Here
we go! Today it is time for my second exploration of a
hyper-autochthonous
grape
variety. Last time I presented Galliac’s rusty-raunchy delicacy
Prunelart
from Domaine Plageoles. This time I’d like to make a quick stroll
to Sardinia’s
Valle del Tirso to
introduce you guys to the “little black one” or Nieddera.
Nieddera, a varietal I haven’t heard about till recently, is almost
exclusively cultivated in Province of Oristano on the sandy and
slightly loamy banks of Sardinia’s longest river Tirso. Today
Nieddera is cultivated on no more than approx. 110 ha. Its actual
origin isn’t certain at all. Most ampelographic studies assume its
origin in Phoenicia
or
Carthage.
But enough of my profund history lesson! Today’s specimen from 2011
was
produced by one of Sardinia’s larger producers Contini.
Those "little black ones" were fully destemmed, fermented,
pressed - obviously - and aged for appox. 12 months in barrique
barrels. What do you say?! Let’s shut up and have a sip … hell I
am excited!
6.6.15
31.5.15
Vinařství Kraus Rulandské Modré Roučí Mělincké 2004, Mělincké
Da sitze ich nun, zur
inspirativen Gedankenlubrikation mit einem Glas recht nettem
bayrischen Bodensee Pinot – ja, sowas gibt es wirklich, dazu aber
später mehr - neben meiner linken Hand drappiert – und natürlich
auch trinkend, und versuche vergeblich meinen unerschöpflichen
Vorrat an Pinot Expertise anzuzapfen. Doch bei meinem heutigen „Pinot
weit weg“ mag dieses lubrikierte Anzapfen leider nicht so ganz
gelingen. Auch nicht weiter verwunderlich, da ich zum einen keinerlei
Pinot-Erfahrung im Degustationsfeld Nordböhmen habe und zum anderen
zeigen sich erhebliche Defizite meinerseits bei der Entzifferung des
möglicherweise sehr
informativen Rückenetiketts sowie den meisten internetgestützten
Informationsquellen. Ich enttäusche mal wieder mit meiner Unfähigkeit auf ganzer Linie… ich weiß! Aber nicht weiter
überraschend für den regelmäßigen Leser! Wenn ich schon keine – zumindest für mich
verwertbaren - Informationen über den heutigen Rulandské Modré
Roučí
Mělincké 2004 von
Vinařství Kraus aus
Mĕlnik
finden konnte, so habe ich immerhin wenige Spuren an Information
über die Weinregion und das eigentliche Weingut einsammeln können. Mĕlnik, nicht zu verwechseln mit dem wahrscheinlich berühmteren bulgarischen Melnik oder dessen regionaler Rebsorte,
ist eine Kreisstadt am Zusammenfluß von Elbe und Moldau ca. 40 km nördlich von Prag. Die meisten Weinberge liegen auf einer durchschnittlichen Höhe von 200 m über dem Meeresspiegel. Karge Kalksteinböden mit höheren Anteilen an sandigem Ton sind in der Gegend um Mĕlnik vorherrschend. Das Weingut von Vilém Kraus, nebenbei erwähnt eines der namenhaftesten Weingüter in Nordböhmen, verfügt mittlerweile wieder über ca. 22 Hektar Anbaufläche. Auf dieser werden vornehmlich klassisch mitteleuropäische Rebsorten wie Riesling (Ryzlink rýnský), Traminer, Grauburgunder und Pinot Noir kultiviert. Weitere einstens zeitgenössische Klassiker wie Dornfelder lass ich mal lieber unerwähnt. Genug dem unverhohlenen Anführen meines Nichtwissen! Jetzt gibt's Pinot aus Tschechien ...
18.5.15
De Ponte Cellars Dundee Hills Pinot Noir 2010, Dundee Hills
Aufgrund vorzüglicher Verbindungen
pinotphiler Art gen Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika, ist mir vor
wenigen Tagen dank Dan und Chas von wineisseriousbussiness.com ein
weiterer sehr erwähnenswerter oregonesischer Pinot Noir zu Teil
geworden. Zwar nötigte mich das Wetter, eine sicherlich so nicht
eingeplante und mehrheitlich pinotfeindliche Dreissiggradhitze, in die
Tiefen meines kühlen Weinkellers, doch die äußeren Umstände
konnten mich nicht ins „Schwitzen“ bringen. Die erwartete
Qualität des Weines vielleicht doch ein wenig …! Genug dem
Vorgeplänkel. Sechs Zeilen des gewohnten Geschwafels dürften
ausreichend sein!
