Meine in den letzten Monaten
angestrebte Unternehmung über französische Pinot Noirs jenseits des
Burgunds vermehrt etwas schreiben zu wollen, will immer noch nicht so richtig
in Fahrt kommen. Irgendwie stockt der Trinkspass gewaltig! Anscheinend falle ich
immer wieder, wie auch die letzten Male, auf die Loire zurück, da ich bei der Latte an
elsässischen Enttäuschungen keinerlei Motivation aufbringe auch nur einen Satz zu schreiben zu wollen. Naja, es gibt ja noch das Jura! Da
wird sich meine Zunge in nächster Zeit etwas mehr aufhalten und hoffentlich nicht ganz so viele Enttäuschungen durchleiden. Heute geht es mal wieder nach Sancerre! In dem Nest Sury en Vaux
betreibt Vincent Gaudry mit viel Herzblut und Engagement seit
mittlerweile 25 Jahren ein Weingut das sich auf die klassischen
Rebsorten der Region konzentriert. Das ich über Sauvignon Blanc an dieser Stelle nicht so viel schrieben werde dürfte nicht weiter überraschen
und soll mir bitte verziehen werden. Doch auch die beiden Pinot Noir
von Vincent sind unter Kennern durchaus beliebt. Beginnen möchte ich
heute mit seinem Einstiegs-Pinot mit dem in vielerlei hinsicht bedeutungsschwangeren Namen
Vincengétorix aus dem aktuellen Jahrgang 2014! Gewachsen sind die
nach allenmöglichen bio- und biodynamisch Richtlinien kultivierten
Reben auf denen im Sancerre so weit verbreiteten Kalkböden. Vergoren
wurde das Traubenmaterial mit allem was dazugehört, also mit Rappen,
um anschließend in 400 Literfässern zu reifen. Geschönt oder
filtriert wurde der Vincentgétorix bei seiner Direktabfüllung aus
dem Fass in die Flasche natürlich nicht. Mit Schwelfeln war wohl
auch nicht viel, aber das ist mir jetzt gleich! Jetzt solls endlich was flüssiges geben ...
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27.10.16
4.7.16
Domaine Saint Nicolas Cuvée Jaques 2008, Fiefs Vendéens
Heute möchte ich nun endlich meine
Suche nach außerburgundischen Pinot Noirs aus französischen Landen
fortsetzen. Die gewissen Verzögerungen im Verkostungsablauf mag ich
entschuldigend erklären, dass ich in den vergangenen Wochen damit
schlichtweg gescheitert bin, einen hier präsentablen Pinot Noir aus
dem Elsass, der sich jenseits der bekannten und berüchtigten Pinots
von Albert Mann oder Marcel Deiss verortet ist, finden zu
können. Von insgesamt acht verkosteten Weinen konnte mich keiner
soweit überzeugen, dass ich auch nur ein Satz darüber hätte
schreiben wollen. Schade eigentlich! Nun ja, dies mag ein wenig den
zur Eintönigkeit neigenden Umstand erklären, dass sich meine Zuge heute schon wieder gen Loire ausrichten wird. Doch im heutigen Fall ist der Begriff
Eintönigkeit wahrscheinlich nicht ganz glücklich gewählt. Denn das
Cuvée Jacques 2008 der Domaine Saint Nicolas stammt aus keiner
klassischen Pinot Noir Region an der Loire. Vielmehr bewege ich mich
heute stark gen Westen in die von Schiefer- und Quarzböden geprägte
atlantiknahe Region Fiefs Vendéens in der Nähe der Stadt La
Roche-sur-Yon. Hier bereitet Thierry Michon von der Domaine Saint
Nicolas sowohl reinsortige als auch verschnittenen Weine aus Pinot Noir,
Negrette, Cabernet Franc, Gamay, Chenin Blanc und Chardonnay nach
biodynamischen Richtlinien (Demeter zertifiziert seit 1995) her. Mein
heutiger Wein namens Cuvée Jacques besteht zu 90% aus Pinot Noir
und 10% Cabernet Franc. Nach der manuell erfolgten Ernte wurden die
Trauben zu 100% entrappt und für 10 bis 12 Tage in kleinen offenen
Holzbottichen spontan und je nach Rebsorte getrennt vergoren. Der 15 monatige
Ausbau in 450 l Fässern erfolgte ebenfalls getrennt um dann die Weine in
großen Stahlbehältern letztendlich zu assemblieren. Dann lasst uns mas
schauen, wie dieser von seiner lokalen Herkunft ungewöhnliche, fast
reinsortige Pinot Noir sich präsentiert hat …
2.4.16
Domaine Vincent Pinard Sancerre Vendanges Entières 2006, Sancerre
So ein eigens-induzierter Mutismus
hinsichtlich der Weine des Burgunds in diesem offensichtlich stark pinotlastigen Weinblog kann
auf die Dauer schon ganz schön herausfordernd sein! Ich weiss auch
gar nicht mehr so recht warum ich mir diese schreiberische Enthaltsamkeit auferlegt habe. Mal sehen, vielleicht kommt es in der näheren Zukunft zu einer grundlegenden Einstellungsänderung.
