann. Abgesehen von aktiveren Protagonisten wie Jonas Hector oder Kevin Trapp und den letzten beiden Erstligamannschaften FC 08 Homburg, welcher eher durch seine Trikotwerbung als durch beachtliche Leistung Beachtung fand, und der meinerseits schon lange vergessenen Bundesligazugehörigkeit des 1. FC Saarbrücken, will mir spontan wirklich nicht all zu viel einfallen. Daher muss ich bei meinen nun höchst fragwürdigen Vergleichen von Weinen mit Fußballspieler eher auf internationale Erfahrung und Wissen für solch sonderbare "Typisierung" zurückgreifen. Aber vielleicht wird sich dieses momentane Meer an Nichtwissen ab kommender Woche entscheidend verändern. Wir werden es sehen! Gestern sah das alles gar nicht so übel aus! Genug geschwafelt! Jetzt soll es endlich losgehen ...

13.5.25

Following the Footsteps of Dionysus ... or the past 365 days I let my thirsty tongue float around the Eastern Mediterranean

Like the not so overly concise headline sufficiently implies: in the past year I laid my vinophile concentration on the lands the ancient Greeks use to swirl around. The voyages of my tongue stretched from Sicily in the West to the Levant in the East, Macedonia and Albania in the North and unfortunately not to Egypt in the South. I tried to get a wine from the outskirts of Alexandria, but well … you know I think my tongue wasn't ready enough for a 15 year old Syrah straight our of the Nile delta. One of those sweet ancient classics from the Sinai or a Cru des Ptolémées would have been nice! Anyway, I digress … like so many times. Speaking of lengthy proliferations: No worries, I've decided not to introduce each wine with an overboarding and tiring introduction about soils, production methods, origins or even worse mostly useless analytical values. I've done my homework before tastings. So can you, if you wish to have a little bit of input about one or the other wine. Plain tasting notes! That's what the stuff that follows is all about. At least I hope so! So just shut up and give it a go ...


1.1.25

Happy New Year! Ninfa Platinum Brut Nature Reserva 2017 & Friends, Tejo

 


A Happy New year to everybody out there … with a to its dry bones reduced and rather yeast shy Pinot Noir Fizz from calcerous shores of Tejo River not all too far from Lisboa. With some air its really reserved character of chilled red fruits, very mild cinnamon buns, fresh and slightly unripe nuts and delicate yeasts opend up a bit. Just a bit! After another while the near by Atlantic ocean chose to say Hi with a whispering salty and slightly fish-saucy voice - a very delicate whiff of fish sauce of course. Probably a fizz for more calmer occasions I suppose. Not bad at all! I actually liked it quite a bit! Just a bit too lean and too quite! Most certainly pretty much the opposite of the much more well known fellow to the left ... which was definitely more suitable! Anyway … Happy New Year!!!

