31.12.13

Fromm Winery Clayvin Vineyard Pinot Noir 2009, Marlborough




Was Badener und Schwaben machen, können ihre südlichen Nachbarn die Schweizer schon lange. Zumindest was das produzieren von Pinot Noir in fernen Ländern betrifft! Denn seit 1992 produziert, eigentlich korrekter formuliert produzierte, der Bündner Winzer Georg Fromm Weine in der Weinregion Marlborough an der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel. Mittlerweile konzentriert sich Georg Fromm nur noch auf seine Lagen in der Bündner Herrschaft und hat die Geschicke der Fromm Winery in die Hände seiner Landsleute Hätsch Kalberer und Georg Walliser, sowie einem Freund der Familie namens Pol Lenzinger gegeben.

Mein heutiger Pinot Noir wurde aus Trauben der Einzellage Clayvin Vineyard im Brancott Valley der Ernte des Jahres 2009 hergestellt. Wie der Namensteil „Clay“ schon andeuten mag, wuchsen die Reben mehrheitlich auf lehmiger Tonerde. Die Dichte der Bepflanzung im Weinberg ist meines Erachtens erwähnenswert, da bei 5000 Rebstöcken auf den Hektar jeder der einzelnen Pflanzen genügend, und überraschend viel, „Auslauf“ haben dürfte. Genug der trockenen Vorrede!

21.12.13

Schweizer Allerlei - Teil Zwei von Zwei



Weiter geht es mit meinen kürzlich erworbenen pan-helvetischen „Weinerfahrungswerten“. Im Vergleich zu Teil Eins von zwei bei Schweizer Allerlei sollte es noch abwechslungsreicher, intensiver und genussvoller werden. Wie letztes Mal möchte ich mit einem Chasselas beginnen. Dieses mal aus der AOC Yvorne im Chablais. Auch eine leicht exzentrische Petite Arvine aus dem Wallis durfte bei meiner Verkostung natürlich nicht fehlen. So verhielt es sich auch mit Dem Klassiker aus dem Kanton Neuchâtel: dem Œil de Perdrix. Ein weiterer, und überaus erfreulicher, Pinot Noir kam aus dem Thurgau über den Bodensee nach Deutschland gesegelt. Zum Abschluss hatte ich, wie auch bei Teil eins meiner Allerlei Verkostung, einen Merlot aus dem Tessin. Zu weiteren kurzen Erklärung sollte ich nochmals erwähnen, dass wieder die meisten Weine aus der (gehobenen) Mittelklasse der jeweiligen Weingüter entstammten und wiederum zu 4/5 aus Halbflaschen verkostet wurden. Genug der Präliminarien! Darum auf, zu den Gabriel Gläsern …

14.12.13

Cristom Vineyards Pinot Noir Sommers Reserve 2008, Willamette Valley





Wie mag ich diesen Wein wohl getrunken haben? Nicht gerade unbeeinflusst durch die psychologische Wirkung der Wonnen von herbstlichen Wetterkaprizen und die leicht paralysierende Gewalt eines verstauchten Knöchels haben für mich entschieden ein kleines, zugegeben ziemlich lächerliches und zutiefst subjektives "Experiment" an den Start zu bringen. Ein Abend mit musikalisch untermaltem Wein musste es sein, der mich aus meiner temporären Pein erretten sollte. Um das Experiment einigermaßen interessant, mehr für mich als den geduldigen Leser, zu gestalten habe ich mich entschlossen, verschiedenste und teilweise fast widersprüchlich anmutende, ich weiß - eine nicht sehr treffgenaue Umschreibung, Musikstile mit Weingenuss zu verbinden? Eine Melange, nicht gleichzeitig, aus der göttlichen La Traviata (offensichtlich zeitversetzt Live aus der Scala), den intoxicating Funk-Disco-Whatsoever-Hits von Earth Wind & Fire, den wunderbaren Trübsinnigkeiten von Radiohead und letztlich den lyrisch-lebensflüchtigen "Träumereien" der Doors (ebenfalls live, aber wesentlich zeitversetzter ...) sollten den Job der Untermalung für mich erledigen. Jetzt wird vielleicht klar, was ich mit dem unzureichenden Ausdruck "widersprüchlich" gemeint habe. Wenn nicht, ist das auch nicht weiter wichtig. Nur soviel: ich mag alle diese musikalischen Stilrichtungen! Weitere Hintergedanken gab es keine. Dazu später ein wenig mehr! Jetzt aber weiter im Text! Das zu untermalende Objekt!

Bei einer stark ichbezogenen Veranstaltung konnte eigentlich nur Pinot Noir in Frage kommen. Dieser Prädestination habe mich natürlich gerne gebeugt. Oregon Pinot war nach längerer Zeit mal wieder an der Reihe. Aufgrund des schon erwähntem Wetters habe ich mich entschieden meinen ersten öffentlich vorgestellten 14%igen Oregon Pinot wegen seiner vermuteten wärmenden Eigenschaften in Angriff zu nehmen. Der  Sommers Reserve 2008 von Cristom Vineyards in Salem ist ein Pinot Verschnitt aus unterschiedlichen AVAs und Lagen im Willamette Valley. Der 2008er besteht aus 90% Eola-Amity Hills, 6% Willamette Foothills and 4% Dundee Hills Traubengut. Auch die Verschiedenheit der verwendeten Klone war bei diesem Wein beträchtlich. Neben drei Dijon Klonen (114, 115, 777) kamen auch Trauben aus alten Pommard und Wädenswil Klonen in den Sommers Reserve zum Einsatz. Vergoren und für 17 Monate ausgebaut wurde der Wein in französischem Holz (59% neu). Der Langeweile genug! Auf geht's ...

9.12.13

Happening Now Tasting 8: Weingut Stadt Klingenberg Buntsandstein Spätburgunder 2011, Franken



Today I am thirsty for easy Pinot Noir! For a change, some German stuff will do nicely, I guess! Since 2010, young Benedikt Baltes is in charge of the Pinot (and of course the others) producing process at Weingut Stadt Klingenberg in Churfranken (a Franconian subregion which is predominantly famous for its redsters). The Spätburgunder Buntsandstein, with reference its type of soil – mottled sandstone, is his entry level Pinot Noir. So, let's check out how his 2011 is doing right now ...

30.11.13

Schweizer Allerlei - Teil Eins von Zwei





Ohne viel Vorrede möchte ich heute ein paar kürzlich erworbene Schweizer „Weinerfahrungswerte“ system- und ordnungsfrei, wie man anhand des konfusen Fotos schon erkennen kann, weitervermitteln. Insgesamt habe ich zehn mehrheitlich junge Weine von vermeintlich mittlerer Qualität aus allen Landesteilen der Schweiz verkostet um mir ein besseres - und natürlich sehr eingeschränktes wie auch wohl vollkommen unzureichendes - Bild über die Weinlandschaft unseres südlichen Nachbarn anzueignen. Verkostet habe ich die Weine mehrheitlich aus 0,375 und 0,35 Liter (eine Waadter Größe) Flaschen. Ich nehme an meine Leber wird es zu schätzen wissen. Teil Eins von Zwei gibt es heute. Den zweiten in ein paar Wochen. Los geht's ...