Mit meinem heutigen „Pinot weit weg“
begebe ich mich nach längerer Pause zurück in die Dundee Hills. Der
Einstiegswein von De Ponte Cellars, einem von Scott und Rae Baldwin
im Jahr 2001 mit wenigen Hektaren Dijon Klonen und Melon den
Bourgogne - mittlerweile ist es ein wenig mehr - gegründeten Weingut, aus dem Jahr 2010 wurde auf für die
Dundee Hills typischen Jory Böden kultiviert und für 12 Monate in
20 % neuem Holz ausgebaut. Direkt nach dem Einschenken (und ehrlich
geschrieben auch schon davor, Dank der gelegentlichen Analysen der De
Pont Weine von Dan und Chas) wurde mir klar, dass es sich bei diesem
Wein um eine wirklich gelungene oregonesisch-burgundische Symbiose
handelt. Diese Behauptung ist all zu weit hergeholt, da die
Weinmacherin Isabelle Dutartre eine umtriebige Bourguignonne ist.
Jetzt aber zum flüssigen Teil der Post ….
14.5.15
Happening Now Tasting 26: Domaine Plageoles Le Prunelart 2009, Gaillac

On the “Happening
Now Tasting” posts ahead I plan to send my tongue on a
voyage of discovery to wine-growing regions with hyper
autochthonous and scarcely existing grape
varietals. Today I'd like to start with a “test subject” from the
South-West of France. In Galliac there is a
variety named Prunelart. Prunelart is a
small-berry and dark blue variety which is almost extinct. Until the
phylloxera crisis Prunelart was one of the most widespread varietals
in Galliac. Today only 10 to 12 hectares are still in cultivation in
the entire Sud-Ouest. Prunelart shows distinct similarities to
Malbec. Genetically (alongside Magdeleine Noire des Charentes the co
parent of Malbec) as well as aromatically (I'll taste the possible
resemblance soon). The main reason for Prunelart's imminent extiction
- besides the effects of phylloxera - might be its capricious
nature. Especially Plasmopara viticola and Botrytis cinerea
are two of its unfortunate frequent visitors.
Today's “test object”
was produced by Bernard Plageoles of Domaine
des Tres Cantous (or just Domaine Plageoles).
The densely cultivated vines (approx. 5000 vines per hectare) are
growing on gravely loamy soils in Galliac region. After fermentation
the „Le Prunelart“ 2009 was aged for 12
months in concrete tanks on its lees. Well, let's have a curious look
…
30.4.15
Kendall-Jackson Pinot Noir Vintner's Reserve 2010, California
Heute stelle ich mich ausnahmsweise mal als ein williges und neugieriges Opfer von gekonntem, wenn auch nicht subtilen, Product Placement zu Verfügung. Über das vergangene Jahrzehnt konnte man allwöchentlich wahrnehmen, wenn man das nun wollte, dass in Chalie Harper's Malibu Beach House, neben dem guten alten Radeberger Bier, oft ganz halb-diskret Produkte der Firma Kendall-Jackson auf dem Küchetisch vorzufinden waren. Ich muss zugeben, noch nie zuvor von KJ je einen Wein probiert zu haben, da diese auf dem deutschen Markt nicht sonderlich gut distribuiert sind. Obwohl, wie an der Farbe zu erkennen war meist eher Califonia Chardonnay von Chalie's "herausgevordertem" Bruder Allen oder seinen Mikro-Lebensabschnitts-Genossinen konsumiert wurde, musste / durfte ich - man wird am Ende sehen wie sich meine Zufriedenheit äußern wird - zum wiederholten male ein Opfer meines "Pinot weit weg" Neugierismus werden und zu einem selbigen greifen. Daher gibt es heute Kendall-Jackson Vintner's Reserve Pinot Noir aus dem Jahr 2010! Lasst uns mal schauen ob es eher eine "Pflichtaufgabe" oder doch ein Vernügen war ...
23.4.15
Moser Family Cabernet Sauvignon Changyu Winery 2010, Ningxia
你们好
und ein zünftiges SERVUS der sich fortschreitend
konzentrierenden Leserschaft dieses Weinblogs ;-)! Endlich geht es mal
wieder um Wein der nicht alle Tage auf mitteleuropäischen
Mittagstischen zu entdecken ist. Nun ja, letzteres dürfte sich doch
auf mehrere vorgestellte Weine dieses Blog's beziehen. Aber genug der Faselei!