24.12.24

Ridgecrest Vineyards Estate Pinot Noir 2019, Ribbon Ridge


Alle Jahre wieder … und mir fällt mal wieder nichts besseres ein als ein Pinot aus Oregon öffentlich zu trinken. Das hört sich aber wirklich zu autokritisch an! Sogar für meine Verhältnisse! Insbesondere hinsichtlich dessen, dass der heutige und sehr weihnachtlich anmutende „Pinot weit weg“ solche anfänglich konstruierten Schmähungen ganz sicher nicht verdient hat! Zunächt aber so viel: von Ridgecrest Vineyards aus der Ribbon Ridge AVA habe ich bis vor kurzem noch nie etwas gehört. Demnach handelt es sich fälschlicherweise sogar um eine Premiere bei meinem heutigen Oregonesen. Warum ich von diesem Weinproduzenten noch nie etwas gehört habe, mag sich mit dem Umstand erklären, dass deren Weine bis vor kurzem unter dem Label RR Wines oder Ribbon Ridge Wines vermarktet wurden obwohl es das Weingut Ridgecrest Vineyards schon seit 1980 gibt. Harry Peterson-Nedry, eine äußert bedeutende Person des Weinbaus im Willamette Valley, und seine Tochter Wynne waren mir natürlich ein Begriff. Harry, wenn ich das so schreiben darf, könnte man ohne viel Pathos verlieren zu wollen, sogar als den „Vater“ der Ribbon Ridge AVA bezeichnen. Aber genug mit diesen Irrungen und Wirrungen bezüglich der Namensgebungen, welche ich mir offen gestanden selbst nicht so ganz erklären kann! Bevor meine Zunge endlich gewisse Anfeuchtung erfahren darf, nur noch ein paar weihnachtsfremd faktische Nüchternheiten zum Ribbon Ridge Estate 2019: gekeltert häuptsächlich aus Pommard und Dijon Klonen. Nur noch ein kleinerer Teil stammt aus Anlagen mit alten Wädenswil Klonen. Vergoren – bis zu 15% Ganztraubenvergärung - und ausgebaut wurde dieser Pinot in ca 50% neutralem und zu 50% neuerem französischem Eichenholz (bis zu einem Jahr alt). Geprägt wurde der Pinot durch seine sedimentreichen Willakenzie Böden mit ausgesprochener Inselbegabung im Meer der stark von vulkanischen Böden geprägten Chehalem Mountains.

20.12.24

Cà Del Bosco Pinero 1990, Sebino Lombardia

 

Haven’t had a Sebino in quite a while … and never with such age! I've been observing this very bottle in the depths of a climatic chamber for quite some time … or more. Besides its impressively long - as well as challenging - cork it seems to be in a well seasoned shape - not euphemistically put at all. Plenty of iron, blood, dry brown earth, sediments of gauntish red currants, some thyme, and a substantially vivid acid combined with some rugged farmyard structure give me somehow certain Morey vibes … not sure this is legit in our dimension. Anyway ... not a charmer at all, quite serious actually … at least a serious travel back in time when a certain and on my behalf not so beloved and certainly unnerving Lothar scored a dirty goal in San Siro about 50 miles west from these grapes! Quite inspirational stuff I guess

31.10.24

Happy Halloween Happening Now Tasting: Konni & Evi Silvaner Spätfüllung 2021, Saale-Unstrut Landwein

2024s, yes at least one tradition musn't go down drain, Happy Halloween Happening Now Tasting will lead my tongue into unchartered territories of my so called home country ... or so. The wines of Saxony-Anhalt resp. Saale-Unstrut (consciously excluding the few hectares of Thuringia and perhaps others) never been in my personal palatal limelight. I just hope today's wine will not ignite solid Halloween vibes! Let's hope for the best! Konni and Evi's aka Konrad und Eva from Laucha-Burgscheidungen - approx. 30 km west of Leipzig - produce interesting - alledgedly, because I never laid tongue on a wine by them ... obviously - natural wines from Silvaner and some others I really ... anyway, I digress! The Silvaner Spätfüllung (late bottling) from 2021 appears to be a  blend of grapes from old vines in Steigraer Hahnenberge, Wünschetal and Ziegental ... all vineyards speak unimbigous Greek to me. Let's just give it a go with lowest possible speed an see what will happen ...

Lap No 1

Alluring attire: juvenile amber with quite a lot of sparkle and surprisingly no dusty sediment

Conk vibes: are quite intense and spicy; cumin, curcuma, white pepper, perhaps caraway, plenty of orange zest, proper touch of saline, vital smoke, unfortunately some sensations of chewing gum and nice crisp quince … so far quite some subtle nose

Oral pleasure:  state of the art sheer acid attack, almost lush fruity flavours of oranges and quince, strong curcuma, hint of cloves, definitely some ginger, seemingly strong spice from granite and loads of salt and pepper … quite expressive, however totally dominated by the acid

So far a rather nasally pleasure - a quite profound one actually - but I stay most positive, let’s just give it some time …

Lap No 2 (about 23 1/2 hours later)