27.11.13

Groote Post Pinot Noir Reserve 2009, Darling




Und gleich noch eine südafrikanische Pinot-Verkostungs-Station hinterdrein! Heute auf etwas weniger ausgetretenen Pinot-Pfaden. Darling, was für ein netter Name, im südlichen Swartland gibt es zwar schon seit Jahrhunderten, doch erst in letzter Zeit schafften es einige Erzeuger Weine auf die Flasche zu zaubern, die sogar so manchem Weinenthusiasten ein Hauch an Interesse abringen konnten. Der heutige Wein kommt von dem historisch bedeutenden landwirtschaftlichem Gut Groote Post. Doch erst seit den 1970er Jahren werden unter der Regie der Pentz Familie auch Weintrauben angebaut. Doch erst 1999 konnten sich Vater und Sohn, Peter und Nick Pentz, durchringen eine Kellerrei aufzubauen um ihren Wein selber herzustellen und zu vermarkten. Von Beginn an konnten sie so manche nationale und internationale Fachjury von ihrem Sauvignon Blanc überzeugen. Mein Interesse, wie verwunderlich, galt natürlich dem Pinot Noir Reserve 2009. Die Trauben für diesen Pinot wuchsen auf stark lehmhaltigen und mit Steinen versetzten Hutton und Oakleaf Böden. Diese spezifische Art von Lehmböden sind im Swartland sehr häufig aufzufinden. Die eigentlichen Weinberge befinden am gen Süden ausgerichteten Kapokberg in den Darling Hills auf 250 bis 400 m über dem Meeresspiegel. 

Neben dem Pinot der Großen Post konnte ich noch einen etwas vom Idealbild abweichlerischen Chambolle-Musigny 2006 von Dujac Fils & Pére und eine vermutlich leicht angenockte Bombacher Sommerhalde 2005 vom Weingut Huber in Malterdingen probieren.

22.11.13

Michel R's Supermarkt BDX 2012 und zwei stattliche halbe Portionen





Herrje, jetzt gibt es an dieser Stelle endlich doch einmal etwas Bordeaux. Anlass war eine spontane Entscheidung bei einer virtuellen Cyber-Verkostung bei dasweinforum.de mitzumachen. Der Wein, Bordeaux A.O.P M. Rolland 2012 von Raymond Huet (laut EDEKA Webseite aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot), zeichnete sich für mich durch seine brutale und an schwerer Anstößigkeit kaum zu überbietenden Verpackung aus. Zum Rest später! In den Raum gestellte Fragen wie, warum und wieso so ein Wein gemacht und verkauft wird können gerne an anderer Stelle diskutiert werden. Ich spare mir solche Anstrengungen, da der Inhalt dieser Verpackung eine solche Anstrengung meinerseits nicht rechtfertigt. Um diesen jugendlichen BDX mit berühmter Handschrift etwas freudvoller genießen zu können, habe ich noch zwei halbe Portionen entkorkt. Natürlich sehr unpassende und im Grunde gemeine halben Portionen die zu keinem Zeitpunkt als Vergleichsobjekt gedacht waren. Die beiden haben mir in meinem Keller so nett zugeblinzelt. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Zwar immer noch junges Gemüse, aber dafür richtig knackig. Da war zum einen der von den Côtes de Castillon stammende Clos Puy Arnaud aus 2005 (60% Merlot, 25% Cabernet Franc, 10% Cabernet Sauvignon, 5% Malbec) und zum anderen der aus dem kleinen Dörfchen St. Julien stammende Chateau Leoville Barton 2007 (72% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot, 8% Cabernet Franc). Genug der Vorrede …

17.11.13

Haute Cabrière Pinot Noir 2009, Frankschoek



Ich glaube es ist schon eine ganz schön lange Weile her das ich mich im schönen Südafrika getummelt habe. Per Zufall bin ich vor nicht all zu langer Zeit dem heutigen Pinot Noir 2009 aus Franschoek in einer gut sortierten Weinhandlung, schon wieder, über den Weg gelaufen. Vom Namen her war mir der Pinot Noir vom Traditionsbetrieb Haute Cabrière in Franschoek schon lange ein Begriff. Insbesondere wegen seiner für Südafrika angeblich ein wenig ungewöhnlichen visuellen und körperlichen Leichtigkeit ist mir dieser nie ganz aus dem Gedächtnis enthüpft. Das Gut an sich besteht schon seit über 300 Jahren. Damals, im Jahr 1694 siedelte sich der hugenottischen "Bauer" Pierre Jourdan in Franschoek an. Um ein wenig abzukürzen wage ich bewusst einen gewaltigen Zeitsprung um nicht noch mehr mit Trockenheit zu langweilen! Im Jahr 1982 begann eine neue Zeitrechnung für Haute Cabrière. Seit diesem Zeitpunkt konzentriert sich das Weingut unter der Regie des deutschstämmigen Achim von Arnim auf die klassischen burgundischen Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir. Diese werden bei Haute Cabrière auch vermehrt in Schaumweinproduktion verwendet. Die Trauben für unseren heutigen Pinot Noir stammen aus gen Westen gerichteten Lagen in den steinigen Ausläufern des Franschhoekpass am westlichen Kap. Weiter mag die Ausbauzeit interessant ein. Diese betrung ca. 10 Monate in französischer Troncais und Allier Eiche. 

Neben diesem nun reichhaltig genug geschriebenen Südafrikaner hat es mich noch nach etwas Chardonnay gedürstet. Dafür musste eine Flasche des vortrefflichen Bourgogne Chardonnay 2010 von Benoît Ente aus Puligny-Montrachet herhalten. Jetzt bin ich aber mal gespannt. Beim Zweiten war ich ja mal wieder ein wenig sehr voreilig mit meiner Einschätzung …

12.11.13

Henschke Giles Pinot Noir 2010, Lenswood SA



Von Henschke mögen schon Viele was gehört haben. Hoffe ich zumindest! Neben Penfold's Grange mag Hanschke's "Hill of Grace", von bald jahrhundertealten Shiraz-Reben, der australische Icon-Wine schlecht hin sein. Da ich von beiden Weinen in der Vergangenheit viel zu wenige Exemplare verkosten durfte, sollte ich mir eigentlich kein Urteil darüber erlauben welcher nun der ikonischte aller Weine aus dem Lande Oz ist. Sollten, sollte man viel - natürlich zweifelsohne der "Hill of Grace". Ich merke, dass ich mal wieder, wie nicht selten, kräftig abschweife. Heute in eine Ecke, die EtikettenOrientierteTrinkerecke, in welche ich mich voller Hoffnung eher selten zurückziehen möchte. Einfach viel zu langweilig! Aber jetzt schleunigst zurück zum Wein! Heute soll es um einen Pinot Noir von Henschke gehen, der sich seine Meriten wohl noch verdienen muss. 