Könnte bei der kontinuierlich stärker anschwellenden
Schreibarmut in dieser Stelle des Wein-Internet nicht von Schaden sein - nehme ich mal an .... Wie auch immer! Mit solch wagen Plänen im Hinterkopf
kann es wohl nicht ganz falsch sein die Verkoster-Zunge auf meine pinotphile "Schicksalsregion" einzugewöhnen. Zumindest geographisch möchte ich mich ab heute peu à peu dem Burgund nähern. Deshalb dürfte es in den kommenden Wochen - na … wohl eher
doch Monaten - zu einige "Berichten" über frankophonen nicht-burgunder Burgunder kommen. Anfangen möchte ich mit dem Sancerre Rouge
Vendanges Entières 2006 der Domaine Vincent Pinard.
Wahrscheinlich gibt es nicht sonderlich viele Pinot Winzer mit Weltgeltung an der Loire. Eine der wenigen
Ausnahmen stellen wohl Vincent Pinard und seine Söhne Florent und
Clément Pinard von der Domaine Vincent Pinard. Schon seit den frühen 1990er Jahren wird bei Pinard immer stärkeres Augenmerk auf meine Leiblingsrebsorte gelegt. Das pinotige Flagschiff des Hauses ist seit einigen Jahren der Vendages Entières. Das Traubengut (im Schnitt 35 Jahre alt) für diesen stramm ertragsreduzierten (ca. 25 hl/ha) Pinot Noir stammt von Kalkstein und Lehm dominierten Böden in der Region um Bué. Strenge Selektion, Ganztraubenvergärung, Holz-Cuves, wilde Hefen, Kaltmazeration, 18-monatiger Barriqueausbau, weder Pumpen, noch Schönen, noch Filtern beschreiben die Weinbereitung des Vendages Entières in für mich sehr ungewohnt kurzgehaltener Weise. Um dieses rasante Tempo aufrecht halten zu können gibt es jetzt Flüssiges ...
24.12.14
Merry Christmas Everybody!
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17.12.14
Happening Now Tasting 21: Domaine Gérard Boulay Sancerre Chavignol 2009, Sancerre
My recent „Happening Now
Tastings“ haven't been all too blissful! I very much hope today
I'll be a little bit more lucky!? This time I am off to Loire region,
to the East, more precisely to Sancerre, to Sancerre Rouge … - I am
afraid?! At least the producer is highly regarded as one of the grand
masters of Sancerre wines - … Sauvignon Blanc wines. His name:
Gérard Boulay from the lil' village of Chavignol. This Chavignol is
also the very name of today's Pinot Noir. The vines for this Sancerre
Rouge were cultivated on limey clay (organic, … - not the clay, of
course). The outcome of these village vineyards was fermented for
approximately 18 days and aged, without sulfuring … - oh oh, for 16
months in 30 % new barriques. Fining or filtering weren't on the
agenda either. Well, forgive me for those
irresponsibly confusing … - comments. After writing this
introduction am not quite sure were this is heading. I am just a bit
afraid this “Happening Now Tasting” might get a little bit
“difficult” again. Anyway, let's see how this Sancerre Rouge Chavignol
2009 from Domaine Gérard Boulay is performing …
24.10.14
Brooks Winery Ara Riesling 2011, Willamette Valley
Nach meinem längeren Aufenthalt in
heimatlich-teutonischen Gefilden ist es mal wieder Zeit für
vertraute unbekannte Weiten! Nur dieses Mal ausnahmsweise nicht in
Form einer pinotlastigen palatalen Exkursion rund um den Globus.
Dieses Mal soll es mit Teutonia's Liebling – dem Riesling –
weitergehen. Dank Dan und Chas von WineIsSeriousBusiness, einem von
mir nicht selten frequentierten Video-Weinblog, war es mir letztens
möglich einen Riesling aus dem Willamette Valley zu verkosten.
Hergestellt wurde besagter Riesling namens Ara, dessen Name sich von
dem Altar des weisen Zentaur Chiron (siehe Etikett) ableitet, von dem ausgesprochenen
Rieslingexperten Brooks Winery in Amity in Eola-Amity-Hills.
Beim Ara Riesling 2011 handelt es sich um ein Verschnitt aus
verschiedenen Lagen und unterschiedlichen Geisenheim Klonen. Einerseits stammt das
Traubengut aus ca. 25-30 Jahre alten Anlagen im Yamhill-County und andererseits aus einer jungen Anlage im Brooks Hausweinberg in den
Eola-Amity Hills. Die Trauben wurden nach der Lese sofort abgepresst
und bei niedrigen Temperaturen im Stahltank vergoren.
Neben dem Ara Riesling nahm ich noch einige andere Weine auf meine palatale Exkursion ins Gepäck. Da gab es zum einen den weiteren Teutonic Tinto vom Hirschhorner Hof aus der Pfalz, sowie Chenin Blancs in Form eines Les Jardins Esméraldins 2000 von Xavier Caillard aus Brézé und eines Clos aux Renards 2006 von Stéphane Cossais aus Montlouis-sur-Loire. Als gewaltig-sperriges Sondergepäck durfte ein Clos Mogador 2004 von René Barbier auch nicht fehlen. Zur Abrundung der Exkursion gab es natürlich noch einen handgepäckleichten restsüßen Riesling in Form einer Brauneberger Juffer Sonnenuhr Auslese 2005 von Fritz Haag. Nach der langen Vorrede wird es nun aber wirklich Zeit für den Ara, oder ...