Conk still with plenty of suspenseful vibes: more cumin, a bit less curcuma and much more ginger incl. peel, a bit more lemon peel and less orange peel - overall a bit more relaxed and even more subtle - not too shabby

Today convincing oral pleasure: still quite snappy, however by far not as acid dominated as the day before - somehow Geuze kinda acid, gentle fruit flavours of oranges, lemons and even more quince, ginger stronger, curcuma a bit more shy, the entire spicy side is a bit more reserved aka integrated - overall amazingly crisp Silvaner packed with character, acid still challenging ... just saying

10.4.24

50th Parallel Estate Pinot Noir 2017, BC VQA Okanagan Valley

 

Bei der einleitenden Vorstellung des heutigen "Pinots weit weg" kann ich leider mit nicht all zu viel trockener Information aufwarten, da die Webseite des Produzenten sich eher auf hochpolierte Fotos und markige Marketingphrasen beschränkt. Auch alternative Quellen geizen mit detailierten Informationen hinsichtlich des Weinguts und des spezifischen Weins! Auch nicht schlecht! Wie mans nimmt. Muss ich schon nicht so viel schreiben und dem Leser bleibt es erspart all zu viel Zeit mit austauschbarer Information über ferne Weine zu verschwenden! Um zumindest irgend etwas zum Besten zu geben, sollte erwähnt sein, dass der heutige "Pinot weit weg" aus dem Okanagan Valley in British Columbia stammt. Einer, wie ich meine, der visuell wohl reizvollsten Weinregionen dieses Planeten. Bezüglich der vorherrschenden Weinstilistiken, meine Erfahrungen sind zugegebenerweise quantitativ nicht ganz so beträchtlich, kann ich diese Schönheit, die der 50. Breitengrad in anderen Ecken der Weinwelt hervorzaubert, hier nicht bestätigen. Nicht selten ist Kraft und Kernigkeit Trumpf in dieser (und anderen) Weinregion(en) Kanadas. Genug mit meinem Versuch eines informationsentleerten Einführungstextes! Einfach mal ran ans Glas und ... halten!

 

11.2.24

Go East! ... or short 39 glipses behind the you know what ...

 ... well, the headline says already far too much about the humongous ignorance and the insatiable thirst of the author. No real news, I fear! To prevent me from writing even more nonsense ... which is absolutely impossible to achive, I'd like to keep this introduction as short as possible!  39 glimpses in 2023 were far too many to process in an adequate manner. As you are about to see right after this ... (having written that, there were quite a few spectacular viewings with tons of unique character and captivating flavour patterns ... so I'd go for it, if I were you) ...

1.1.24

Happy New Year with some fizz from the East!

 

Happy New Year with some pretty citric, mashy sweet and cardboard flat sparkling wine from Ukraine's Odessa region made from Aligoté, Pinot Blanc, Riesling and the autochthonous foxtail grape Telti-Kuruk. A very simple and fiercely sweet fizz from industrial production by wine giant Shabo with confusingly mild mousse. Not really me I am afraid! The Armenian Keush Methode Traditionelle Brut from the highest vineyards in Europe (and beyond) – approx 1750 m above sea level –  was most certainly some treat with a lot of unique character! The approx. 60 year old Voskehat (60%) and Khatouni (40%) grapes for this N. V. Methode Traditionelle were cultivated on limestone and vulcanic soils in the western Armenian region of Vayots Dzor roughly located around Mount Ararat. This fizz presented itself very lean, crisp, mineral driven with shy fruit flavours from yuzu and bergamots, traces of low sugar danish pastry and a profound imprint from white flowers and mild green herbs. Not the most complex sparkling wine, not very swanky either ... but a quite unique and most certainly decent**** experience! Happy New Year everybody!!!