Der seit den 1980er Jahren produzierte Giles Pinot Noir 2010 stammt aus der Subregion Lenswood in den vom sehr kühlen südlichen Indischen Ozean, dessen bissig kalte Strömungen ich auch schon einige male widerwillig selbst genießen durfte, stark beeinflussten Adelaide Hills. Wie an Kühle, mangelte es den Adelaide Hills auch nicht an Feuchtigkeit. Dies macht die Region neben Tasmanien zu einer der nicht so vielen in Australien vorhandenen Regionen, die auf künstliche Bewässerung verzichten können. Gewachsen ist das Traubengut in ca. 550 m Höhe auf einer Vielzahl von Unterlagen die sich von Lehm über Ton bis hin zu Schiefer erstreckt. Ausgebaut wurde der Giles, der Name rührt übrigens von den vorherigen Besitzern des damaligen Obstgartens her, für ca. 9 Monate in 23% in neuem und 77% gebrauchtem französischem Eichenholz. Ein Mehr an trockenen Informationen weiß ich gerade nicht mehr über diesen Wein zu berichten. Was für ein Glück! Los geht's ...

10.11.13

E. & J. Gallo Northern Sonoma Chardonnay 1994, Northern Sonoma



I admit this time I go too far with my adventurism. Gallo! Chardonnay! Close to 20 years old! I guess I really don't know what I am doing here! Should I do something like that? Probably not ... anyway, at least it is not a regular standard Gallo Chardonnay from the Central Valley or wherever. In today's “Happening Now Tasting” I would like to give a 1994 single vineyard Chardonnay from Northern Sonoma AVA, perhaps from the Laguna Ranch Vineyards (couldn't find proper input about this oldie) a chance. I always wanted to try out some prime stuff from California’s biggest wine tycoon. So far I never had the chance to do so. Now the time has come …

4.11.13

Westrey Wine Company Pinot Noir 2008, Willamette Valley




Heute gibt’s mal eine kurze und unkomplizierte Online-Depesche von meinem Oregon Trail. Da ich von Westrey schon mal den Oracle Vineyard Pinot Noir vorgestellt habe, bin mal so dreist und verweise zwecks einer sehr knappgehaltenen Weingutseinordnung auf diesen Klick! Was den heutigen Wein im Speziellen angeht, kann ich nur so begrenzt weit ausholen, dass es sich beim Willamette Valley Pinot Noir 2008 um den Einstiegs Pinot der Westrey Wine Company in McMinneville aus einem der hervorstechensden Weinjahre der letzten Zeit handelt. Abgesehen davon, dass ich den Wein heuer in einem viel zu jungem Alter geöffnet habe, fällt mir nicht viel Berichtesswertes, als ob ich das je gehabt hätte, ein, dass ich noch bereit bin zu berichten. Wie schon implizit erwähnt - heute bin ich faul! Los geht’s …

31.10.13

Happening Now Tasting 7: Sociedade Agrícola do Carneiro Pactus Touriga Nacional 2008, Regional Lisboa




Hi there fellows! Once again it is time for some “Happening Now Tasting” material! This time I'd like to enter the realm of the grand variety Touriga Nacional. No doubt there are magnificent dry products from Douro, Dao and all the others. Today however, it is capital - and surroundings - time. Until 2009 all wines from this large and not so well received region were mostly named after the historical central province Extremadura. Nowadays there are a few VRs surrounding the capital city. More precisely today's wine comes from the Lisboa VR. It is a 100% short term fermented and aged (8 to 10 days resp. approx. 6 months) Touriga Nacional from approx. twelve year young vines. The vines were cultivated on clayey-calcareous soils of Quinta do Carneiro in Alenquer about 50 km north of Lisbon. Let's check it out … if it is going to make my Halloween Night!?!

26.10.13

Movia Gredic Exto 2009, Goriška Brda




Nach meinem ersten lehrreichen Ausflug in das pinot’ige Kroatien, soll es mich heute in ein nördliches Nachbarland verschlagen: Slowenien! Die bisher besprochenen slowenischen Weine konnten mich größtenteils von ihrer Qualität und frischen Charakteristik mehrheitlich durchweg überzeugen. Heute gibt es weder Riesling, noch Sipon oder gar Sauvignon. Heute soll es mit ExTo etwas lingualistisch exzentrischer werden. ExTo ist die bei Movia hausübliche Abkürzung für den veralteten Begriff: Tokajer. Demnach also Ex Tokajer! Bei besagtem ExTo handelt es sich um einen reinsortigen Wein aus dier Rebsorte Sauvignonnasse oder Friulano oder Sauvignon Vert uvm. - kurz und vollkommen oberflächlich formuliert - je nach Lingua und Örtlichkeit ein anderer Name. Genug dieser erbärmlichen Namensheranführungsversuche! Was gibt es sonst noch über diesen bis jetzt immer noch unbenannten Wein – nun aber (!) ExTo Gredic 2009 von Movia – zu berichten? Zum 1en, der Produzent! Wahrscheinlich eines der berühmtesten und zum Teil berüchtigtsten Weingüter Sloweniens: 22 ha groß, biodynamische Bewirtschaftung seit 1989, grenzübergreifende Weinberge in Brda und dem Collio und stark auf klassische slowenische Rebsorten konzentriert. Zum 2ten, die Rebsorte! Sauvignonnasse wird im Gegensatz zum benachbarten Friaul nur in der Region um Brda angbaut. Diese spätreifende und sehr „farbig“ wirkende Sorte neigt zu kräftigen, reichhaltigen, oft sehr komplexen, und leider auch manchmal zu ziemlich alkoholischen Weinen. Die beiden letzten Merkmale und seine "Farbigkeit" konnte man auch im heutigen Wein nachvollziehen. Durchaus sehr viel Komplexität und nicht wirklich erkläglich viel, aber dennoch etwas zu viel für meinen zarten Gaumen, Alkohol. Mehr dazu, nach dem „Mehr dazu“...