Bei meinem heutigen Wein handelt es
sich um einen chinesischen Österreicher oder einen österreichischen
Chinesen oder einen Volksrepublikanischen Homo
austriacus oder
einfach nur um Cabernet Sauvignon aus der Provinz Ningxia der unter
der Mitarbeit von Lenz Moser, einem nicht ganz unbekannten Weinhändler und Produzenten, in einem Chateau von China's traditionsreicher
Changyu Winery entstanden ist. Gegründet wurde Changyu in Yantai
schon vor mehr als 100 Jahren. Doch erst seit gut 20 Jahren im Zuge
der Öffnung der chinesischen Wirtschaft expandiert das mittlerweile
gigantische Unternehmen in die unterschiedlichsten Landesteile des
Reichs der Mitte (aktueller Stand sechs Chateaus – was wörtlich zu
nehmen ist - in unterschiedlichen Provinzen). Die Trauben für den Moser Family Cabernet Sauvignon 2010, den
man getrost als einen Zweitwein des Hauses bezeichnen könnte, stammen
aus der weinbezogen sehr aufstrebenden zentral-chinesischen Provinz Ningxia. Das eigentliche Weingut
Changyu Moser XV wird nach der Ningxia Klassifikation (angeleht an die 1855er Klassifizierung), ja
die gibt es seit dem Frühjahr 2014 wirklich, als eines von zehn 5th
Growth Weingütern gelistet. Seit eingen Jahren werden auf
ca. 75 Hektaren werden in einer Höhe von 1100 Metern über dem
Meeresspiegel Cabernet Sauvignon und Merlot Trauben nach ECOCERT
Richtlinien angebaut. Na dann lasst uns doch mal schauen wie er denn nun
war ...
17.4.15
Happening Now Tasting 25: Līgatne Vīna Brūkleņu pussaldais vīns, Gauja Latvia
I am not quiet sure how
to start this post. I better keep it short and let the tasting note speak for
itself. Might be the best way to handle something like that! Just a few facts in advance: First – I never ever had
something like that before in my life, which makes me a perfect
expert to assess this indeed pretty special stuff; Second: I really
don't know what to expect from this stuff, haven't encountered too
many cowberry wines so far; Third: the berries for this "wine" from Līgatne Vīna
were harvested in the area of the National Park of Gauja, mostly woods and swamps, in central
Latvia, were fermented for approx. 12 months and the juice haven't been enriched at all; Fourth: What the hell ... let's see how
this stuff is rocking ….
9.4.15
Beaux Frères Pinot Noir 1993, Willamette Valley
Eins vorab! Ich habe (leider) keine Ahnung wie das Jahr 1993 in
Oregon hinsichtlich Wetter, Ernte und weiteres so gewesen sein mag …
und ich bin, wie es der gelegentliche Leser verstehen mag, viel zu
faul solche mühsamen Recherchen anzustrengen. Nur eins: es soll wohl nicht das aller beste Jahr gewesen sein ... Nun ja ... wichtiger ist was dem pinot-beflissenen
Weinfreund bei seiner Grundausbildung hin zum Pinot-"Fanatiker"
möglicherweise nicht entgangen sein mag. Sprich, die Kenntnis darüber,
dass es sich bei einem dieser Beaux Frères (franz. für Schwäger),
die dem Weingut den Namen verliehen haben, um eine nicht ganz
unbekannte Persönlichkeiten des Weinkosmos handelt. Diese
Persönlichkeit ist niemand geringeres als Robert M. Parker Jr.
Seines Zeichen Weinpapst oder Ähnliches. Der andere, und
mittlerweile auch nicht gerade unbekannte, beau-frère ist Michael
Etzel. Zweiterer, also Michael Etzel, war es, der 1986 beschloss auf
dem Grund einer ehemaligen Schweinefarm in Ribbon Ridge Weinreben
anbauen zu wollen. Dazu benötigte er finanzielle Unterstützung, die
er dank der Hilfe seines beau-frère aus Maryland erhielt. Die ersten
Jahre verkaufte Etzel, der auch als Weinmacher fungiert, den Großteil
seiner Ernten an namenhafte Nachbarn wie Ken Wright oder Dick Ponzi.
Erst im Jahr 1991 begannen die Beaux Frères eigenen Wein im größeren
Stil zu produzieren. Schon ab dem ersten Jahrgang zeichneten sich
ihre Weine durch hohe Konzentration, durch viel Extraktion und durch
lange Fasslagerung (im Schnitt 36 Monate) mit hohem Neuholzanteil aus.
Eine Herangehensweise die mir in den meisten Fällen persönlich nicht sonderlich entgegenkommt. Da ich bis zu meinem heutigen „Pinot weit weg“ nur junge
Weine von Beaux Frères verkosten konnte - die mir nicht sonderlich zusagten, habe ich mich um so mehr
gefreut – gefreut im Sinne von pseudowissenschaftlichem
Neugierigkeitswahn - einen sehr gereiften Beaux Frères Pinot Noir aus dem Jahr
1993 in die Hände zu bekommen. Na genug gefaselt, dann lasst uns doch mal gucken wie er so war dieser "Parker Pinot" …
Subscribe to:
Posts (Atom)