24.12.23

Frohe Weihnachten mit Lingua Franca Avni Pinot Noir 2017, Willamette Valley

 
Zu WeinAchten - ich befürchte dieses kümmerliche Wortspiel ist mir schon ein paar mal an genau dieser Stelle im Jahr über die Finger gerutscht - darf sich meine Zunge nun endlich mal wieder nach Oregon verlaufen! Meine Achtsamkeit hinsichtlich Pinot Noir aus dem amerikanischen Burgunderland hat in den letzten Monaten, und wahrscheinlich auch darüber hinaus, in schändlicher Weise gelitten! Damit soll zumindest an Weihnachten schluss sein! Dieses Weihnachten schicke ich meine Zunge in die Eola Amity Hills zu einem von burgundischen Antrieben befeuertem Joint Venture! Seit 2012 produzieren Larry Stone, Thomas Savre und ein gewisser Dominique Lafon Weine aus Chardonnay und Pinot Noir. Nachdem diese Stelle im Internetz für gewöhnlich sehr von Pinot verwöhnt ist, musste ich natürlich zu einem Gewächs aus besagter Rebsorte greifen. Ein Unterfangen das mir bei der Domaine Comtes Lafon wahrscheinlich eher nicht passieren würde. Egal, ich schweife wie so oft viel zu weit ab und laufe gefahr mich um Kopf und Kragen zu schreiben! Bei Lingua Francas Avni Pinot Noir 2017 handelt es sich um den Einstiegswein der Domaine. Gewachsen ist das Traubengut fast ausschließlich auf Weinguts eigenen Flächen die mit einer Mischung aus Dijon und Pommard Klonen bestückt sind. Bei den Bodenformationen herrschen die alten vulkanisch feurigen Bekannten Jory und Nekia vor. Aber auch Gelderman (!) - eine stärker von Tuffstein in niedrigeren und abflachenden Lagen geprägtem Bodenformation, ist bei Lingua Franca vorzufinden. Der 2017er wurde zu einem ¼ mit ganzen Trauben in kleinen Stahltanks vergoren um anschließend zu 22% in neuen und 78% gebrauchten Barriques einen 12 monatigen Reifeschlaf zu nehmen ... um widerrum vorgestern in meinem Glase aufzuwachen ...

27.11.23

Mein letzter Rosé des Jahres ... und wenn mich nicht alles täuscht auch der erste: Gusbourne Cherry Garden Vineyard Rosé Pinot Noir 2021, Kent

 

Falls das obige Statement nicht der Wahrheit entsprechen sollte, hat sich wohl mein Hirn komplett verabschiedet. Wie an dieser Stelle schon viel zu oft erwähnt, liegt mir die „Weingattung“ Rosé nicht all zu sehr am Herzen! Aufgrund dieser eher bescheidenen Anziehungskraft, mag ich mir diese fatale Annahme des Hirnverlusts eher sehr unwahrscheinlich vorkommen. Wie dem auch sei! Mein letzter, und erster Rosé des Jahres 2023 führt mich heute – ausnahmsweise Impressionen in (quasi) live und in Farbe … auch wenn es bezüglich letzterem nicht all zu viel zu sehen gäbe ... dazu später mehr, in den Cherry Garden Vineyard von Gusbourne Estate im äußersten Südosten Englands. 

31.10.23

Happy Halloween Happening Now Tasting: Granny's Precious

 

Like in the previous years I'd like to indulge my tongue with straight forward palatal confrontations in Happening Now style! This year with a little selection straight out of Granny's cellar! Let's just survive ... my tongue, I mean ;-)