16.10.13

Krauthaker Pinot Crni 2008, Kutjevo



Ich beschäftige mich schon länger mit dem Einfall mich gedanklich ins Auto zu begeben, weit gen Südosten zu fahren, natürlich auch rein palatal, um einige interessante und vor allem gute Weine entdecken zu dürfen. Wie man teilweise auch hier im Blog finden kann, habe ich dieses wagemutige Vorhaben schon ein paar mal versucht zu unternehmen. So richtig hat es bis jetzt noch nicht klappen wollen. Das hat größtenteils mit dem zweiten der in groß genannten Attribute zu tun. Die letzten Male hab ich mein Glück mit lokal angestammten, teilweise auch autochthonen, Rebsorten versucht. In nächster Zeit möchte ich dieses Glück eher noch ein wenig mehr ausreizen! Jetzt soll es ausgerechnet dem Pinot Noir an den Flaschenhals gehen. Da bin ich mal gespannt! Was da noch auf mich warten mag ...

Für meinen ersten südosteuropäischen Spätburgunder habe ich mir einen der namhaftesten Weinbaugetriebe Kroatiens ausgesucht. Die Weine von Vlado Krauthaker gehören zu den hochwertigsten und interessantesten Slawoniens. Insbesondere seine Weine aus Chardonnay, Graševina (Welschriesling) und Sauvignon Blanc gehören zu den besten der Weinanbauregion Kutjevo. Wie schon mehrfach erwähnt habe ich - natürlich rein aus zweifelhafter Neugier heraus - zum Spätburgunder, dem Pinot Crni, des Hauses aus dem Jahr 2008 gegriffen. Die Trauben für diesen pinotigen Slawonen wuchsen auf den gen Süden gerichteten und hauptsächlich sandig-lehmigen Hängen des Požega Tal. Ausgebaut wurde der Wein für 13 Monate in 85% gebrauchtem und 15% neuem Holz. Jetzt bin ich sogar noch gespannter ...

10.10.13

Happening Now Tasting 6: Bodegas La Rioja Alta Viña Ardanza Reserva 1994, Rioja


Hell man, my first Rioja on the blog! As I’ve just realized that fact, I was definitely a bit shocked, because I’d consider la Rioja as one of my most preferred viticulture regions on this very planet. So, today we'll have another premiere on "Happening Now Tasting"! This time I’d like to introduce you guys to Viña Ardanza Reserva 1994 from the fundamentally amazing famous Bodegas La Rioja Alta. In general Viña Ardanza Reserva is a blend of 80% Tempranillo from vineyards in Fuenmayor and Cenicero (Rioja Alta, 600m above sea-level) and 20% Garnacha from vineyards in Tudelilla (Rioja Baja). Like most Rioja Alta wines the Ardanza is for sure a “slow wine” in a slightly different sense. A commercial sense maybe! The ageing in American oak barrels takes in average four years for the Tempranillo and two to three years for the Garnacha. Subsequent to the aging in barrel the Viña Ardanza Reserva wines will spend another several years in the bottle before being released to the public. Let’s check it out on “Happening Now” …


7.10.13

Domaine Pierre Matrot Blagny 1er Cru La pièce sous le Bois 2004



Manchmal ist es ganz gut sich gegenüber zu starren selbstinduzierten Vorhaben ein wenig hinwegzusetzen! Das starre Vorhaben meinethalben besteht darin nie (bzw. immerhin so gut wie nie) über deutsche Rieslinge, Weine aus dem Bordeaux und sogar über Weine aus meinem geliebten Burgund in diesem Blog zu schreiben. Warum? Ganz einfach! Über diese Regionen gibt es soviele Meinungen, Beiträge, Expertisen usw. - da braucht es nicht auch noch meinen unqualifizierten Senf! Was die Post-Headliner betrifft ist mir dieses Vorhaben fast immer gelungen. Abgesehen von einem begeisternd und ungewöhnlichen Burgunder aus Nuits-St.-Georges und etwas Riesling aus dem Rheingau. Als „Nebendarsteller“ habe ich sicherlich den einen oder anderen aus diesen zu vermeidenden Regionen in so manche Post gerne mit eingeschmuggelt. Soviel sollte ich wohl zugeben!

Warum diese Vorrede? Zum einen, weil dieser "Nicht-Wirklich-Zustand" schon manchen Lesern aufgefallen ist und zum Nachfragen anregte und zum anderen hat es damit zu tun, dass ich heute persönliches Weinneuland an der Côte d'Or betreten möchte. Letztlich möchte ich mit meinem Vorgefasel diesen "Verstoß" mir gegenüber rechtfertigen  ;-)

Jetzt aber weiter zu den hoffentlich etwas interessanteren Teilen der Post! Das persönliche Neuland heißt Blagny! Blagny ist eine sehr kleine AOC (Appellation d'origine contrôlée) zwischen den weltberühmten Dörfern Meursault und Puligny-Montrachet. Auf nicht einmal 5 ha werden in dieser Appellation Pinot Noir Trauben angebaut. Kein Wunder, dass es sich nie zuvor für mich ergeben hat einen Blagny Wein verkosten zu dürfen. Zum besseren Verständnis sollte noch erwähnt werden, dass sich die Bezeichnung Blagny nur auf Rotweine in der knapp gefassten Umgebung um den Weiler Blagny bezieht. Weissweine aus den sieben Premier Cru Lagen werden durchweg entweder als Puligny-Montrachet oder Meursault ausgezeichnet. Tja, das wunderbar komplizierte Burgund! Mit weiterführenden Randinformationen verschone ich euch lieber ...

Der tatsächliche Wein meines "Neulandsbetritt" ist der Blagny 1er Cru La pièce sous le Bois 2004 von der Domaine Pierre (Thierry et Pascale) Matrot in Meursault. Dieser wurde von durchschnittlich 30 Jahre alten Reben erzeugt, komplett entrappt, nur teilweise angequetscht und im Holz für 8 bis 15 Tage mit natürlichen Hefen vergoren. Darauf folgte der Ausbau für ca. 11 Monate in 20% neuem Holz (Rest Mehrbelegung). Wie das Foto schon verrät hat sich zu meinem "Neulandswein" ein vertrauteres Gesicht aus der Pfalz gesellt. Schaun wir mal wie sich die beiden Kleinen vertragen haben …

1.10.13

Happening Now Tasting 5: Terres Dorées (Jean-Paul Brun) Beaujolais Blanc 2011





My first Beaujolais on the Blog and possibly my first white Beaujolais ever! I guess I am not particularly into wines from this - in recent years once again highly regarded - region in the east of France. Can't really give you a proper reason for this personal deficit or reluctance. Maybe it's about a few certain cheesy flavours of Gamay?! No general assumption though! Anyway, I am open to attempts of conversion! I am glad about any recommendation! Today is no Gamay-Time, it's Chardonnay-Time! Chardonnay or other white grape varietals suffer a dire life in Beaujolais. Only a very few percentages of the entire cultivated area are dressed white. Today's Chardonnay is from one of the famous and reliable names in Beaujolais: Jean-Paul Brun. For about twenty years Jean-Paul tries (and accomplishes) to produce traditional Beaujolais wines from clay and limestone soils. Let's have a short glimpse at my first impressions …