Neben dem Ara Riesling nahm ich noch einige andere Weine auf meine palatale Exkursion ins Gepäck. Da gab es zum einen den weiteren Teutonic Tinto vom Hirschhorner Hof aus der Pfalz, sowie Chenin Blancs in Form eines Les Jardins Esméraldins 2000 von Xavier Caillard aus Brézé und eines Clos aux Renards 2006 von Stéphane Cossais aus Montlouis-sur-Loire. Als gewaltig-sperriges Sondergepäck durfte ein Clos Mogador 2004 von René Barbier auch nicht fehlen. Zur Abrundung der Exkursion gab es natürlich noch einen handgepäckleichten restsüßen Riesling in Form einer Brauneberger Juffer Sonnenuhr Auslese 2005 von Fritz Haag. Nach der langen Vorrede wird es nun aber wirklich Zeit für den Ara, oder ...
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20.9.13
C.C.P.R.
C. C. P. R. ? Keine
Angst ich möchte heute keinen Bericht über die vortrefflichen Weine einer ehemaligen
Sowjetrepublik der Menschheit näherbringen. Meiner naturgemäßen
Schreibfaulheit und der wilden Zusammensetzung einer neulich stattfindenden Verkostung
geschuldet, wollte ich mich heute im Urwald des Abbreviationismus
verlaufen und mit der Verwendung der Anfangsbuchstaben der jeweilig
getrunkenen Rebsorten einen nicht sehr kreativen und vollkommen
unverständlichen Titel platzieren. So, das war doch mal wieder ein
auf mehreren Ebenen wunderbar nachvollziehbarer Satz!?! Einfach
weiter zum Wein. Der war nämlich nicht so
kompliziert - naja teilweise vielleicht schon - und fehlerhaft. Dafür aber meistens sehr gut ...
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21.2.13
Domaine Stéphane Cossais Clos aux Renards 2006, Montlouis-sur-Loire
Mit
der heutigen Post dringe ich in eine französische Region vor die
mir landschaftlich und kulturell sehr gut gefällt. Im Bezug auf Wein
bereitet die Loire mir manchmal Kopfschmerzen. Nicht nur im
übertragenen Sinn. Sauvignon Blanc und Kopfschmerzen scheinen in
meinem persönlichen System ganz gut miteinander auszukommen. Nun ja,
so oft trinke ich Weine dieser Rebsorte sowieso nicht und
schlussendlich ist der heutige Wein nicht aus diesem
Hangover-Verstärker produziert worden, da es sich um einen Wein aus
Montlouis-sur-Loire
handelt.
Die Rebsorte, dieser dem Vouvray etwas ähnelnden Appellation, ist
Chenin
Blanc!
Und der heutige Wein war WIRKLICH ein (spezieller) Chenin Blanc.
Leider steckt hinter diesem Wein auch eine traurige Geschichte! Der
Vater des Weines, Stéphane Cossais, ist im Sommer 2009 mit Anfang
Vierzig recht jung verstorben und daher gibt es sein Weingut in
dieser Form seitdem leider nicht mehr. Leider in jeglicher Hinsicht!
Alle wenigen Weine, die ich von ihm verkosten konnte, fand ich stets
wunderbar balanciert,
sehr charakterstark, von spezieller Eleganz und meistens sehr
inspirierend.
Und das alles obwohl ich mit Chenin Blanc nur sehr selten etwas
anfangen kann! Ich meine, dass dieser unglückliche Zustand des
"Nichtanfangenkönnens", auf so manche Balance und Alkohol
Probleme bei besagter Rebsorte zurückzuführen ist. Wie auch immer
…! Mein Problem eben …! Weiter! Das schon eben erwähnte
„inspirierend“ traf auf den Clos
aux Renards
2006 in besonderer Weise zu. Soviel darf ich vorwegnehmen: ein wahrer
Freak
mit bestechenden Qualitäten!
7.11.12
Auto' x International Turkish Delight? Kavaklidere Narince-Chardonnay 2010, Central Anatolia and plenty of other whites
This time
it had to be a wild assortment of white'sters from Turkey,
France and Germany. Some
really nice surprises and maybe one slight disappointment.
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6.5.12
Wild Tasting-Mix with Teperberg Silver Sangiovese 2009 from Galilee in the Centre of Attention
Well, this
time I have plenty of rather different growths on the table. That is why I will
limit myself to (hopefully) short tasting notes. Just see for yourselves:
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Vino Nobile di Montepulciano
28.2.12
Loire Red from the Great White North: Vineland Estate Winery Cabernet Franc 2008, Niagara Peninsula VQA
Inspired by a little Loire tasting yesterday evening at a sympathetic and little wine merchant’s place I had to grab for this! For lunch!
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