17.2.23

Cono Sur Ocio Pinot Noir 2016, Valle de Casablanca

Nach Chile hat sich meine neugierige Zunge nicht all zu oft verlaufen. Dafür gehe ich heute mal in die Vollen! Der Ocio von Cono Sur im Valle de Casablanca wenige hundert Kilometer südlich von Santiago dürfte einer der wenigen „Icon“ Pinot Noir Chiles sein. Cono Sur als eine nicht all zu kleine Weinunternehmung – auch für chilenische Verhältnisse – legt schon seit einigen Jahrzehnten ein besonderes Augenmerk auf Pinot Noir! Der Ocio, das Flaggschiff des Weinguts, wird seit Anfang des Jahrtausends regelmäßig produziert. Die Ausgabe des Jahres 2016 besteht zu 85% aus Pinot Noir Trauben vom El Triangulo Weinberg. Der Rest stammt aus dem San Juan de Huinca Weinberg. In beiden Weinbergen herrschen sandig-rotlehmige Böden mit Granit im tiefen Gestein vor. Die Trauben seit zwei Jahrzenten nach biologischen Richtlinien kultiviert. Sowohl die Vergärung als auch der 14-monatige Ausbau im neuen französischen Holz machten sich recht eindeutig bemerkbar. Dazu nun ein wenig mehr ...

26.1.23

J.J. Leitz GmbH Zero Point Five Pinot Noir Alcohol Free


No Dry January, nor some sort of Damp January Drinking Scheme – whatever that might mean – can make me try wine... umm let's say a beverage like the following one. Only altruistic „venturism“ or just silly curiosity – sober curiosity in this case - has such a confusing impact on me! Throughout my dauntless “drinking career” I was brave enough to tried a very few alcohol free wines. All of them were disturbingly sweet, as flat as Salar de Uyuni and as intellectually challenging as the movie Frogs from 1972. Today's wine was produced by the highly solid Riesling producer J. J. Leitz from Rheingau region aaaand more importantly it is goinig to be my very first alcohol free Pinot Noir! Let's hope this is going to be a bit more entertaining ...

1.1.23

Happy New Year with Gusbourne Estate Brut Reserve 2018, Kent

English sparkling wine! It's been a while. Unfortunately my good old Winston … ahh, Wiston of course – I know, this one is getting old - is still locked away in an inaccessible dungeon in bleeding Oxford. Hence, my thirst for English fizz had to be quenched by an equally attractive bubbely. Gusbourne's Brut Reserve from 2018 is a classic champagne'ish mix of Chardonnay, Pinot Noir and Pinot Meunier from chalk. It's hue showed bright adolescent radiance with little pink'sh sparkle. In the nose I got plenty of white roses and elder flowers, shy brioche, red apples, plenty of ripe strawberries, assorted nutty pastries and traces of orange oil. The ripe strawberries showed their bounty of shimmering aromas even more eloquent on my tongue. Same for the red apples – paired with some yellow pears. There was a fine portion of salt, restrained brioche and a bit more open hazelnutty pasteries with strawberries on top. The chalky mineral characteristics were accentuating this really convincing impression. Its body was quite refined and toned. Not all to big! However very fairly long. The mousse was very vital, perhaps almost a bit too oral cavity invigorating – okay, this 2018 was obviously far too young! I was perfectly aware of this … I just wanted to go for it! Who cares! I don't! It was a lot of fun combined with serious substance (for the future)! Downright very decent*****! Happy New Year Everybody!

29.12.22

"Confrontational Therapy" Protocol 2022

Throughout the past year I confronted my palate with grape varieties I usually do not enjoy all too much. Diplomatically put! Yes, I very much “enjoy” to confront myself with personal prejudice or other not all too pleasurable matters. In case of fermented grape juice, it might be a rather easy undertaking. In case other engagements, objects, affairs etc it is most certainly much more challenging. Anyway, I digress ... as always! For my palatal confrontation 2022 I've tried to select wines very carefully. Most of them have been consumed fully and over several days. A few were limitedly consumed over at least two days and subsequently these ones continue their rest-existence elsewhere. For instance the existence in a not all too shabby sauce or just venturing out into world of the discharge pipes and beyond. Furthermore I do not wish to bore the engaged reader longer than absolutely necessary – hence this time I will try to keep my tasting notes as concise as possible. Sometimes probably insufficiently short. I suppose a correlation between enthusiasm towards a specific wine and the length of the corresponding tasting note might be rather evident. Enough! Let's get it over with ...