30.9.13

Singerriedeln 2006



Heut soll's mal richtig Singerriedeln nach 06er Style! Da muss natürlich Franz Hirtzberger's Smaragd Riesling dabei sein. Auch der kooperative Singerriedel Smaragd Riesling der Domäne Wachau durfte nicht fehlen. Ein dritter Singerriedel 06 Smaragd war leider inkontinent und möchte vor lauter Scham nicht genannt werden. Dann soll es zum Wohle aller, insbesondere zu meinem, auch so sein! Als ein un-singerriedel-ischer Durstlöscher musste dann noch Das herhalten was in der Küche parat stand. Glücklicherweise enttäuschte der Chateau du Glana 2000 aus St. Julien keinesfalls. Jetzt aber erst mal zu den Rieslingen …


27.9.13

Soter Vineyards North Valley Pinot Noir 2007, Willamette Valley




Und weiter geht es mit einer neuen monatlichen Zwischenrast auf dem Oregon Trail. Mein heutiger Pinot Noir stammt aus der Ende der 1990iger Jahren von dem verdienten kalifornischen Weinmacher und -berater Tony Soter gegründeten Soter Vineyards Weinkellerei in Yamhill Carlton. Bei Soter könnte man von einer Barn-Winery, also einer Art Heustadl-Weingut, sprechen, da anfänglich die Weine in der ehemaligen Yamhill County Barn gekeltert wurden. Mein heutiger North Valley Pinot Noir 2007 gehört zur Basislinie des Hauses welche aus zugekauften Traubengut hergestellt wird. Die Trauben für den North Valley Pinot Noir stammen zu ca. 50% aus der Eola-Amity Hills AVA, ca. 40% aus der Yamhill-Carlton AVA und unter 10% aus der Dundee Hills AVA. Also, wie schon beim meinem letzten Oregon Pinot ein Verschnitt aus verschiedenen Lagen und verschiedenen AVAs. Daher ergibt sich auch, dass die Trauben auf sehr unterschiedlichen Böden gewachsen sind (z.B. in Yamhill-Carlton auf Fülle und Kraft verleihenden Sand- und Schluffsteinböden oder in Dundee Hills auf mineralischer Feinheit (mit)erzeugenden vulkanischen Jory Böden). Zu 20% wurden die Trauben samt Traubenstiel und Rappen im Holz vergoren und in größtenteils gebrauchtem Holz (ca. 15% neues französisches Eichenholz) ausgebaut. Jetzt schaun wir mal ob dieses flüssige Zwischenrast-Vesper geschmeckt hat …

23.9.13

Teutonic Tinto Part 4: Weingut Paul Fürst Spätburgunder R Bürgstadter Centgrafenberg 2007, Franken





Pinot Noir – undoubtedly my most favourite grape variety! Spätburgunder – or in my language: Teutonic Pinot Noir – well, how shall I put it …? Maybe not that undoubtful might be the most diplomatic version! Especially concerning those high-end representatives! Various overambitious characteristics like over-oaking, toasting issues, over extraction, jamy fruit, lots of alc. etc. in plenty - not all, of course - of those high-end Spätburgunders provide me with head-shaking and other feelings I better won’t bring up ...! In my opinon there is far more quality to find in the entry- and mid-range-level sphere of Spätburgunder. Anyway, that's my opinon ... don't know what you guys on the net think!?



Today I’d like to give an high-end Pinot Noir from Teutonia a chance to show me different qualities. The representative for my endeavour: Bürgstädter Centgrafenberg Spätbugunder R 2007 from Weingut Paul Fürst. Since the early 1980s Paul Fürst is the Spätburgunder-Beacon from Mainviereck region in the very west of Bavaria. In recent decades the Pinot Noirs and Frühburgunders from his most famous parcels in Centgrafenberg (southwest facing red sandstone and clay vineyards, altitude between 150 to 250 meters) haven’t had any problems to show paramount examples of fantastic and highly mineral driven Teutonic Pinot Noir. Let’s check this one out …

20.9.13

C.C.P.R.




C. C. P. R. ? Keine Angst ich möchte heute keinen Bericht über die vortrefflichen Weine einer ehemaligen Sowjetrepublik der Menschheit näherbringen. Meiner naturgemäßen Schreibfaulheit und der wilden Zusammensetzung einer neulich stattfindenden Verkostung geschuldet, wollte ich mich heute im Urwald des Abbreviationismus verlaufen und mit der Verwendung der Anfangsbuchstaben der jeweilig getrunkenen Rebsorten einen nicht sehr kreativen und vollkommen unverständlichen Titel platzieren. So, das war doch mal wieder ein auf mehreren Ebenen wunderbar nachvollziehbarer Satz!?! Einfach weiter zum Wein. Der war nämlich nicht so kompliziert - naja teilweise vielleicht schon - und fehlerhaft. Dafür aber meistens sehr gut  ...

16.9.13

Happening Now Tasting 4: Weingut G. Heinrich Pinot noir Dorflagen 2012, Neusiedlersee


 

Ain’t I am a fan of shooting just released Pinot Noir down my gullet!? Not really! But today it shalt be different. Why? Curiosity paired with a decent amount of desire for Pinot! Curiosity – because I am not the biggest fan of Pinot Noir from the Burgenland in the east of Austria and desire – well, actually … non of your business! Anyway, great opportunity to have another “Happening Now Tasting"! This time with Weingut Heinrich’s – the famous one from Gols, the Gernot – Pinot noir Dorflagen 2012. The grape material was hand-harvested in August 2012 from the biodynamic cultivated Ried Goldberg and Ried Salzberg, spontaneously fermented in large oak tanks and aged for eight months in used 500 l barrels. Last educational input for today: just like its name - for German speakers, and the minusculed "noir", might indicate: Entry Level Pinot - don't expect too much then!

