Weil es in Ungarns Pinotwelt so schön
war schlage ich vor: Auf zu einem weiteren Mal nach Ungarn – doch diesesmal nach
Eger zu Tibor Gál! Nach Attila Gere muss fast zwangsläufig ein
Tibor Gál Wein folgen. Genau wie Gere war auch Gál einer der
Pioniere des, und Garanten für, hohe Qualität im „neuen“
ungarischen Weinbau. Nach seinem unglücklichen Tod im Jahr 2005
führte seine gesamte Familie das Weingut mit internationalem Erfolg
weiter. Mittlerweile ist das Weingut über 50 Hektar groß und bietet
in etwa zwanzig verschiedene Weine an. Insbesondere spielen die Pinot
Noirs aus den kleinen Einzellagen, natürlich neben den klassischen
Bikavér Verschnitten, eine sehr wichtige Rolle im Sortiment des
Weinguts. Letztlich war es Tibor Gál selbst der dieser Rebsorte den
maßgeblichen Qualitätsschub in Ungarn zukommen ließ. Aus solch
einer Einzellage stammt auch dem Weingut sein bekanntester Pinot Noir
namens Sikhegy. Sikhegy ist eine nach Süd-Südosten ausgerichtete
nicht all zu steile Lage mit Böden reich an Lehm und braunem
Waldboden.
Aufgrund eines seltsamen
Auswahlprozesses kam es dazu, dass ich ergänzend zu dem Sikhegy noch
eine kleine Flasche vom Arachon Cuvée aus dem Jahr 2006 mir
einverleibte. Soviel kann ich verraten. Eine interessante und sich
in gewisser Weise ergänzende Kombination ...