9.9.13

Castello della Sala Pinot Nero 1996, Umbria




Einige Kilometer entfernt vom schönen Orvieto im umbrischen Bergland steht eine mittelalterliche Burg die seit mehreren Jahrzehnten, genauer gesagt seit 1940, einer der bekanntesten Weindynastien Italiens gehört. Die Burg heißt Castello della Sala und die wohl wesentlich bekanntere Dynastie heißt Antinori. Auf den ca. 160 ha Weinbergland von Castello della Sala werden neben wenigen regionaltypischen Rebsorten hauptsächlich Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot Nero kultiviert. Um Letzteren und flächenmäßig mit abstand Kleinsten, nur ca. 7 ha sind mit Pinot Nero bestockt, soll es heute gehen. Die Geschichte dieses Pinot Neros ist noch nicht so weitgereift wie das eigentliche Castello oder die Dynastie. Erst seit 1988 wird von der Familie Antinori ein umbrischer Pinot Nero zubereitet. Die Trauben für meine Ausgabe von 1996 wuchsen zwischen 400 m bis 600 m ü.d.M. auf hauptsächlich sehr kalkhaltigen Böden. Das Lesegut wurde entrappt, teilweise gepresst und in Edelstahl sowie in französischer Eiche vergoren. Darauffolgend ruhte sich der noch junge Wein für acht Monate in französischem Holz und 15 Monate in seiner Flasche aus. Nach weiteren ca. 180 Monaten habe ich nun diesen Pinot Nero aus seinem gläsernen Käfig befreit wurde dankenswerterweise sehr positiv überrascht …

2.9.13

And Now for Something Completely Different ... A Lil' Natureo Tasting




Bored people are into astoundingly questionable actions! Today, I would like to indulge myself with something completely different! For the sake of conciseness I'll try to stick to the basics concerning the producer, to the production process and to the actual “wines”! I hope my plan will work out! Not quite sure yet …

Well, there is not too much to elaborate about the producer: Just Torres! The big Catalan wine empire which was founded in the second half of the 19th century which stretches out all over Spain, California and Chile. Famous names like Mas la Plana, Coronas and Marimar Estate speak for themselves. Natureo, a relatively young project, might be not that overwhelmingly famous! What is it? Well, wine – which was de-alcoholised to a level just below 0,5% of alcohol! Yeah – sounds a bit grim, right? Today's both “wines” were fermented for two weeks in stainless steel at a permanent temperature between 14 to 16 centigrade + a bit of skin contact time for the redster and subsequently de-alcoholised. That's enough techno-knowledge for today! Let's keep the concise manner, no more jabbering and straight over to the „wines“ …

30.8.13

Mount Langi Ghiran Blue Label Langi Shiraz 1997, Grampains



Im Zentrum der heutigen Post sollen Weine, bzw. wegen tragischen Umstände - naja ganz so schlimm war's dann auch nicht - leider nur ein Wein, aus einem großen Weinland stehen, dass aus Sicht nicht weniger europäischer Weinfreunde nicht all zu oft mit freundlichen Worten bedacht wird. Ich möchte mir hinsichtlich gewisser Einstellungen diesem Weinland gegenüber einen ausführlichen Kommentar verkneifen, da ich manche Vorbehalte gut verstehen kann und andere ganz sicher nicht teile. Aus meinen mittlerweise nicht so wenigen vorangegangenen Verkostungen heraus kann man wohl von selbst schließen, dass ich weder zum Eurozentrismus neige noch nur eine Sekunde damit verschwenden möchte industriell produzierte Weine mit oder ohne Alko-Süß-Bomben-Potential, ich kürze es mal so vollkommen unzulänglich und platt ab, in irgend einer Weise verteidigen zu wollen. Für mich gibt es in sehr vielen Ländern der Erde, auch außerhalb Europas, Weinproduzenten die interessante, beeindruckende, charaktervolle, eigenständige und sehr gute Weine produzieren können. Damit lasse ich es am besten gut sein und fahre fort. Sonst kommt es schon  wieder zu so einem unerträglich langer Einführungstext ;-)

Aber halt - Ich Schlafmütze habe ja noch gar nicht erwähnt welches Weinland ich eigentlich meine! Australien! Australien meinte ich natürlich! Eigentlich hatte ich vor an dieser Stelle zwei interessante Shiraz aus Australien vorzustellen. Einer wollte leider nicht so recht. Betreffender hat es vorgezogen sich mit seinem miserablen Korken auseinanderzusetzen und unangenehme Aromastoffe zu entwickeln. Passender Ersatz stand leider nicht parat. Deshalb steht heute nur folgendes auf der Weinkarte: zum einen Mount Langi Ghiran Blue Label Langi Shiraz 1997 aus den Grampains im westlichen Victoria. Da der Barossa Valley Shiraz 2006 von Turkey Flat keine Lust hatte musste als spontaner und nicht gerade ebenbürtigen Ersatz der Antonin 2005 von Grès Saint Paul aus dem Languedoc herhalten. Vorab gab es zusätzlich noch einen Sauvignon Blanc 2011 von Silvio Jermann aus Gulia-Venezia.

28.8.13

Tenuta delle Terre Nere Etna Rosso 2008, Etna



A few years back I bought a couple of Terre Nere wines from Etna region on Sicily. Over the years I tasted plenty of their wines during several occasions and was pretty much always quite pleased about their entire collection. That might have been a good reason which explains the acquisition of more than just (my) regular amount of bottles. Or maybe it was the seductive phrase on the back label: “Borgogna del Mediterrano”. Who knows? Doesn't matter anyway! Today I would like to start with the entry level red Cru from Terre Nere. The Etna Rosso 2008 was made from younger Nerello Mascalese and Nerello Mantellato (in later vintage this one was substituted by Nerello Cappuccio) vines from the steep volcanic (obviously!) slopes of Mount Etna. The higher qualities are produced from 40 to 140 year old autochtonous vines! What else to know? Aging took place in large French oak and cultivation following organic principles since 2002. Let's check it out:

26.8.13

Chehalem Wines 3 Vineyard Pinot Noir 2007, Willamette Valley





Wie mir scheint, wenn ich so aus dem Fenster schaue, beginnt der November dieses Jahr schon recht früh. Nebel, Regen, Kälte und trübe Gedanken haben bei mir gerne den Effekt mir etwas Pinot'iges ins Glas zu schenken. Daher hat es sich ergeben, dass ich - obwohl der eigentlich noch herrschenden Pinot-Pause - mir ein weiteres Exemplar aus Oregon am Sonntag, also gestern, gegönnt habe. Mein gestriger Wein stammte von einem der eingesessenen, wenn man bei einem Gründungsdatum 1980 davon ausgehen darf, Produzenten im Willamette Valley. Chehalem (Tsch-häj-läam), ein Calapooia Indianer Wort welches man wohl am besten mit "Angenehmem Land" oder auch "Tal der Blumen" übersetzen kann, wurde 1980 von Harry Peterson-Nedry mit dem Ridgecrest Vineyard gegründet. Heute ist es einer der erfolgreichsten und mit um die 90 ha einer der größten Weinbaubetriebe in Oregon. Die Arbeitsmethode im Weinberg ist nicht bzw. noch nicht durchgehend, wie auf sehr vielen Weingütern in Oregon, bio oder biodynamisch. Die Anwendung der wunderbar klingende Bezeichnung „lutte raisonnée“ dürfte bei den chehalem'ischen Verfahrensweisen am treffgenausten sein.

Neben einigen sich stark von einander unterscheidenden Pinot Noirs aus sehr unterschiedlichen Einzellagen, konzentriert sich Chehalem auf die Produktion von Riesling und fassvergorenem Pinot Gris! Leider war es mir bis jetzt noch nicht vergönnt diese zu probieren, doch so Bacchus es will wird dies vielleicht auch mal passieren! Die drei berühmtesten Pinot Noir Weinberge des Weingutes: Stoller Vineyard (Dundee Hills AVA), Corral Creek Vineyard (Chehalem Mountains AVA) und Ridgecrest Vineyard (Ribbon Ridge AVA), alle mit unterschiedlichen Klonen bepflanzt, verteilen sich über das ganze Willamette Valley. Das Pinot-Traubengut aus jenen Lagen wird zum einen zu jeweils einem Lagenwein von fortgeschrittener Qualität ausgebaut und vermarktet und zum anderen in einem Lagencuvee auf gehobenen Einstiegsniveau zusammengefasst. Letzteren zusammengefassten Pinot Noir, der sich verständlicherweise 3 Vineyard nennt, hatte ich nun gestern im Glase. Der 2007er wurde aus 49% Ridgecrest (Kurzbeschreibung: biologisch bewirtschaftet, karge vulkanische Basaltböden mit etwas Sandstein und Ton, kühleres Klima, eng bestockt, hauptsächlich Pommard- und Dijonklone und um die 30 Jahre alte Reben – ergeben anscheinend die ernsthaftesten und kräftigsten Weine des Weinguts), 37% Stoller (Kurzbeschreibung: roter Jory und Nekia Vulkanstein, wärmeres Klima, eng bestockt, hauptsächlich Dijon Klone und im Schnitt keine 10 Jahre alte Reben – ergeben anscheinend warme und eher reichhaltige Pinots) und 14% Corral Creek (Kurzbeschreibung: schlammig-lehmiger Laurelwood Boden, warmes Klima, hauptsächlich mit Pommard- und Wädenswilklonen bestockt und bis zu 30 Jahre alte Reben - ergeben anscheinend reichhaltige und reifere Weine die auch gut zum Verschnitt gegeignet sind) komponiert und für 9 Monate in 20% neuem, 22% in einmalig gebrauchtem und der Rest in merhfach gebrauchtem französischem Holz ausgebaut. So, dass war nun etwas viel extra-trockene Information zu meinem gestrigen Wein. Wer mehr Interesse an solchen Informationen hat, den verweise ich gerne auf die Webseite von Chehalem. Wie die meisten Weingüter in Oregon bietet auch deren Webseite eine enorme Menge an Information und Transparenz für den wissensdurstigen Winefreak. Solch eine Informationsflut würde ich mir anstatt einer intensiven Konzentartion auf Marketing-Lyrik und hübschen Flash Animationen bei Weingütern anderer und nicht ganz so ferner Weinbauregionen gerne gefallen lassen. Nun aber genug gejammert! Auf Auf … zum Wichtigen!

19.8.13

Mulderbosch Chenin Blanc Steen op Hout 2011, Stellenbosch




Today it is time for Steen! Steen, besides Pinotage, might be the top-dog grape varietal of South Africa. In case you guys don't know. In other places on our lovely planet this varietal globetrotter is called Chenin Blanc. In fact South Africa is the largest grower (approx. 19000 hectares) of this very varietal. I've chosen today's wine because it is highly proliferated, reasonable and made by a quite renowned wine producer. The Chenin Blanc Steen op Hout 2011 from Stellenbosch (and some Swartland material) viticulture area is the entry level wine of Mulderbosch Vineyards which is definitely more famous for its Chardonnays and Sauvignon Blancs. Since the dawn of the cooperation between Larry Jacobs, a career changer from physicians to wine, and the  winemaker Mike Dobrovic, Mulderbosch started to gain quite some reputation for their crisp and reliable white wines. As I've mentioned earlier, their Chenin Blanc is their bread and butter wine. Ment to be uncomplicated, fresh, crisp, pleasing, stimulating (for more) and probably just ... joy providing. A classic summer wine after all! Let's check out how I got along with it …

13.8.13

Castel Schwanburg Südtiroler Cabernet 1989 und zwei Blaulemfränkberger



Es ist manchmal schon verwunderlich was sich so alles in Weinhandlungen finden lässt. Erst letztens bin ich über ein paar in Originalfolie verpacke Flaschen aus der Prä-Mauerfall-Ära gestolpert, die sich äußerlich in einem fantastischen Zustand befanden. Wenn diese besagten Weine nun aus einem der klassischen Weinbaugebiete der großen Bs, Rs oder Ms gewesen wären würde ich mich nicht so wundern, dass ich mich hier auto-genötigt fühle darüber schreiben zu müssen. Doch es war kein Wein aus den berühmten alterungsfähigen Fabellagen der Weinwelt. Mein heutiger Wein stammt aus dem kleinen Südtirol und war noch so erschreckend gut in Schuss, dass ich doch sehr überrascht war …

9.8.13

Ventisquero Queulat Pinot Noir Gran Reserva 2010, Valle de Casablanca




Im Moment ist eine kleine Verschnaufpause von der Hitze eingetreten. Daher bietet sich ein kleiner Kurzurlaub vom Pinot-freien Sommerurlaub an! Der heutige Pinot Noir kommt aus dem Casablanca Tal in Chile. Hergestellt wurde dieser von dem nicht gerade kleinen Hersteller und noch ziemlich jungen Hersteller Ventisquero, der wie seinen anderen großen Kollegen aus Südamerika Weine in verschiedensten Linien zu entsprechenden Stilen und Qualitäten auf den Markt bringt. Beim Queulat Pinot Noir Gran Reserva 2010 handelt es sich wohl um einen Single Vineyard Pinot Noir der etwas „bodenständigeren“ Qualität welche keinesfalls die Welt gekostet hat. Ab und zu ist es mal gar nicht so schlecht etwas Preisfreundliches zu probieren. Aber nur ab und zu mal ...
Mal schaun‘ wie er sich geschlagen hat …
 

6.8.13

Sociedade Agricola do Vale de Joana Grou 2005, Alentejano




It's been a while since my last publicly drunk Portugese red blend. For today’s wine I made a little imagined detour to Alentejano in sweltering hot centre of Portugal. The Grou 2005 wine is a red blend made from the autochthonous grape varietals Aragonez (Tempranillo), Alicante Bouschet, Touriga Nacional and Trincadeira. It was produced by a local cooperative in Cabecao and aged in French oak for a couple of months. What else is important to know? Enormously heavy bottle, pretty heavy wine and plenty of solid matter within. Let’s check this heavy fellow out …

3.8.13

Grifalco Aglianico del Vulture 2007, Basilicata





Es ist immer noch heiß! Wenn es heiß ist läuft mein Hirn gerne auf Sparflamme und ich fälle seltsame Entscheidungen. Daher hat es sich wohl ergeben, dass ich mich letztens in ein Freibad verlaufen habe. Ein Freibad wie man es sich kaum besser vorstellen kann! Ein Freibad inklusive Umkleidekabinen mit unbeabsichtigten „Frischluftlöchern“, einer sozial generierter Engparzellisierung auf der Liegewiese, Pommes-Sonnecreme-Melange-Düfte aus allen Richtungen und Sardinenbüchsengefühle in den Nassbereichen. Da war ich nun, bewaffnet mit Handtuch, Badehose, einem stilos stillosen Weinglas aus oberpfälzischen Produktion, dem Wine-Stained Notebook eines gewissen trinkfreudigen Schriftstellers - zur persönlichen Zerstreuung bezüglich der beengten Einengungsverhältnisse - und einer Flasche Greifvogel Wein aus einer der wildesten, schroff-bergigsten und unterbevölkertsten Gegenden Italiens: Der Basilicata am Knick von Ferse und Ballen. Hergestellt wurde der Grifalco 2007 aus 100% auf vulkanischen Böden der DOC Vulture (Monte Vulture) gewachsenen Aglianico Trauben. Für mich ist Aglianico vielleicht die interessanteste klassische Rebsorte Süditaliens. Aus ihr lassen sich nicht all zu selten Weine mit Reichhaltigkeit, Schwere, Komplexität und einer gewissen kühlen Spannung herstellen. Die berühmtesten Beispiele für soche Weine mögen wohl aus der kleinen Region Taurasi in Campania stammen. Doch auch in der Basilicta zeigen einige Weinproduzenten was für ein Potential in dieser Rebsorte steckt. Die Azienda Agricola Grifalco della Lucania von Fabrizio Piccin und Ehefrau kultiviert erst seit wenigen Jahren Trauben in der Basilicata (erster Jahrgang 2004). Ihre Weinberge liegen in Regionen zwischen 300 bis zu 800 Meter Höhe und sind größtenteils sehr dünn bestockt. Ausgebaut wurde der Grifalco zu großen Teilen in Barriques verschiedenen Alters. Jetzt schauen wir mal ob der besagte Greifvogel einen Job gut erledigt hat …

27.7.13

Ein alter Badenser und zwei jungendliche Cousins aus Frankreich





Letztens hatte ich die Möglichkeit einen ziemlich gereiften Spätburgunder aus einem der Leuchtturm-Pinot-Betriebe Deutschlands probieren zu dürfen. Kommt bei mir eigentlich selten vor, dass mir solch gealterte Teutonen über den Weg laufen. Immerhin kam er aus einem meiner Lieblingsjahrgänge. Der Wein um den es sich heute handelt war ein Spätburgunder R 2001 aus den Hause Bernhard Huber. Zur Ergänzung gab es noch jugendliche Pinot-Cousins aus dem Burgund und etwas Erfrischung in Form von zwei Rieslingen! 

22.7.13

Bodegas y Vinedos La Solana Pago Florentino Tinto 2005, Vinos de Castilla la Mancha




In diesen heißen Sommertagen hat es mich in das größte zusammenhängende Weinbaugebiet der Erde verschlagen. In der Mancha, der glutheißen Windigen in der von jeher Jedermann und Jederfrau natürlich stoisch gegen Medien zur Erzeugung von modernen erneuerbaren Energieformen anrennenden Mancha, werden auf über 200000 Hektaren Weintrauben angebaut. Leider handelt es sich beim Großteil der Ausbeute um sehr dürftige und belanglose Endprodukte aus der Rebsorte Arien. Den Begriff Endprodukte habe deshalb gewählt, weil sehr oft nicht Wein im herkömmlichen Sinn aus diesen Trauben produziert wird. Nicht selten werden Grundweine oder Traubengut zur Produktion von Brandy und Ähnlichem verwendet. Diese eher von traubiger Seite her gesehene dürftige Mehrheitsbevölkerung hat mit meinem heutigen Wein nicht viel zu tun. Dieser ist der Pago Florentino 2005 der Bodegas La Solana. Seit 1997 baut Florentino Arzuaga in der Nähe von Toledo neben Oliven und Früchten auch Weintrauben an. Das Traubenmaterial für den Pago Florentino besteht aus 100 % Cencibel. Dieser zugegebenerweise mir vorher nicht bekannte Name ist wie oft in Spanien nur ein regionaltypischer Ausdruck für Spaniens „Nationalrebsorte“ gut hin: die Tempranillo Traube. Wie mir das Rückenetikett des Weines weiter verraten hat wurde der Pago für 8 Monate in neuen amerikanischen Barrique Fässern ausgebaut und weder geschönt noch filtriert. Letzteres kann ich sehr gut bestätigen. Denn als die Flasche zur Neige ging, sah mein Glas aus wie zugefrorene Fensterscheiben in Sibirien ala Doktor Schiwago. Genug der Vorrede! Nun zum Wichtigen …

17.7.13

Bruno Giacosa (Falletto) Dolcetto d'Alba 2011





Endlich habe ich es hinbekommen mich meinen Ängsten gegenüber einer Rebsorte zu stellen, der ich bis jetzt nie viel abgewinnen konnte. Ob dieser euphemistisch anmutende zweite Teil des vorrangestellten Satzes auch noch für die Zukunft Gültigkeit haben wird, wird selbstschreibend erst am Ende der Post verraten. Die Wahl des Konfrontationsobjektes meinerseits ist auf einen Klassiker dieser Rebsorte gefallen. Oh herrje, ich habe ja noch garnicht verraten von welcher Rebsorte ich eigentlich berichte! Es handelt sich um die schlechtigste aller schlechten Rebsorten, natürlich nur auf meine Gaumenempfindungen bezogen, den Dolcetto! Genauer gesagt ein Exemplar aus Alba vom Altmeister Bruno Giacosa seiner Azienda Agricola Falletto welche diesen Wein aus Trauben des Jahrgangs 2011 geschmiedet hat. Jetzt geht es für mich ans Eingemachte. Na hoffentlich schmeckt er nicht so wie das gerade eben erwähnte ...


11.7.13

Domaine Drouhin Pinot Noir Laurène 1996, Willamette Valley




Over the last few days there was a bit of a Pinot unfriendly weather. At last – it's summertime! So, I retreated into my cellar to get myself a pretty special Oregon treat. About a week ago I had the opportunity to acquire an aged bottle of Oregon Pinot Noir: Domaine Drouhin Laurène Pinot Noir 1996. So far, I never had such an old Pinot from “New-Burgundy”. Understandably I was really excited about it. Let's waist no more time … a glass, pls!